07
03 2010

London III

ticket

Ich frage mich, ob ich es in diesem Leben mal schaffen werde, ganz “normal” nach London zu fliegen. Das dritte Mal steht nun an und wie die Vorgänger eins und zwei geht’s um Games. Da ich am selben Tag hin- und zurückfliege, ist mein ansonsten ohnehin nicht gerade voluminöses Gepäck reduziert auf eine Tasche und gut is. Könnte ich mal einen oder zwei Tage länger bleiben, käme auch ein leerer Koffer mit, der dann voll zurückgebracht würde. Man hat ja durchaus noch den einen oder anderen Konsumwunsch, der grade preiswert zu haben sein dürfte. Aber gut, so wird’s mal wieder nix. Immerhin geht der Rückflug dieses Mal nicht von Terminal 5, sondern 1. Und Lufthansa ist auch ein echtes Upgrade, möchte gar nicht wissen, was die für den Flug gelöhnt haben (weiß es neugierig wie ich bin aber und bin… impressed). Egal, in Terminal 1 werde ich mich in Ruhe nach einigen Games umschauen, die billig mitnehmen und mich dran freuen. Das mit dem Anzug, den Schuhen und dem halben Dutzend Hemden wird dann ein andermal erledigt.


26
02 2010

Semester 1: erledigt

hausarbeit

Hausarbeit BRD Proseminar (Abgabe: 12.02.)
Klausur BRD Vorlesung (Termin: 12.02)
Klausur Öffentliches Recht (Termin: 19.02)
Hausarbeit Orientierungsveranstaltung Proseminar (Abgabe: 28.02.)

Das war’s dann also mit der letzten Hausarbeit und damit der letzten Aufgabe des ersten Semesters. Gerade das PDF in die Dropbox geladen, morgen wird’s gedruckt, Montag dann zur Uni gebracht. Davor bestenfalls noch ein paar kleine Änderungen, dann is aber wirklich gut. Draußen scheint die Sonne und ich habe hier noch zwei Kreppel rumliegen. Demnächst eine Kanne Kaffee dazu. Laune könnte grade nicht besser sein, auch wenn es sich irgendwie leer anfühlt. War’s das nun echt? Hoffentlich, denn die Ergebnisse der Klausur in “Öffentliches Recht” sind noch nicht da, auch die erste Hausarbeit ist noch nicht benotet zurück. Egal, denn selbst wenn die Note auf den ersten Blick nicht das sein sollte, was ich mir so (megalomanischerweise) vorstelle, ist es ok. Denn die ganze Sache war ein Testlauf, der vier Monate gedauert hat und nun ein Ende findet.

Die Frage war: Pack ich das? Dieses mal mit einem “richtigen” Studium und nicht der FH-Kinderkacke, die das letzte war? Also einem Studium, wo man Texte lesen muss, Texte verstehen muss, wo es darum geht, wissenschaftlich zu arbeiten und nicht die Stunden in den Vorlesungen mit chatten oder über Kommilitonen lästern rumzubringen? Dass es anders werden würde, war schon davor klar. Dass es so anders ist, hat mich überrascht. Vor allem ist es alles andere als easy going - die Ergebnisse der ersten Klausur zeigen das. Ich bin tatsächlich mit der vier zufrieden und happy, dass ich nicht durchgerasselt bin (wie fast 50 Prozent der Teilnehmer). Die Vorstellung, mit was im 1er-Bereich rauszugehen, erscheint grade völlig weltfremd, auch in Hinblick auf die zweite Klausur. Hätte ich in Dieburg mal eine vier eingefahren (abseits der ersten Klausur in Medienrecht, die ich nicht bestanden habe, ist das nie passiert), wäre ich an die Decke vor Wut.

