Posts Tagged: batman


30
08 2009

Arkham Asylum (pt. I)

arkham_asylum

“Arkham Asylum” gehört neben “The Killing Joke” und “The Dark Knight Returns” zu den für den Werdegang der Figur “Batman” wegweistendsten Comics. Das allerdings nicht auf narrativ derart komplexem Level, das Moore in “The Killing Joke” geschaffen hat und auch nicht in Italowestern-liker Rückkehr-und-abrechnen-Fantasie, wie sie sich in Millers “The Dark Knight Returns” findet. Stattdessen sind es die Bilder, die “Arkham Asylum” so einzigartig machen. Das, was Dave McKean in den doch recht schmalen Band hineingepresst hat, ist selbst nach mehrmaligem Lesen, genauem Hinschauen und neu-interpretieren nicht hundertprozentig verstanden - und der Comic vermutlich genau deshalb so wertvoll. Kurz: Ein Game, dass sich genau so nennt, tritt erst mal in ganz schön große Fußstapfen.

Ein kurzes Zwischenfazit, nachdem 37% von “Batman: Arkham Asylum” durchgespielt sind (den einen oder anderen Spoiler inklusive).

Atmosphäre ist mehr als genug vorhanden. Das Setting ist ebenso düster und bedrohlich wie in den Filmen von Nolan (mit ebenso genialem Joker), hier haben sich die Entwickler auch ganz offensichtlich bedient. Wie das aussieht? Die Kulisse (Arkham ist hier nicht wie in der Vorlage eine Villa, sondern gleich eine ganze Insel) ist in dunklen Farben gezeichnet, die Sounds spärlich, das Bedrohliche allgegenwärtig. Die Angst, die Batman sonst seinen Gegnern einjagt, wirkt hier vorrangig auf den Spieler. Die Schauer, die einem über den Rücken laufen, als man zum ersten Mal die Oberfläche der Insel betritt und Arkham in seiner Gesamtheit sieht, suchen erst mal Ihresgleichen. Überhaupt ist mit sehr viel Liebe zum Detail zu Werk gegangen worden, auch wenn die eine oder andere Anleihe an “Bioshock” nicht von der Hand gewiesen werden kann.

Apropos Inspiration: Die Alptraumsequenzen, in denen Batman gegen Scarecrow antritt, erinnern lose an “Max Payne”, nur deutlich umfangreicher. Auch das Untersuchen der Tatorte kennt man in ähnlicher Form aus “Condemned”. Bleibt die Stealth-Action und das lautlose Ausschalten größerer Gegnergruppen, die man ebenfalls schonmal in ähnlicher Form gesehen hat - “MGS” lässt grüßen. Selbst das Schlösserknacken-Minigame könnte “Bioshock” entsprungen sein. Kurz: Man merkt an einigen Stellen, dass eher Bekanntes in einen großen Topf geworden und neu gemischt wurde, statt etwas wirklich Neues zu schaffen.

Macht das aus “Arkham Asylum” ein schlechtes Spiel? Mitnichten. Denn es gibt viel zu tun. Und das ab einer Spielzeit von etwa zwei Stunden auch in einem Open-World-ähnlichem Szenario, das dann frei erforscht werden darf. Da wären die Rätsel, die der Riddler überall verstreut hat und die zu knacken mit der Zeit alles andere als leicht wird. Aber dafür gibt’s (wie für’s Ausschalten von Gegnern oder erreichen gewisser Spielziele) Punkte und die kann man investieren, um die Figur upzugraden. Überhaupt: Hier gibt’s ziemlich viel zu tun, die Gadget-Abteilung im Hause Batman ist prächtig ausgestattet. An Umfang fehlt es dem Spiel also definitiv nicht. Und sollte neben der Hauptstory mal Langeweile herrschen, gibt’s immer noch die freispielbaren “Herausforderungen”. Das sorgt alles schon für Langzeitmotivation - zumindest hat es das die ersten Tage über.

