Posts Tagged: xbox 360


31
08 2010

es muss nicht immer…

watchmen_the_end_is_nigh

… ein Artgame wie “Limbo”, “Machinarium” oder “SOTC” sein. Bisweilen will man nicht mehr als einen stupiden, linearen, ultrabrutalen Brawler, um einige Stunden lang als Rorschach Legionen von Arschlöchern die Fresse zu polieren und sie mit derben Finishern ins bessere Diesseits kicken. Gestern für zehn Euro Teil 1 und Teil 2 von “Watchmen” für die Xbox 360 bei Gamestop gesehen, gekauft und einen schönen Nachmittag gehabt.

Merke: Der Großteil der Kohle, der in dieser Branche gemacht wird, kommt nicht aus den kreativen Titeln, die geeignet wären, das Medium als ganzes vorwärts zu bringen. Sondern aus jenen Games, deren Spielprinzip seit Jahren das gleiche geblieben ist, die wenig Neues bieten, dafür Bekanntes auf hohem Niveau liefern. Die Mehrheit der Zocker sind eben auch nur Gewohnheitstiere, die nicht fressen, was sie nicht kennen.

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27
04 2010

Dead to Rights: Retribution

dtr_retribution

Das Test wird geschrieben, sobald der Abspann über den Screen flimmert. Nicht früher, nicht später.
(v.b.)

“Dead to Rights: Retribution” macht so vieles gut. Und so vieles mehr falsch. Letztlich bleibt ein Game, dass man weder empfehlen, noch zerreißen kann. Und hier die Gründe dazu:

Zunächst mal ist die Story nicht wirklich packend. Hard Boiled Cop räumt auf seine eigene Art auf, die typischen Elemente von Verrat, Niedergang, Tod, Regen, Winter, kaputten Zeitgenossen. Das natürlich mit Gewalteinlagen, die jedem “Killerspiel”-Gegner massenhaft neue Argumente frei Haus liefern dürften. Da wären: Bullettime-Events beim Headshot, Finishing-Moves, die selbst die Sägen-Nummer in “GoW 2″ alt aussehen lassen und überhaupt mehr Blut als im Oeuvre Chandlers, Hammets und sämtlicher “Rambo”- wie “Die Hard”-Streifen gemeinsam. Kein Wunder, dass Atari den Titel gar nicht erst in Deutschland veröffentlicht - es würde ein kurzes Gastspiel werden (beziehungsweise ist es nicht mal geworden, man hat ja mangels USK-Freigabe gleich von einem Release hierzulande abgesehen und in den nächsten Monaten wird die BPjM ihr übriges tun).

Dennoch: Der Trash-Appeal ist nicht zu übersehen, hier und da bedient man sich an “Wet”, “Blood on the Sand” oder anderen Gewaltorgien aus Film und Fernsehen - und das durchaus unterhaltsam. Das Wechselspiel zwischen Cop und Köter, den man ja das ein oder andere mal auch steuert, gefällt zunächst. Lineares Leveldesign, immer gleiche Fights und ein nicht wirklich ausgereiftes System in Sachen Combos machen dem dann allerdings wieder viel zu schnell den Garaus. Hier und da fragt man sich schon, ob man grade einen Duck-n-Cover-Shooter zockt oder einen klassischen Brawler. Irgendwie ist das alles nix halbes und nix ganzes. Das aber immer noch konsequent zehn Level lang. Die durchaus abwechslungsreiche Settings und ansteigende Herausforderungen bieten. Vom Fight in Chinatown über Schlachten in futuristisch anmutenden Basen, von Verräter-Cops bis hin zum Showdown, der dann wieder prügeln pur ist, findet sich schon einiges. Reicht’s für den Hit? Leider immer noch nicht.