Schön, wie ist es nun also? Gut ist es, herausfordernd und alles andere als lässig. Attraktiv genug, um dabei bleiben zu wollen, denn in den vier Monaten hat sich gezeigt, dass geistig eben doch nicht die Flaute herrscht, die ich davor vermutet hatte. Der Motor läuft wieder und er läuft fast schon so rund, wie es für Noten in den besseren Bereichen nötig wäre. Aber das wird kommen. Sache ist: Um das richtig zu machen, reicht es eben nicht, hier und da den Text zu lesen, vorzubereiten und das zu tun, was getan werden muss. Da muss auch abseits der Seminare und Vorlesungen einiges getan werden, das allerdings auf freiwilliger Basis, wenn man nicht im Mittelmaß enden will. Wie das alles mit arbeiten gehen vereinbar ist? Es ist kompliziert, stressig, rastlos. Und das ist aktuell das größte Problem. Ich wünschte, ich könnte einfach so studieren, mich tage- und nächtelang der Sache widmen, ohne dran denken zu müssen, dass der Wecker um halb acht klingelt und das Geldverdienen wartet. Da ich allerdings nicht über ausreichende Reichtümer verfüge und auch zu alt und stolz dafür bin, Mom und Dad zahlen zu lassen, wird das nichts. Darüber hinaus hat sich arbeiten gehen als willkommene Abwechslung erwiesen, wenn der Kopf mal zu voll war mit all dem. Vielleicht ist es gut so. Vielleicht gibt es auch einen Weg, all das relaxter zu gestalten, ohne das eines von beiden darunter leiden muss. Das wird nächstes Semester herauszufinden sein.

Was war noch? Semester zwei wird ohne einen geschätzten Kommilitonen beginnen, der sich entschieden hat, andere Wege zu gehen. Das ist einerseits schade und traurig, andererseits erfreulich. Hätte ich seinerzeit in Konstanz weiter Soziologie studiert, wäre alles mit Darmstadt nie geschehen und ich hätte nicht nur einige sehr gute Freunde nicht kennen gelernt, sondern auch einen Weg eingeschlagen, den ich vielleicht gar nicht einschlagen wollte. Da muss also jeder wissen, was gut für ihn ist - und ein Studium kann eben auch die Aufgabe haben, zu zeigen, dass man woanders hin will und sich, nachdem man mal einige Monate dabei war, doch in andere Richtungen entwickeln möchte. Ich für meinen Fall gedenke weiterhin dabei zu bleiben, so lange es Spaß macht und der Sinn dahinter erkennbar ist.

Nur wohin ich mit all dem mal will, weiß ich noch immer nicht. Muss ich das? Vermutlich nein. Es wird sich zeigen. Ich habe es nicht eilig, gerade sogar ganz und gar nicht. Denn die nächsten sechs Wochen ist nun erst mal Semesterferienzeit und neben einem Umzug und zahlreichen Games, die schon lange drauf warten, gezockt zu werden, wirklich nichts mehr zu tun.


25
02 2010

moved on

Zwei Tage frei und dabei nur noch die Hausarbeit zu erledigen, die letzte für dieses Semester. Der Text steht soweit und ich konnte es mir heute morgen sogar leisten, mal nach halb neun aufzustehen und immer noch Fazit samt Einleitung zu tippen. Morgen dann Politur, ausdrucken, PDF an den Dozenten schicken und dann war es das für das erste Semester. Einen längeren Text zu all dem dann demnächst. Für heute reicht eine kleine, einfache Notiz, die so viel wichtiger ist als all das andere, das gerade passiert, passiert ist und viel Zeit eingenommen hat, im Austausch dafür aber nur noch mehr Unruhe mit sich brachte:

Neue Wohnung. Martinsviertel. Allein. Ganz allein. Bezahlbar. Ab 15. März zu haben. Ab 15. März meine. Vertrag unterschrieben. Finally, endlich, NICE!

Und damit ab für heute. Da wartet demnächst das eine oder andere Bier zuviel.