Was aber wirklich fasziniert, ist dieses Gefühl, Batman zu sein. All die Gadgets, all die Möglichkeiten und ein sehr fein abgestimmtes Kampfsystem sorgen dafür, dass man sich irgendwann wirklich wie der dunkle Ritter vorkommt. Und es übrigens auch gar nicht eilig hat. Die Rätsel können in aller Ruhe gelöst werden, Batman muss nicht immer durch die Gegend rasen wie ein Nico Bellic, sondern kann auch im langsamen Schrittempo von Ort zu Ort und gemächlich voranschreiten. Das macht an einigen Stellen sogar Sinn, etwa wenn man in einem Raum mit sechs Schwerbewaffneten ist, gegen die Batman im Nahkampf selbstverständlich keine Chance hat. Da heißt es dann: ruhig bleiben. Und diese Ruhe strahlt das Game dann auch sehr schön aus.

Bleibt der Verlauf der Story. In Sachen Entwicklung hat man wirklich gute Arbeit geleistet. Die Gegner werden mit der Zeit schwerer, hier und da wird eine Art End-of-Level-Boss-Sequenz eingestreut mit mächtigen Gegnern (bislang Scarecrow, Bane, Harley Quinn und demnächst wohl Poison Ivy). Die sind durchaus knackig, aber selbst nach einem Scheitern ist genug Motivation übrig, um es noch vier bis fünf Mal zu versuchen und dann eben doch zu packen. Außerdem erweitern sich die Möglichkeiten Batmans stetig, so dass dann mit der Zeit auch klar wird, warum man den einen oder anderen Part der Karte doch nochmal aufsuchen sollte, schließlich gibt’s da nun ja neue Stellen zu erreichen.

Für ein Kurzfazit mal wieder viel zu viel Text. Auf zu den letzten 63% - wenn die so spannend bleiben wie bislang, wird’s gar nicht so einfach, Kritikpunkte (außerhalb des teilweise schon arg auffälligen Abschauens, das die Entwickler bei anderen Titeln gemacht haben) zu finden. Schon jetzt ist jedenfalls sicher, dass man mit “Batman: Arkham Asylum” keinen Fehlkauf macht oder gemacht hat.

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1
03 2009

the class of 2008

Hüben und drüben sind sie am Diplomieren und ich frage mich: Hell, ist das nun echt schon ein Jahr her? Vor allem: Was ist eigentlich in der Zwischenzeit passiert? Besser gesagt: Wo ist die Zeit überhaupt hin?

Mit den Monaten sind mehr oder weniger auch die meisten Erinnerungen verschwunden. Ich weiß noch, dass es saukalt war, im April tatsächlich noch mal kurz Schnee lag und ich mehr oder weniger versucht habe, regelmäßig was zu tippen. Keine Kaffeemaschine gehabt, daher diesen ekelhaft süßen Schoko-Cappucino, wo man über das Pulver nur heißes Wasser schütten muss. Zu viele Kippen. Und “Batman”-Comics, regelmäßig, als Abendlektüre. Dann wieder aufstehen, duschen, Müsli bauen, Cappucino runterwürgen und weitertippen. Irgendwann hat das dann Struktur bekommen und schon war’s mehr oder weniger fertig. Der Rest ist an mir vorbeigeflogen.

Ab Juni dann arbeiten. Das ist nun demnächst auch ein Jahr her, dann bin ich tatsächlich schon drei Jahre lang bei ein und derselben Firma. Alltag mittlerweile, geregelt und organisiert, eingespielt. Montage werden zu Freitagen, Wochenendfeierlichtkeiten enden mit dem Sonnenaufgang und auf dem Weg in die Bude höre ich heute morgen zum ersten Mal in diesem Jahr die Vögel zwitschern, während “Schwarz zu blau” seine Runden im Hinterkopf dreht und ich beschließe, baldesmöglich wieder nach Berlin zu müssen, zumindest einige Tage lang.