Denn außer dem ungewohnt hohen Gewaltanteil, eben all den Kleinigkeiten, wo sich Spieler, die den Titel gar nicht zocken dürften, sowas denken wie “Boah Alter wie krass!”, ist da nicht allzu viel zu holen. Es ist keine Herausforderung, “Retribution” in weniger als zehn Stunden durchzuspielen, bis dahin hat man dann auch raus, wie man die Kämpfe ohne große Anstrenung gewinnt und selbst den Bossfight irgendwann locker packt. Dafür fallen immer mehr all die halbgaren Sachen auf: Wieso hat man das Stealth-Gameplay nicht konsequent ausgebaut, etwa in den Szenen, in denen man als Hund unterwegs ist? Wieso ist die KI so strunzdumm, dass Gegner sekundenlang hinter ihrer Deckung hervorschauen, dabei aber nichts tun und sich in aller Ruhe umlegen lassen? Wieso zum Fick kann ich die Cutscenes nicht überspringen? Und warum fühle ich mich eigentlich alle Nase lang an “Max Payne” erinnert und frage mich, woher ich all das hier schon kenne? Davon mal abgesehen: Es ist Winter, was zum Geier trägt der Idiot von muskelüberpacktem Hauptdarsteller ein T-Shirt, während alle anderen in fetten Lederjacken rumrennen?

Das sind so die Kleinigkeiten, die sich summieren. Und dafür sorgen, dass “Retribution” zwar ein lustiges Spiel mit schönem Trash-Anteil, der erwachsenen Spielern durchaus gefallen kann, geworden ist. Aber eben auch nicht mehr. Die guten Ansätze und Ideen sind alle nicht konsequent genug umgesetzt worden - man merkt, dass definitiv mehr drin gewesen wäre. So bleibt ein Titel, den man durchaus durchspielen kann - genau ein Mal allerdings nur, denn jede weitere Minute ist mehr langweilig denn unterhaltend. Und damit wandert’s auf unbestimmte Zeit ins Regal, wo es neben “Wet”, “Aliens vs. Predator” und “Call of Juarez: Bound in Blood” gerne bis sonstwann bleiben darf. Basta.

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20
01 2010

when the man comes around

darksiders

Der Abspann von “Darksiders” ist vor 60 Minuten über den Screen geflimmert. 16 Stunden Spielzeit, allein schon das ist als Pluspunkt zu werten. Und einiges weitere auch.

“Darksiders” macht eigentlich auf den ersten Blick alles falsch: Der Held (”Krieg”, Mitglied dieser Crew) schaut viel zu arg “World of Warcraft” aus, die Umgebung könnte direkt aus “Gears of War” geklaut sein und über all dem schwebt das Damoklesschwert “God of War”, beziehungsweise “Bayonetta”, wenn’s ein aktuelles Beispiel sein soll. Aber gut, machen wir mal unvoreingenommen weiter, denn die Hack&Slay-Sache ist schon spassig. Einfach zu steuern, atmosphärisch und (klar) übertrieben brutal, aber das schuldet man nicht nur der Story (denkt sicher niemand, die Apokalypse könne friedlich ablaufen), sondern auch der generell leicht comic-haften Umsetzung.

Und dann wird’s komplexer. Erst mal mit der Story, denn der gute Krieg wurde ja verarscht und nun will man ihm die Scheisse mit der Apokalypse andichten. Da sowas als ehrverletzend empfunden wird, macht sich Reiter Nummer zwei auf den Rachefeldzug, allerdings erst mal ohne seine ganzen Skills, die haben sie ihm schließlich auch noch genommen. Gut, wozu trägt man ein gefühlt drei Meter langes Schwert auf dem Rücken spazieren? Eben. Stück für Stück wird’s mit dem Arsenal jedoch mehr. Da kommt dann eine Pistole dazu, ein Greifhaken, eine Sense, ein Wurfstern und noch so einiges mehr. Damit wird dann die anfangs einfache Steuerung auch gleich mal deutlich anspruchsvoller, Kombos und so weiter gibt’s ja auch noch zu lernen und schnell fürchtet man schon, den Überblick zu verlieren. Aber genau da spielt “Darksiders” dem Spieler in die Hände: Es fordert immer, aber überfordert nie. So gibt’s zwar konstant Neues, aber immer auch Zeit, sich dran zu gewöhnen und die neuen Fähigkeiten zu nutzen.