18
02 2010

talk to me now I’m older

gesetze

(”12:51″, The Strokes) Das da oben sind 1128 Seiten Wirtschaftsverwaltungs- und Gewerbegesetze. Nicht mehr. Nur Wirtschaftsverwaltung und Gewerbe. Paar davon sollten bis morgen sitzen, tun das auch schon ganz gut und für die letzten Freitag geholte 4,0 sollte es auch bei der zweiten Klausur reichen. Hoffentlich. Laufe hier durch die Bude, bete Paragraphen runter und bin soweit eigentlich schon fast fit. Fast. Gab ja noch weiteres und das gab heute genug Material her für einen Blogbeitrag.

Da war diese Sache mit der Offline-Recherche. Das schlimmste, was einen Online-Journalisten wohl passieren kann, ist, wenn’s denn dann doch mal auf die ganz, ganz alte Art gemacht werden muss. Überlicherweise arbeite ich sehr schnell, zielgerichtet und effizient. Der wichtigste Faktor für mich ist Zeit, denn die ist kostbar, gerade mehr denn je, denn es ist nicht nur Uni, sondern auch noch einiges anderes zu tun (auch wenn ich manchmal wünschte, ich könnte mich in Ruhe auf das Studium konzentrieren, müsste nicht ans Geldverdienen denken und wäre papafinanziert). Damit ich möglichst zeitsparend arbeiten kann, braucht’s nun mal eine Internetverbindung. Die wird für die Dropbox benötigt, in der alle wichtigen Daten liegen, was es möglich macht, genau dort zu arbeiten, wo ich mich gerade aufhalte und die Dokumente auf allen Rechnern auf dem neuesten Stand zu haben. Dazu Google Book Downloader, mit dem man ganze Wälzer binnen weniger Sekunden als PDF auf dem Desktop hat. Und zuletzt - und am wichtigsten - die Seite der ULB Darmstadt. Und genau die hat heute gestreikt.

Warum auch immer, aber das Online-Portal war nicht nur lahm, sondern hat einfach nicht funktioniert. Suche funktioniert, Ergebnisdarstellung nicht, Einzelaufruf nicht möglich und damit fehlt die Info, wo das blöde Buch denn nun steht. Schön, wenn dann auch noch Google Books nicht weiterhilft, wird’s langsam schwarz - angesichts der Tatsache, dass die Literatur bis morgen da sein sollte, die Arbeit an der Hausarbeit soll ja auch mal losgehen. Damn it. Immerhin noch rausgefunden, dass ich in der Teilbib Politikwissenschaften nicht alles finden werde und zur Sprachwissenschaften-Bib muss. Kram zusammengepackt und erst mal eine angezündet. Immerhin schön warm heute.

In der Sprachwissenschaftler-Bib sind freundliche, russische Frauen am reden drüber, wie sie für 300 Euro nach Sibirien fliegen und der Flug nur drei Stunden dauert. Möchte nicht wissen, in welche Tupolev man sich dafür zwängen muss. Was mich mehr interessiert, ist, wo ich C X 74 finde, denn in C X 74 ist ein Buch über Internet und Politik. Danach noch B H 2, da ist ein Buch über Obama und den Wahlkampf und das Internet. C X 74 finde ich noch, das Buch nicht. B H 2 ist nebenan, oberhalb des Lesesaals. Da führt eine Treppe hoch, die jedoch keine einheitlichen Stufen hat, sondern je in der Mitte geteilt und dann mal ein wenig mehr nach rechts, mal ein wenig mehr nach links oben versetze. Oben angekommen bin ich nicht nur einmal mehr damit konfrontiert, Höhenangst zu haben, sondern muss auch noch rumkraxeln, um B H 2 zu finden. Wo natürlich auch kein Buch ist.