Das Leben könnte schlimmer sein. Anders geworden ist es definitiv. Die FH-Zeit war ziemlich schnell und jäh zu Ende und aus den Gedanken gestrichen. Vielleicht auch nur verdrängt vom Arbeitsleben. Eins ersetzt das andere, neue Aufgaben warten und irgendwas will immer erledigt werden. Ist es nicht das Diplom, ist es eben ein Umzug. Ist der Umzug über die Bühne, finden sich in einer neuen Wohnung 1000 Dinge, die man verbessern kann. Und wenn dann mal alles so ausschaut und funktioniert, wie es soll, kommt der Ikea-Nestbautrieb. Hier noch diese Kleinigkeit, da noch jenes Detail. Hat sicher auch den einen oder anderen Tag verschlungen.

Was ist in den 365 Tagen passiert? Einiges. Vieles, über das ich hier gar nicht texten möchte. Vieles, das lange vergessen ist, verarbeitet oder verdrängt, wie auch immer. Der Soundtrack hat sich hier und da geändert, das Bücherregal ist besser gefüllt und Konsumgüter wurden fleissig angehäuft. Geld eingenommen, Geld ausgegeben. Rechnungen geschrieben, Rechnungen bezahlt. Und bei all der Regelmäßigkeit, all den Strukturen, die die Wege nun haben, vergessen, wie schnell 12 Monate doch vergehen können. Beinahe vergessen, wie wichtig die Pausen dazwischen waren, die kleinen Dinge, die einem im Alltag innehalten und lächeln lassen. Wochenendtrips zu Freunden oder der Familie, Urlaub, flüchtige Bekanntschaften, ein freundlicher Blick oder auch nur das Gefühl, grade etwas Gutes getan zu haben, etwas mit mehr Sinn als Geld verdienen durch Arbeitskraftverkauf. Denn auch all das war da - und damit wohl das Wichtigste, an das man sich erinnern sollte. An einem Sonntagabend, wenn morgen schon wieder Montag ist.

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25
01 2009

back & forth again

Ein wenig “Burnout Paradise” gespielt, die Zeit bis zum Release von “Operation: Anchorage” will ja überbrückt werden. Das ist morgen und damit ist klar, dass morgen ein guter Tag wird. Vermutlich ein langer obendrein, bei einem flüchtigen Blick auf die erste der drei angekündigten “Fallout 3″-Erweiterungen wird es ja sicher nicht bleiben. Ach ja, noch zwei Einträge gepostet.

30 oder 40 Seiten in “Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” gelesen. Die 700 Seiten Umfang schrecken nur auf den ersten Blick ab, da der Inhalt grandios ist. Man kann das als Kinderbuch lesen und Kinder haben sicher ihren Gefallen dran. Anderseits findet man zwischen den Zeilen zahlreiche Botschaften, die an erwachsene Leser gerichtet sind. Es sind die kleinen Nebensätze, etwa dass nichts für ewig ist, die nachdenklich zurücklassen.

Ein wenig spazieren gewesen. Sonnenschein, nicht allzu kalt, dafür matschige Feldwege. Nun stehen die Adidas erst mal im Regal und dürfen trocknen. Die frische Luft hat gut getan, teilweise kommt man sich bei den Streifzügen durch die Streuobstwiesen vor, als sei man in einer anderen Welt, von Großstadt keine Spur. Viel Ruhe, selbst die gelegentlich auftauchenden Liebespaare, die langsam die Wege entlangschlendern, vermögen nicht zu nerven. Zwei Nonnen grüßen freundlich. Kinder spielen an einem Brunnen, dessen Baujahr auf irgendwann vor 1900 datiert ist und der am Waldran steht. Einfache Schönheit.

Nebenbei gestern endlich mit den Arbeiten an diesen Seiten fertig geworden und nach wie vor begeistert bei deren Anblick. Ich klopfe mir selbst auf die Schulter. Und überlege derweil schon, was man noch verbessern könnte. Keine Stagnation, niemals, keine Selbstzufriedenheit, kein Faulbett.