Nach jedem erledigten Levelboss gibt’s neue Info-Häppchen, wie das denn nun war mit dem Weltuntergang und wer dahinter gesteckt hat. So geht’s weiter und weiter mit dem Rachefeldzug, selbstverständlich durch abwechslungsreiche Landschaften, auch mal mit ner Flug- oder Reit-Passage und dauernd mit wechselnden Rätsel- und Kampf-Parts. Denn “Darksiders” ist nicht nur ein Action-Game, sondern hat auch ruhige Stellen, an denen eher Hirnschmalz gefragt ist. Etwa beim Lösen dieser elenden, an “Portal” erinnernden Rätsel gegen Ende des Spiels oder Stellen, an denen Timing gefragt ist. Hier bedient man sich übrigens ebenfalls bei zahlreichen Games, die man alle schon kennt. Aber gut, ist ja letztlich doch nicht alles geklaut, denn “Darksiders” war seit 2007 in Arbeit und einige der Spiele, bei denen man vorwerfen könnte, geklaut zu haben, waren da noch gar nicht raus. Aber gut, Erbsenzählereien, letztlich zählt, was bei rumgekommen ist.

Und das ist einfach eines jener Games, wegen denen man Games liebt. Großartig inszeniert, actionreich, hier und da eine Herausforderung für die Gehirnwindungen, dazu mit gutem Sound, Top-Grafik und einfach insgesamt stimmig. Der Umfang ist bei näherer Betrachtung gigantisch, fehlt eigentlich nur noch, dass Krieg eine Partie Fußball spielen muss oder den Acker düngen, dann hätte man vermutlich alle Genres abgedeckt. So jedoch gibt’s ein erstklassiges Hack&Slay, das sich vor der großen Genre-Konkurrenz definitiv nicht zu verstecken braucht und 16 Stunden lang purer Spaß war. Wie’s weitergeht? Well, das wird natürlich am Ende vom Game angedeutet. Aber wir wollen mal nicht spoilern…

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20
10 2009

and war, war never changes

modern_warfare_2

3 Wochen. 21 Tage. 504 Stunden. Can’t fucking wait.

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18
08 2009

jump around

trials_hd

In aller Kürze noch, bevor es auf nach Köln geht. “Trials HD” bekommt hiermit eine ausdrückliche Kaufempfehlung, ohne Vorbehalte oder Bestechungsgeschenke. Das Teil macht soviel Spaß, hat einen so gut ausbalancierten Schwierigkeitsgrad und schaut trotz grade mal 300MB Größe so gut aus, dass man sich über die 1.200 Microsoft-Punkte, die der XBL Arcade Summer-Titel kostet, echt keine Gedanken machen muss. Denn das Gefühl, nach einem 50-Meter-Sprung mit anschließendem 20-Meter-Fall eine geglückte Landung hingelegt zu haben, ist einfach nur noch <3 <3 <3. Und damit byebye bis Freitag, was ich nach der Rückkehr am Donnerstag Spätabend tun werde, weiß ich jedenfalls jetzt schon.

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21
07 2009

ick bin nich weiß, ick bin nich schwarz - ick bin tarnfarben

battlefield1943

(”Der durch die Tür geher”, K.I.Z.) Voll erwischt und das auch noch von einem Online-Game. Zugegeben, bislang war ich für die ganzen PvP-Geschichten alles andere als affin. No way. Zu viele Profi-Zocker, zu schnell und zudem immer dieses Damoklesschwert Suchtfaktor. Nun bin ich schlauer und das Schlimmste ist: Es trifft ja auch noch alles zu. So kommt’s, dass die nächsten Tage und Wochen über wohl nichts anderes gespielt werden wird als “Battlefield 1943″.

Das beginnt alles mit dem Download einer Demo. Man will sich schließlich ja vorab anschauen, was man da für 1200 Microsoft-Punkte kauft. Könnte ja auch die Katze im Sack sein oder so ein derbes Skillgamer-Hartzeug wie “Ikaruga” (nein, kein “Megaman 9″-Content heute). Also die Demo geladen und erst mal keiner Runde beitreten können. Verständlich, dass man die zahlende Kundschaft vorlässt, der Run auf den Titel hat ja wohl offensichtlich auch EA, Dice und vor allem deren Server überrascht. 33 Millionen virtuelle Kills in ein Paar Tagen - da hat jemand Großes vor. Und große Konkurrenz: Schaut man sich die letzten Charts vom Major an, finden sich auf der Xbox 360 drei scheinbar ewige Platzhirsche: “Halo 3″, “Gears of War 2″ und die beiden “Call of Duty”. Die Frage, wer auf der Microsoft-Konsole noch einen weiteren Online-Shooter braucht, ist da schon berechtigt - zieht man einmal das Alter von “Halo 3″ und “Modern Warfare” in Betracht, die auch Jahre nach dem Release noch ungebrochen populär sind. Dice hat’s dennoch gepackt.