Die freundliche, russische Angestellte hilft mir weiter: Beide Bücher liegen im Handapparat eines Dozenten, bei dem ich zu Beginn des Semsters mal eine Veranstaltung namens “Sprache und Kommunikation im Web 2.0″ besucht habe. Hab das dann gekickt, weil ich den Schein nicht brauche, schließlich ist es eine fachübergreifende Veranstaltung und da habe ich dank dem letzten Studium schon alle Scheine gemacht. Schön, hätte mir denken können, dass diese Bücher sich natürlich in genau dem Handapparat genau des Dozenten befinden. Ich blöde Sau. Da stehen sie nun und ich kann sie nicht ausleihen. Aber kopieren. Blöd, wenn man keine Kopierkarte hat, also frage ich, ob es denn hier eine Teilbibliothek mit Kopierer gäbe, der auch Münzen nimmt. Ja, gibt es, bei den Maschinenbauern und bei den Juristen. Sauber, genau die Bibliotheken, in denen ich schon immer mal vorbeischauen wollte.

Bei den Maschbauern sieht’s in etwa so aus, wie man sich das vorstellt. Sitzen ruhig da und lernen zusammen. Natürlich alle männlich, aber keine Karohemden, immerhin. Überhaupt sehen einige davon gar nicht mal schlecht aus. Was nix dran ändert, dass Karten, auf denen über deinem Nike-Symbol “Just do ING” steht, nicht so lustig rüberkommen wollen. Deren PRler war sicher auch Maschbauer. Einen Kopierer finde ich zwar nicht, dafür eine mit unverständlichen Formeln vollgeschriebene Tafel. Alles nicht so mein Ding hier.

Durchs Gebäude gewuselt auf der Suche nach der Juristen-Bib. Die dann gefunden und rein. Eine Frau sitzt an einem Rechner, leider weder russisch, noch wirklich freundlich. Ja, einen Kopierer habe man und ja, da könne man auch mit Geld bezahlen. Na also, endlich läuft’s. Wäre da nur nicht das Bezahlproblem. Denn der Kopierer nimmt keine 2-Euro-Stücke und ich habe nur noch ein 2-Euro-Stück und zwei Zwanzig-Euro-Scheine. Also die nicht so freundliche Frau gefragt, ob man das wohl wechseln könne. Ja, könne man, ich sei schließlich nicht der einzige, der hierher zum Kopieren käme. Wie freundlich, solche Aussagen liebe ich ja total, deutscher Büromuff, ick hör dir trapsen. Der Trick wie immer: Freundlich bleiben, lächeln, übertrieben höflich bedanken. Das ärgert solche noch am Allermeisten, wenn man ihre Unfreundlichkeit nicht nur nicht teilt, sondern sie auch noch offen mit Freundlichkeit pariert.

Zwei Euro in kleinen Münzen ergeben 40 Kopien. Die brauche ich auch. Im Geldbeutel finden sich noch drei oder vier 5-Cent-Stücke, die wandern auch noch rein. Alles wichtige kopiert, hoffentlich. Nix wie zurück zur Sprachwissenschaftler-Bib und die Bücher der immer noch freundlichen, russischen Angestellten gebracht, die mir auch gerne einen Tacker gibt, mit dem ich die ganzen Seiten zusammenheften kann. Das war’s für heute, nach einigen Anstrengungen mit der Online-Datenbank hat es ja dann auch noch geklappt, für morgen einige Bücher vorzubestellen.

Draußen scheint die Sonne. Ich brauch eine Cola und dazu eine Lucky. Diese NIL-Dinger gehen halt echt nur für eine Schachtel, danach schmecken die beschissen, denke ich noch, bevor sich in den Gehirnwindungen wieder alles um § 9,21,22,24,28,29,39,41 und 42 VwVfG oder andere Paragraphen aus VWGO, EG, EU, GG, BImschG und TEGH dreht. Wird Zeit, dass der Mist über die Bühne geht.


12
02 2010

a race for rats to die

(”Slave to the wage”, Placebo) Zum Wochenende nix Großes, nur den obigen Song. Soll mal jeder in Ruhe drüber nachdenken - und es danach nicht beim bloßen Denken belassen. An die eigene Nase fassen, fragen, was man hier eigentlich tut, wie es soweit kam und ob’s nur noch ein Schritt ist, bis dann doch eher das zutrifft.