Lieber Pfannkuchen machen mit dem Mitbewohner. Was erstaunlich gut geht, auch ohne Rührgerät. Die Spinat-Füllung schmeckt herrlich, ebenso der Käse dazu. Nach dem vierten Pfannkuchen wird einiges an Tee benötigt, um dem Völlegefühl im Bauch entgegenzuwirken. Ein gelungenes Abendessen. Bleibt der kurze Gedanke daran, wann ich das letzte Mal Pfannkuchen zubereitet habe. Es scheint in einer anderen Welt gewesen zu sein, weit weg von allem und in einem Zustand, der so schön war, dass er nicht anhalten konnte. Käpt’n Blaubär flüstert leise: nichts ist für immer.

Slash’s Snakepit drehen grade mit “Back & Forth Again” die fünfte oder sechste Runde. So traurig, wie das Orgel-Intro des Songs klingt, ist all das gar nicht. Aber es hilft, gerade ein wenig zur Ruhe zu kommen. Das und einige Zigaretten zuviel heute. Gestern ebenso. Morgen nicht, da geht die Arbeitswoche wieder los, die Erwartungen, die Menschen, Bahnfahren und Kaffeepausen. Das wird mich nun nicht davon abhalten, noch einen Film aus dem Regal zu nehmen, vielleicht “Gotham Knight” oder ein kürzlich erstandener “Django”. Danach einige Seiten Moers. Morgen wird ein guter Tag, der Glaube daran langt gerade völlig.

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8
01 2009

homecoming | “dmz”

Bin so langsam wieder einigermaßen angekommen. Nachdem alles verstaut wurde, sind die Comics teilweise schon wieder aus dem Regal geholt worden. Mit dem dritten, hierzulande nicht erhältlichen Teil von “League of the extraordinary gentlemen” angefangen, aber nicht so recht motiviert mit dem weiterlesen, Moore ist mir grade zu schwer und vielschichtig. Trotz lieb gemeinter “101″-Anspielungen. Elseworlds “Batman Vampire” hab ich schon in den Staaten durch, später dann “Judgement on Gotham“, ein genialer One-Shot, schön viel Crossover und mit einem Zeichner wie Bisley natürlich kein Fehlgriff. Bleibt “DMZ“. Brian Wood ist schon seit seinen Rockstar-Tagen kein Unbekannter mehr und das DC-Sublabel Vertigo bekannterweise eher an Erwachsene gerichtet, das Ergebnis somit klar: Mainstream mit Untergrund-Flair für Gebildete. Aber ums Drumherum und entsprechende Debatten will ich mich grade wahrlich nicht kümmern. “DMZ” gibt’s mittlerweile auch schon einige Tage, mittlerweile sind ein halbes Dutzend Sammelbände der Einzelausgaben erhältlich, weitere schon angekündigt. Und der geschätzte Molo hat die Geschichte als “Gut-Buch” befunden. Bin dennoch immer im Comicladen dran vorbeigelaufen, an guter, anderer Lektüre mangelt es schließlich nicht. Nun hab ich den ersten Teil zu Weihnachten geschenkt bekommen und bin soweit nicht nur sehr dankbar für ein schönes Geschenk, sondern auch ganz angetan. Zeichnerisch kann Burchiellis arg an diverse Manga-Stile angelehntes Werk einem Dave Gibbons oder Tim Sale zwar bei weitem nicht das Wasser reichen, dafür passt die Story trotz gelegentlich zu plakativ rüberkommender Gegenwartskritik. Auf die kann man sich einlassen, muss man aber nicht. Das Schöne an “DMZ” ist, dass der Comic so unaufdringlich daher kommt und gar nicht erst laut “Sozialkritik für Besserwisser inside!” brüllen muss.