Wie? Ganz einfach: Gameplay runterbrechen und mit wenigen Elementen das absolut Beste herausholen. Heißt: wenige Inseln, nur drei spielbare Klassen und dazu eine Handvoll Vehikel. Das ist alles. Mehr braucht es auch gar nicht, wenn das wenige so gut gemacht ist wie “Battlefield 1943″. Starten, direkt einem Game beitreten und schon geht’s ab. Kein großes Gefummel an Settings und ähnlichem, stattdessen schnelle, schnörkellose Action. Die dann natürlich ohne Pause abläuft, schließlich ist Krieg. Der wiederum schaut im wesentlichen so aus: Fünf Flaggen, die man mit der eigenen Squad holt, bevor sie der Gegner holt und sich immer wieder gegenseitig abluchst. Mehr gibt es nicht zu tun, am Leben bleiben ist eigentlich alles. Das machen einem dann die Gegner schwer. Herrlich, dieses Räuber- und Gendarme-Spiel. Das fühlt sich schon genau so an, als sei man noch klein und würde mit Spielzeugpistolen aufeinander losgehen. Einer getroffen, der andere bekommt einen Punkt. Also lernen, dass man auch mal hinter einer Ecke warten kann, bis der Gegner auftaucht und ihn dann überrumpeln. Oder campen, in aller Ruhe die Sniper Rifle durchladen. Oder mit dem Flieger einige Runden über die gegnerische Basis drehen, rechtzeitig den Bombenschacht öffnen und ab zur Hölle mit der Brut. Panzerfahren? Auch prima. Und wenn alles nix hilft, klemmt man sich halt hinter ein stationäres MG und wartet auf die Typen. Hach, es gibt so viele Möglichkeiten, so viel taktischen Tiefgang, wenn man denn will. Und all das trotz sehr begrenzter Ausgangssituation. Am meisten Spaß macht’s natürlich mit Freunden. Headset auf, Partyeinladung senden, ab geht’s. Next-Generation-Entertainment auf die ganz, ganz einfach Art. Großes Plus der Xbox 360, immer schon.

Großes Plus derweil für Dice: Was die Ur-”Battlefield”-Macher derzeit auch anfassen, es wird zu Gold. Nach “Mirror’s Edge” nun der nächste Geniestreich. Allein schon für den Mut, das Game nur als Download anzubieten und damit auf den regulären Handel zu scheißen, sollte man den Schweden einen Orden anstecken. Neues Distributionsmodell erkannt, sinnvoll bedient und zu recht abkassiert. Einziger Wehmutstropfen: Xbox 360-Spieler können es natürlich nur mit Gold-Account zocken, während die PS3-Jungs bekannterweise fürs Online-gamen nichts zahlen. Schön, spätestens mit einem für meine Finger viel zu kleinen und schlecht dimensionierten PS3-Pad in der Hand würde ich mir dann doch nochmal überlegen, ob ich nicht zum (selbst mit 60 Euro Jahresgebühr für den Gold-Account eingerechnet) deutlich preiswerteren Konkurrenz-Produkt greife. Aber derartige Fragen stellen sich grade nicht. Hab da schließlich noch so eine Ranglisten-Partie am Laufen.

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12
07 2009

eine Handvoll Dollar mehr…

… hätte Ubisoft vielleicht nicht ins (mit zig Trailern und dem “Cowgirl”-Wettbewerb für meinen Geschmack sehr aufdringlich rüberkommende) Marketing, sondern die Entwicklung von “Bound in Blood” stecken sollen. Dann wäre auch mehr Open-World dringewesen und die Wartezeit auf “Red Dead Redemption” vielleicht nicht so lange. So jedoch hat man ein handwerklich solides Stück Software, dem allerdings das gewisse Etwas definitiv fehlt. Den Test gibt’s drüben beim Gamesload-Blog.

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27
06 2009

drop fucking dead

terminator_salvation

Es gibt Games, von denen weiß man schon im Voraus, dass sie nichts werden oder bestenfalls durchschnittliche Vertreter ihres Genres. Vor allem im Bereich Shooter kann man das sehr gut absehen, schließlich mangelt’s hier wirklich nicht an Titeln, die für einen Vergleich herangezogen werden können. Meist trifft man also, gelegentlich liegt man ein wenig daneben und manchmal ist der Titel sogar noch schlechter, als man angenommen hatte. “Terminator: Salvation” ist so ein Fall geworden.