Anyway, die Klausur ist über die Bühne. Der Stress geht weiter. Vorteil: Man wird nicht krank, weil der Körper gar keine Gelegenheit dazu bekommt und auch keine Zeit fürs Kranksein da ist. Das schlägt dann voll durch, wenn das nächste Mal alles ruhig ist und nix zu tun. Zwei Wochen. Nachteil: Manchmal fragt man sich schon, wie man es eigentlich schafft, all das hinzubekommen. Vor allem, wenn dann noch eine Einladung zu einer Launch-Party nach Paris kommt und man sich nur denkt “well, es ist krank, es wird lustig, ich habe weder Zeit, noch schaffe ich dann die Klausur - allright, let’s do this!” Hat nicht geklappt und ich überlege, ob ich das als Warnschuss interpretieren soll - ein glücklicher, zufälliger Umstand, der mir da sowas sagen soll wie “Mach mal langsam, Alter”. Wenn’s so sein sollte: Hat die letzten 25 Jahre nicht funktioniert, wird die nächsten 25 nicht funktionieren. Wenn da eine Gelegenheit ist, noch etwas mehr zu machen, noch etwas mehr mitzunehmen und noch etwas mehr gesehen zu haben, dann wird das wahrgenommen. Alt werden kann ich geistig wie körperlich immer noch später. Und damit ab in ein schönes Wochenende.


08
02 2010

und der Himmel ist ganz blau, weil er Ozon enthält

(”Die Grenzen des guten Geschmacks I”, Tocotronic) Wohnungssuche in Darmstadt ist schon was Lustiges. Entweder man ist gefrustet oder hart gefrustet - oder erheitert. Denn: Eigentlich geht ja immer was, irgendwie und irgendwo. Dranbleiben, nicht entmutigen lassen, weitermachen, im Kalten warten, durch die Kälte stapfen, Bahnen verpassen und bei all dem nicht vergessen, das Lächeln zu wahren, sei es auch nur ein inneres - das wären so in etwa die Tipps, die ich jedem geben würde, der es hier versucht. Dann kommt dann sowas raus wie:

- Heute: Die Wohnung liegt gut, die Wohnung sieht gut aus, die Wohnung ist für einen alleinstehenden, jungen Menschen, der nicht ohne Ansprüche daherkommt, vollauf zufriedenstellend. Und: Sie hat einen großen Hinterhof, da passen mal locker fünf Bierbänke samt Tischen und Grill rein. Dazu bezahlbar. Wo ist der Haken (denn wisse: in Darmstadt finden sich Wohnungen ohne Haken erst ab 1000 Euro Kaltmiete)? Der Makler meint, das mit der Tür würde noch gemacht werden. Das mit der Tür? Ja, da wurde neulich eingebrochen. Sagt der Makler. Schön, sag ich, macht ja nix. Macht es das? Eigentlich nicht. Wohnung ist in näherer Betrachtung. Aber der Lacher war gut, also echt, ich hab da mal um die Ecke gewohnt.

- Letzte Woche: Bessungen, Singlewohnung. Gute Raumaufteilung, gigantische Küche und Bad. Nur: Wo ist hier eigentlich die Heizung? Im Wohnzimmer, sagt die Maklerin. Da steht ein Gasofen. What the fuck. Die Wohnung liegt an der Straße und auf der Straße fährt die Bahn. Ich frage mich, ob man das wohl arg hört und die Maklerin meint, im Winter nicht so, da hat man die Fenster ja zu. Na dann spielen wir doch mal Sommer, sage ich, mache das Fenster auf und in dem Moment wird klar, dass ich und diese Wohnung nicht so recht zusammen kommen wollen. Die Interessentin, die neben mir steht, ebenso wenig. Auf dem Weg richtung Bahn machen wir Scherze drüber, dass in Darmstadt echt jeder Mist vermietbar ist. Würde 100 wetten, dass die Wohnung mittlerweile wen gefunden hat.