Und mich gestern zum ersten Mal seit der Rückkehr wieder in den hiesigen Comicladen getrieben hat. Schließlich waren die Bände zwei bis fünf in den Staaten nicht aufzutreiben. Ein Griff ins Regal in Darmstadt, 46 Euro ärmer und vier Bände reicher. Zuglektüre für die nächsten Tage gesichert und zudem zum ersten Mal das Gefühl gehabt, wieder ein wenig heimisch zu sein. Ein Anfang, immerhin. Mehr gibt’s dann, wenn die Debatten über die Sexualisierung der Figur Batman in “Hush” und der “Allstar”-Serie, die aktuell mit dem Mitbewohner geführt werden, auch auf “DMZ” überschwenken. Schließlich hab ich ihm den ersten Teil mal zum Lesen gegeben, man schätzt ja die Meinung (mancher) anderer.

edit: Ach ja, das ganze hat noch was Gutes: Hab gestern mal mit der Suche nach guten Blogs zum Thema Comic begonnen. Wer welche kennt (bevorzugt englischsprachig und nicht nur alle drei Wochen mit neuen Beiträgen versehen) - immer her mit.

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17
12 2008

white trash circus

Ja, es ist erst der 17. und für sowas tendenziell noch zu früh. Aber ich komme die nächsten Tage nicht dazu bzw will das auch gar nicht. Daher in aller Kürze und möglichst meinungsbetont für alle Freunde und Feinde der persönliche Jahresrückblick.

Wichtigste Ereignisse
Im Begriff, eine Langzeitbeziehung aufzubauen.
Diplom gemacht.
Luxusbude bezogen. Über die Vorgänger-WG sei kein Wort verschwendet.
Noch während dem Studium das Glück gehabt, in ein Arbeitsverhältnis überzugehen.
Das beste Spielepodcast der Welt gestartet.
Viele gute Games gespielt.
Auto verschrotten lassen. Geht nun seit bald sieben Monaten gut ohne.
Zum letzten Mal auf der GC gewesen.
Immer noch Blogger.
Gesund geblieben.
Neue Freunde gefunden. Und Feinde. Danke für beide.

Wichtigste Games
GTA IV (für das beste Ende. Und Brucie)
Fallout 3 (Postapokalypse ok. Aber nicht ohne meine AK)
Fallout 2 (bleibt der schwerste Teil der Serie)
Fallout (für die Supermutanten)
Mirror’s Edge (für den Beweis, dass EA auch kreativ sein kann)
Gears of War 2 (der gefickte Boomer!)
Banjo Kazooie (nun auch das beste Jump&Run auf der 360)
PGR 4 (für Rennen im Regen, während Wagner läuft)
und alles mit Lego im Titel

Lieblingsspielzeuge
iPod (hat immer noch Platz)
MacBook (läuft und läuft und läuft)
s10e Netbook (spart Steuern)
N95 (verursacht Folgekosten)
Xbox 360 (wird 2009 ersetzt. Durch eine neue Xbox 360)
Sennheiser 555 (unverzichtbarer Alltagsüberlebenshelfer)

erwähnenswertes Konsumkulturgut
Chemistry of common life (Fucked up)
Schneller, höher, Weidner (Der W.)
Alles, was von NIN kam
Who killed Amanda Palmer (Amanda Palmer)
Saints of Los Angeles (Mötley Crüe)
Backyard Babies (Backyard Babies)
Watchmen (immer noch die beste Graphic Novel)
Den Göttern kommt das große Kotzen (Buk)
Batman (die von Moore oder Miller)
Sin City (alle)

Lieblingsmenschen
der Digge (Ra’am? Jaaaar!)
der Schwabe (nicht aus Balingen)
der Beier (Best Mitbewo ever)
der Rev. Rough (harte Sau)
der Män of Malt (Maschdschwain)
der Stuttgarter (Spritti)
der Konschdanzor (dohanne)
der Berg (Partygeier)
der Hardcore- und Trashfilm-Sammler (die muss eng sitzen!)
der Ö (Ö? Ö!!)
der Elektro-mumu (kauft angeblich auch Spiele)
der Hardware-Fachmann (scheiße, keine Jasper!)
die A-Listerin (hehe, der Whisky da ist älter als du)
die Nuep (Hasi!!)
die Spiesserin (ist keine Tussi)
die Ex (ist nun Tussi)