Zunächst mal hat das ganz interessant ausgeschaut, dann kam die Preview-Version und im Ko-Op war zumindest hier und da ein wenig Spass da. Dann die Reviews: Sieht nach Totalausfall aus, Metascore von grade mal 49. Das kann dennoch für Fans interessant sein und als solcher überlegt man dann hin und her. Und weil’s im hiesigen Gamesladen Rabatt gibt, wenn man denen zwei alte 360-Titel mitbringt, wird die lange nötige Ausmistung des Spiele-Regals mal angegangen. Zum Opfer fallen “Der Pate 2″ und “Perfect Dark Zero” - beide bis heute nicht richtig an- oder durchgespielt. Macht 30 Euro für “Salvation”. Sollte alles so daneben gehen, wie es nun passiert ist, bekommt man das locker für 25 wieder los und macht damit quasi keinen Verlust.

Nach den ersten Minuten mit “Salvation” ist eigentlich alles in Ordnung: Die Steuerung haben “GoW”-Veteranen mehr oder weniger in Sekundenbruchteilen verinnerlicht. Auch sonst erinnert einiges an das Epic-Meisterwerk. Der arg gescriptete Ablauf schaut so aus: Rumlaufen, zu einem Gebiet kommen, in dem verschiedene Deckungsmöglichkeiten vorhanden sind und damit schon wissen, dass es nun zum Kampf kommt. Danach weiterlaufen, Level fertig, 80GS bekommen. Was? Korrekt, insgesamt gibt’s genau 11 Achievements, die 1000 Punkte bringen. Sehr schön, da freut sich das Punktekonto, “Avatar” und “King Kong” lassen grüssen.

Die Fights selbst sind kaum der Erwähnung wert: Dumme Gegner die herumstehen und die Spielfigur unter Dauerfeuer nehmen, that’s it. Meist gibt’s Hitpoints, die getroffen werden müssen, dann liegen die auch ganz schnell am Boden. Variation ist ebenfalls nicht vorhanden, die Anzahl verschiedener Gegner beläuft sich auf nicht mal zehn. Einzig die ersten Begegnungen mit den T-600 sorgen für ein wenig Gänsehaut, aber wenn man da lange genug reinballert, fallen auch die einfach um. Sehr schön, da hat jemand viel Ahnung vom Terminator-Universum.

Auch hinsichtlich der mehr als dünnen Story. Die so aussieht: John Connor (vom Spieler übernommen) läuft mit seinem Team rum, bekommt einen Notruf aus einer Skynet-Zentrale und entschließt sich gegen den Widerstand der Kollegen, die Leute dort rauszuholen. Das ist alles, Spiel vorbei. Keine Twists, Entscheidungsmöglichkeiten, stattdessen sture Linearität.

Selbst das ginge noch in Ordnung (ist schließlich von “Bioshock” bis “CoD 4″ ähnlich), aber das Spiel fühlt sich einfach nicht gut an. Das Zielsystem wirkt lahm, das interessant angedachte Deckungssystem entpuppt sich als völlig unnötig, da bloße Gewalt auch reicht. Die Settings dagegen haben hier und da ihre guten Momente, wo man auch mal stehenbleibt, sich die Gegend ein wenig anschaut - und dann feststellt, dass es einfach nichts mit dem postapokalyptischen Los Angeles gemein hat, dass man aus den Filmen und der TV-Serie kennt.

Fazit: Das alles summiert sich langsam aber sicher zu nem Berg Scheisse. Was dem Game jedoch das Genick bricht, ist die Spielzeit: Vier Stunden und der Abspann flimmert über den Schirm? Fuck you! “Gears of War” (das hier einfach permanent als Vergleich herhalten muss, schließlich haben sich die Entwickler schon arg davon inspirieren lassen, um nicht von dreist kopiert zu sprechen) war auch in einer Nacht zu packen, ja. Aber: Es war abwechslungsreich, treibend, intensiv und von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Game für Nextgen-Konsolen wie die 360. Da hatte sich jemand Mühe gemacht, etwas größeres und besseres zu schaffen als die Konkurrenz. Hier jedoch tendiert der Wiederspielt nicht nur gegen Null, er legt dank fehlendem Multiplayer und anderen Spiel-Varianten ne Punktlandung auf der Müllhalde hin. “Salvation” musste ganz offensichtlich zum Filmstart fertig werden, weil die Kasse klingeln sollte. Tut sie auch, nächste Woche, wenn ich den Crap wieder zurückbringe. Immerhin steht man dem Scheissfilm in keinster Weise nach: “Terminator: Salvation” ist mit großem Abstand das schlechteste Game, das bislang im Laufwerk meiner 360 gelegen hat.