- Schon lange davor: Penthouse, 200qm Balkon, 150qm Zimmer, erschwingliche 1900 Euro kalt. Jaja, man darf ja noch spinnen. Aber: Selbst die hat nen Haken: Die Stockwerke drunter wohnen nur Studis. Merke: Perfektion gibt’s hier nicht, also such erst gar nicht danach.

Und morgen die nächste. Und dann die nächste, irgendwann demnächst. Und bald wird was passen. Kein Grund zu verzagen.


03
02 2010

did it… again

Hausarbeit BRD Proseminar (Abgabe: 12.02.)
Klausur BRD Vorlesung (Termin: 12.02)
Klausur Öffentliches Recht (Termin: 19.02)
Hausarbeit Orientierungsveranstaltung Proseminar (Abgabe: 28.02.)

Das war die erste. Noch den Readertext für morgen lesen und dann direkt mal schauen, was sich so für die Klausur nächste Woche lernen lässt. Yup, das ist nun ein “richtiges” Studium, da gibt’s konstant was zu tun und man fragt sich, wie man das alles mit Arbeiten gehen und Wohnungssuche vereinbaren kann. Parallel dazu Streik in Darmstadt und auch noch eine verschleppte Erkältung an der Backe. Gut, kann man alles hinbekommen, siehe die Liste oben, denn da standen vor zwei Wochen noch vier Punkte - und in einer Woche stehen nur noch zwei da. Über alle anderen Dinge, die sich gerade ebenfalls sehr zum Erfreulichen hin entwickeln, gibt’s mehr, so bald es konkrete Infos gibt.


02
02 2010

did it

Etwa fünf bis zehn Dutzend Mal genießt heute. Die Nase läuft und läuft, mittlerweile sind die Taschentücher alle und wenn die letzte Rolle Klopapier auch noch vollgerotzt in den Mülleimer zu meiner rechten geflogen ist, wird’s wohl alles nichts mehr mit dem nicht mehr rausgehen wollen heute. Erkältung, here we go. Immerhin gibt’s noch einiges an Tee, danke an den Mitbewohner, der den im Zeichen seines Umzugs ausgegraben hat.

Viereinhalb Stunden an der Hausarbeit gearbeitet. Noch das Inhaltsverzeichnis tippen und die Seitenzahlen dafür, dazu die Einleitung. Dann war es das. Nochmal in die Bib, noch einige Bücher suchen und in die Literaturliste aufnehmen. 16 Seiten mit allem drum und dran, das passt. Das wäre sie dann, die erste Hausarbeit. War’s schlimm? Nicht mal so. Kommt drauf an, wie man sich die Zeit einteilt und ob man in der Lage ist, sich auch dann mal in den Arsch zu treten, wenn am Abend eine Feier anstünde oder ähnliche Aktivitäten. Disziplin? Mitnichten. Einfach nur ein gesundes Verhältnis von Bearbeitungszeitraum, Deadline und Verfasser. Die nächste wird lockerer. Die Abgabe steht ja schließlich auch erst zum 28.2. an, was grade wie eine kleine Ewigkeit erscheint.


30
01 2010

get on the road

karte

Das ist jetzt noch nicht mal in dem Status, wo man von einer Idee sprechen könnte. Noch ist es eher so die Spinnerei, die da in den Gehirnwindungen ihre Runden dreht, nachdem gestern abend mal wieder angesprochen wurde, was einfach von Zeit zu Zeit angesprochen werden muss: Scheiss auf das Geld. Du hast es, also sammel es nicht an. Wofür auch? Altersvorsorge? Lächerlich. Autosteuer? Ein Witz. Wohneigentum kaufen? Ja, war bei meiner Elterngeneration sehr beliebt. Luxus-Reisen mit Vollpension? Fuck you. Nein, es hilft alles nix, da kann man drehen und wenden, was man will. Irgendwann ist alles gekauft, was man eigener Meinung nach für ein selbstbestimmtes, einigermaßen stilsicher ablaufendes Leben braucht. Und dann? Dann kann man blöd genug sein und auf clevere Marketingmenschen reinfallen, die einem was erzählen von der Revolution, die durch dieses oder jenes ihrer Produkte kommen würde und diese dann für viel Geld kaufen. Besitztümer in seine Höhle schleppen, dort anhäufen und von Freunden dafür bewundert werden - gibt genügend Freundeskreise, die auf materiellem Schwanzvergleich aufbauen, meiner gehört glücklicherweise nicht dazu. Halten wir also fest: Ich habe derzeit - bis auf eine perfekte Wohnung - eigentlich alles, was ich will. Nur eins sollte man nicht wollen: reich abtreten, horten, vorsorgen, immer nur an die Zukunft denken.