Pläne für 2009
Langzeitbeziehung ausbauen.
Weltherrschaft.
Reich werden.
Gesund bleiben.
Buddy- und Shit-List erweitern.
Auto kaufen. Nein, das hab ich grade nicht gedacht.
30.000 Gamerscore packen.
Mehr lesen.
Mehr zocken.
Mehr Kino.
Endgültig die Emo-Szene besiegen. Im Alleingang.
Und bei der Gelegenheit gleich noch die Indi-Armee killen.
Diverse Redaktionsgebäude mit faulen Eiern bewerfen.
An der Freude meiner Freunde freuen.
Am Scheitern meiner Feinde erheitern.
Netter werden.
Unversönlich bleiben.
Weiterhin jeden nur denkbaren Gegensatz darstellen. Alles andere ist langweilig.

So, das war es auch schon. Ehrlich gesagt war es ganz schön stressig, 2008. Wusste hier und da nicht, wo mir der Kopf steht und wie viel Mist man noch ertragen kann, ehe man selbst zum Misthaufen wird. Mit der Zeit hat sich aber alles Stück für Stück erledigt und die Einsicht eingestellt, dass Wachstum Zeit braucht und ein entsprechendes Umfeld. Beides ist vorhanden und die Marschrichtung seit Monaten klar: Aufwärts. Und dabei niemals vergessen, was Dankbarkeit, Innehalten und Freundschaft bedeuten. Dankbar jenen, die möglich machen, was heute eben nicht alltäglich ist, innehalten darüber, was schon geschafft ist und das nichts wirklich stressen kann und Freundschaft mit all denen, die den Weg nicht nur mitgehen, sondern ihn mitbestimmen. Und damit ein Cheers, die nächsten Tage wird hier erst mal Ruhe einkehren.

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15
10 2008

manisch gut

Es sind die kleinen Dinge, die einen Tag schön machen. Hier einige davon:

- Papier gekauft. Die Sorte, die man in einzelnen Bögen bekommt. Ist auch eine Wertanlage, hinsichtlich dessen, was bald daruf zu lesen sein wird.
- Wurde zwischen den Zeilen mehrfach in einem Blogpost erwähnt. Kein Link hierzu, es sei jedoch versichert, dass es persönlich sehr bedeutend ist, auf eine derartige Weise in den Tag zu starten.
- Einen neuen Menschen kennengelernt. Normalerweise trifft man diesen jemanden eher persönlich und das auch erst nach gewisser Zeit. Aber wozu gibt es Internet? Ebend.
- Der Mitbewohner kauft Maronen. Hatte neulich noch daran gedacht, schon lange keine mehr gehabt zu haben.
- Das Gehalt kam pünktlich. Geldsorgen sehen anders aus.
- Es gibt einen neuen Job, zusätzlich zum aktuellen. Damit sind die Abendstunden nun ebenfalls mit Arbeit ausgefüllt, allerdings jener der angenehmen Sorte. Das Gehalt wird die Uhr finanzieren, die der Sohn einmal vermacht bekommt. Immerhin vom IWC-Trip runter. Vorerst.
- Neues Wort gelernt: Postprandial. Wenn man nach dem Essen hinüber ist. Sozusagen.
- “Lego Batman” bekommen. Mit Poster. Das hängt nun in der Küche, das Spiel habe ich vor wenigen Minuten einige Runden angetestet. Review kommt.
- “Have Heart” entdeckt und schon seit gestern abend verliebt. Das kann nicht jede Band in derartiger Zeit. Vor allem, wenn es sich um eine HC-Combo handelt. Verdammt, sind die gut, schon klar, dass das Boston ist.
- Die Küche aufgeräumt, Wäsche in die Maschine geworfen, den Biomüll rausgebracht und die Post reingeholt. Nichts angenehmeres als ein frisch in Ordnung gebrachter Haushalt, den man nun wieder mit kochen in Unordnung bringen kann.
- Tee gekocht, wie jeden Abend, wenn ich nach Hause komme. Gerade die zweite Tasse geleert. Statt Bier. Vitamine finden sich zudem in Orangen-, Birnen- und Bananen-Form im Kühlschrank. Healthy living, erfreue mich bis auf einen lästigen Schnupfen bester Gesundheit.
- Kaninchenfutter gekauft. Damit der Hase auch morgen noch kräftig zubeißen kann. Und wieder einen Monat Ruhe. Dann ist der Großpack leer. Gute Möglichkeit, um die Zeit zu messen, wenn der Kalender mal abhanden kommt.
- Seit langer Zeit zum ersten Mal wieder Kontakt mit einer ehemaligen Kommilitonin gehabt. Gestern schon. Man attestiert mir, mich verändert zu haben. Das stimmt. Haben nun festgestellt, dass wir beide Spießer sind. Zumindest in den Augen anderer. Aber um dererlei negative Einflüsse muss man sich nicht kümmern. Nicht, wenn es so gut läuft wie heute und man sich ernsthaft fragt, wie gut die Dinge laufen können, ehe es anfängt, weh zu tun.