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16
06 2009

search & destroy

cod_4_chernobyl

Es gibt Spielszenen, die lassen nicht kalt - zumindest in jenen (wenigen) Titeln, die wirklich ausergewöhnlich gut sind. “Ocarina of Time” war voll davon, “Max Payne” hat einige, “Oblivion” ein Paar und auch bei “Gears of War 2″ gibt’s Momente, wo man einfach nur stehenbleibt mit offenem Maul und sich denkt “what the fuck?” Da merkt man dann, das man nicht irgendetwas zum Zeitvertreib zockt, sondern bei einem jener Titel gelandet ist, von denen die Leute auch noch in zehn Jahren wissen werden, worum es sich handelt. Nun gesellt sich “Call of Duty 4″ in die persönliche Sammlung jener außergewöhnlicher Werke. Und das letztlich nur wegen einem Level: Prypjat, hierzulande bekannt als Tschernobyl. Der Job: Einen Waffenhändler finden und ausschalten. Die Bewaffnung: lächerlich, ein Sniper Rifle und eine Pistole. Verstärkung? Hoffnungslos, außer einem anderen Soldaten ist niemand da, wird niemand kommen. Dieses Gefühl, vollkommen auf sich gestellt zu sein, begleitet die gesamte Szenerie über.

Und selbige gehört optisch wie atmosphärisch zum Beeindruckendsten, das man in einem Shooter finden kann. Nicht nur, dass zahlreiche Gebäude eins zu eins nachgebaut wurden, auch die Dramaturgie ist ausgefeilt bis ins letzte Detail. Ob’s nun um das Verstecken im hohen Gras geht, während links und rechts feindliche Truppen vorbeilaufen, oder das lautlose Ausschalten übermächtiger Gegner - hier hat jemand einfach alles richtig gebaut und einen lange nachhallenden Moment in einem ansonsten recht konventionellen Spiel geschaffen.

Genug des Lobes, da warten noch einige Level, die auf dem “Veteran”-Schwierigkeitsgrad gepackt werden wollen. Momentan bin ich zwar noch der festen Überzeugung, einige davon niemals packen zu können, aber ich dachte auch mal, dass ich in “Mega Man 9″ keine einzige Stage packen kann. Ist lange her und seither der Gewissheit gewichen, dass sich Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen definitiv auszahlen. Zumindest, wenn man nicht im Casual-Sumpf enden will.

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30
05 2009

38 to the 40 cal, A to the K

cod41

(”American Guns”, Transplants) Gut: Im Pseudobilligmarkt haben sie es endlich für einen bezahlbaren Preis: 37 Euro. Hat mich lange genug angekotzt, dass der Titel - obschon Ende 2007 erschienen - weiterin für 70 vertickt wird. Schön, es ist ein Top-Seller und zudem das beste Game der Serie, aber mittlerweile ist dann halt auch ein Nachfolger erschienen. Und eine “Game of the Year”-Edition. Aber man wartet ja gerne und geduldig. Und freut sich dann um so mehr, wenn’s dann endlich im heimischen Regal steht.

Besser: Es ist gut. Verdammt gut sogar. Atmosphärisch absolut dicht, mit einem guten Einstieg und einer fairen Benutzerführung. Da hat sich jemand sehr viel Mühe damit gegeben, dem Spieler erst mal alles zu erklären, bevor’s in die Schlacht geht. Die wiederum verläuft knackig, selbst auf mittlerem Schwierigkeit realisiere ich recht fix, dass schon länger kein FPS mehr das Laufwerk der 360 belegt hat. Also üben üben üben. Dafür gibt’s eine gut und vor allem glaubwürdig erzählte Story, nicht immer nur dieses “OMG, aliens plot to conquer the earth!!1″

Schlecht: Erst mal kein “Mega Man 9″. Damn. Muss mir da was überlegen, so kann das ja nicht gehen.

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