5704 Meilen ist die Strecke laut Google lang und in drei Tagen und 17 Stunden zu bewältigen. Der Taschenrechner sagt, dass man dafür 64 Meilen die Stunde zurücklegen muss. Einzige Voraussetzung: 24 Stunden durchfahren. Das wird natürlich nicht drin sein. Machen wir aus diesen drei Tagen einfach mal drei Wochen und wir haben dann mal gleich 21 Tage zur Verfügung - und müssen damit am Tag gerade mal 270 Meilen zurücklegen (etwa 430 Kilometer). Ach, immer noch zu hektisch. Machen wir vier Wochen, also 330 Kilometer pro Tag. So, passt!

Flug und Reisekosten werden gar nicht mal so das Problem sein, da kommt man als Frühbucher günstig weg. Das Problem wird der Wagen. Vier Wochen Leihzeit bekommt man durchaus günstig, zumindest günstiger, als man auf den ersten Blick dachte. Aber: Diese Route fährt man nicht in irgendeinem Wagen. Das muss stilecht gemacht werden, 8-Zylinder, röhrend, laut und staubig. Und da findet sich derzeit noch nichts. Aber gut, die Suche hat noch nicht mal angefangen, es werden sich Möglichkeiten finden. Sicher ist: Es wird Sommer, es kommen die Semesterferien, es ist genug da, das nicht dem hiesigen Finanzamt in den Rachen geworfen werden wird und ich kann mir in Hinblick auf mein Leben sinnvollere Dinge vorstellen, als so viel wie möglich zu arbeiten, um so viel wie möglich zu verdienen, es zu horten und nicht zu wissen, was ich denn noch damit machen soll. Nein, so läuft das nicht, so darf das nicht laufen, zumindest nicht bei mir. Höchste Zeit, das nicht nur einzusehen, sondern auch an der Umsetzung zu feilen - und den Arsch auf die Straße zu bewegen.


29
01 2010

5 Jahre

winter01

nein nein, aus dir wird nie etwas werden
anstatt zu werden wie du würde ich lieber sterben

(”Trauriges Leben”, Prinz Pi)

Irgendwann im Januar 2005, ich weiß den genauen Tag nicht mehr, ging diese Sache mit dem Bloggen los. Fünf Jahre sind es nun. Zeit, drüber nachzudenken, was sich seither geändert hat, was in all den Jahren mitgenommen wurde und ob’s was gibt, das man weitergeben möchte. Wird nun textlastig, Infohäppchensucher steigen bitte aus und gehen weiter im Minutentakt twittern.

Wir haben seinerzeit mit einem ziemlich einfachen System angefangen, Moveable Type 2.1, wenn ich die Versionsnummer recht in Erinnerung habe. Grauenhaftes System, wirklich denkbar unkomfortabel - aber es hat gereicht. Wir waren schließlich nicht in den Anfangstagen dabei, 2005 gab es Blogs bereits und das auch schon in nennenswerter Anzahl. Aber: Ich habe von jenen gelernt, die seit das Ding gestartet haben. Und dabei gemerkt, dass es sehr wohl wichtig ist, über Blogs und bloggen zu lernen, weil es eben keine Sache ist, die man in drei Powerpointfolien abhandelt, weil die Firma mal eben beschlossen hat, dass man sowas nun auch braucht (dazu kommen wir später noch sehr ausführlich).