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1
09 2008

get mad

Ach übrigens und nur so am Rande: Natürlich ist “Batman: The Dark Knight” ein sehr, sehr gelungener Film geworden. Natürlich stimmt alles, was in allen Rezensionen steht, mag es noch so viel Gelaber über diese Realwelt-Anspielungen (Folter, War on Terror) sein oder noch so viel Seziererei über die Comic-Einflüsse (wer’s wirklich wissen will: The Long Halloween, The Killing Joke und wie immer The Dark Knight Returns, die reichen vollauf). Gleiches gilt für Vergleiche Ledger-Bale, denn das ersterer letzten nur an die Wand spielen kann, ist schon a priori über das Drehbuch festgelegt, warum also groß darauf abgehen? Es wundert sich doch acuh niemand, dass Faust von Mephisto übertroffen wird, oder? Natürlich ist die Geschichte um den Film, seine Entstehung, seine Schauspieler und die Vorlagen nun wichtig und natürlich will man nicht, dass nun eine Million Leute losziehen und sich ganz toll Batman fühlen, wenn sie die Comicläden leerkaufen und ihre Hirne dennoch nicht mit dem gefüllt bekommen, was Batman ausmacht. Also locker bleiben.

Deshalb weiter hier nichts zu “The Dark Knight”. Wenn ohnehin schon alles dazu geschrieben wurde, kann man auch mal die Fresse halten. Misslungene Rezensionen gibt es ebenso viele wie gelungene, da sind meine zwei Cent wirklich nicht nötig. Beachtung verdient in all dem seelenlosen “Schaut mal her wie toll ich schreiben kann weil ich so viel Fachwissen habe und zudem Literaturwissenschaften studiert”-Kulturbetrieb bestenfalls ein Ansatz, den wir in der Spielebranche als “New Games Journalism” kennen und der ganz gelungen hier nachzulesen ist. Den Rest kann man in die Tonne treten. Einfach den Film schauen und gut ist es.

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25
07 2008

two-faced

Gut finden: In etwa 24, vielleicht auch 48 Stunden ist der Umzug über die Bühne. Nie mehr Durchlauferhitzer, Stromheizung, schlechte Isolation der Fenster, dünnwändiges, hellhöriges Haus an einer Durchfahrtsstraße. Stattdessen Terrasse, Wintergarten, Garten und so weiter. Herrlich.

Schlecht finden: Umziehen müssen. Also Kisten schleppen, Zeug auseinanderbauen, zusammenbauen, solche Sachen. Sollte Dienstleister beauftragen.

Gut finden: Der neue Vermieter bietet das “Du” schon an, bevor wir überhaupt eingezogen sind. Nach all den Studi-dissenden Psycho-Landlords endlich jemand, mit dem es gut werden wird.

Schlecht finden: Davor noch 1.500 Euro Kaution für die aktuelle Bude holen. Und daher vor wenigen Stunden erst mal der aktuellen Vermieterin die Stühle grade rücken, schließlich hat sie ohne Absprache mit uns den Nachmietern mal einfach so einen Schlüssel zu unserer Wohnung gegeben. Damit die den schon mal nachmachen lassen können. Nein, kein Witz. Leider nicht. Und auch nicht durch geistige Altersschwäche entschuldbar. Ganz und gar nicht.

Gut finden: Es wird eine Watchmen-Verfilmung geben. Endlich.

Schlecht finden: Zack Snyder macht sie. 301?

Gut finden: Jeder mag den neuen Batman.

Schlecht finden: Die Batcave ist in einem Hochhaus. Damit man bei der “Landung” darin schön die post-9-11-Terrorphobie auf’s Korn nehmen kann. Wenn das mal nicht den ganzen Film durchzieht, sei es genehmigt, wenn doch: fuck Nolan sideways. Egal, wie viele “Killing Joke”-Zitate drin sind.

Gut finden: Ein alter Freund aus Magdeburg kommt zur Einweihungsfeier. Lange nicht gesehen, das letzte Mal war ein Wochenende, an dem ich ganz dringend aus Berlin raus musste.

Schlecht finden: Er kommt ohne jemanden, mit dem er das letzte Mal noch zusammengelebt hat. Und ich erinnere mich daran, wie das damals bei mir war, vor fast fünf Jahren schon.

Gut finden: Das neue Telefon hat automatisch die Simcard-gelockten Nummern des alten gelöscht. Warum auch immer. Darunter waren zwei, die ich ohnehin schon lange loswerden wollte, was aber nicht ging, weil man beim S68 für das Löschen von Simcard-gelockten Nummern eine zweite Pin braucht, die ich leider nirgendwo fand. Nun gibt es also keine Chance mehr, zwei Menschen anzurufen, die ich noch nicht mal anrufen würde, wenn sie die beiden letzten Menschen auf der Erde wären und ich ein Taxi von Eberstadt nach Kranichstein bräuchte. Ernsthaft.

Schlecht finden: Hinter einigen der Nummern verbargen sich Freunde. Daher eine Bitte in Richtung Hansestadt und Konstanz: Einfach ne SMS mit eurer Mobilnummer, dann hab ich sie wieder. Dran denken: Don’t call us, we won’t call you.

Gut finden: Aphex Twin. Tendenziell.

Schlecht finden: Radio hören in einem nach Frau riechenden Fiat sonstwas. Inklusive Frau am Steuer. Bei der einzigen Option auf einen akustischen Ausweg (White Stripes) wird weggezappt. Unverzeihlich. Dann lieber Toyota Yaris mit Slayer. Hell awaits.

Gut finden: Beim Schreiben dieser kleinen Auflistung vergessen, wie spät es ist.

Schlecht finden: Das ändert nichts daran, dass die Nacht in sechseinhalb Stunden vorbei ist. Die letzte in der Bude hier. Kacke, fast drei Jahre sind das nun gewesen. Sollte mal all den Personen einen Eintrag widmen, die in der Zeit in dem Bett hier, in dem ich gerade liege, die Nacht verbracht haben, meist inklusive Alkoholintoxikation oder Übermüdung nach bösen GoW-Sessions. Werde das vermissen. Das ist aber auch schon alles, was von dieser Bude hier übrig bleibt. Denn ab nun beginnen die fetten Jahre, zumindest wohnraumtechnisch. Es sprachen die Strokes: You only live once.

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