Die wichtigsten Lektionen kamen von Andrea und Thomas. Letzterer hat die Basics rübergebracht, die Beiträge haben heute noch Gültigkeit. Von ersterer Adresse kamen die Tipps um das Drumherum, das Wissen darüber, wie man die Sache “richtig” macht - denn auch damals liefen schon genügend Schwätzer rum, die einem erzählen wollten, sie wären die einzigen, die wüssten, worum es da ginge und wie man damit die fette Awareness abkassiert. Well, die erste Lektion sei damit schon geliefert: Awareness bedeutet einen Scheiss. Zugriffszahlen, Trackbacks, Follower, völlig scheißegal. Das haben die Jahre und all die guten Texte in Blogs gezeigt, die keinen Pagerank von vier hatten und auch keine 3.000 Nutzer am Tag. Wer glaubt, hier ginge es um Zahlen, wird es nicht weit bringen - auch das ist immer noch gültig.

Da wir bei langen Texten sind: Dass Blogs dafür sehr gut taugen, war die nächste Lektion. Das hat den Ärger mit der Journaille begründet, die sich auch fünf Jahre später immer noch attackiert sieht, statt gegenseitigen Nutzen zu suchen, zu finden und das draus zu machen, was bislang so gut wie nie geklappt hat (eine der seltenen Ausnahmen ist die FAZ, die - wenn schon kein eigenes Wissen vorhanden ist - eben die Expertise von Könnern kauft und nicht auf preiswerte Berliner Möchtegernfachkräfte zurückgreift). Texte, das war und ist es, worum es geht. Meinetwegen multimedial aufgemacht, aber wichtig ist nur eins: Was schreibt eine/r, wie schreibt er es? Hier scheitern schon mal einige (auch dazu später mehr). Schön und gut, das war alles soweit im Januar 2005 schon so. Und dann kam Web 2.0.

Eigentlich war es ja schon da. Es hatte nur nicht den Namen und nicht die Reichweite in mittlerweile so gut wie jeden Winkel gesellschaftlichen Zusammenlebens. Nachdem der Boom, der Hype oder die logische Entwicklung (kann man sich nun aussuchen, als was von den dreien man das sehen möchte) losging, hat sich einiges verändert. Ein Beispiel: Ich war bei Fraport tätig und hatte einen Text drüber geschrieben. Das gab damals Ärger mit dem Chef. Heute bloggen die selbst (auf den ersten Blick allerdings sehr bemüht). So haben sich die Dinge entwickelt, plötzlich hat jeder gemeint, er müsse dabei sein. Und damit kommen wir zum Ärger an der ganzen Sache.

winter02

Zunächst mal ist es immer begrüßenswert, wenn Technik einer breiten Masse an Menschen zugänglich ist, da keiner ein Hoheitswissen aufbauen kann und man im Idealfall ja davon profitiert, dass mehr und mehr Menschen mitmachen, der Austausch größer und qualitativ besser wird und man irgendwann dann tatsächlich die bestmögliche Qualität der Diskussion erreicht, weil alle Meinungen vertreten sind. So, blenden wir den Soziologen und den Part mit der pluralistischen Politik mal aus, denn das war alles in der Theorie ganz schön und ist in der Praxis sicher auch vereinzelt passiert, aber es wurde nicht die Norm.

Stattdessen hat man gedacht, man könne althergebrachte Denkmuster auf ein Medium übertragen, das man noch heute nicht versteht. Das denkt man dann, man könnte seine Firma oder sein Produkt besser bekannt machen, wenn man einfach mal ein Blog dazu macht. Das haben ja schließlich alle und damit erweitert man seinen Marketingarm dann. Ist ja eine neue Möglichkeit, die kann man prima für alte Absichten nutzen. Der Prakti wird schon wissen, wie man das macht. Also mal losgelegt und voll daneben geschossen. Warum? Es gab und gibt so viele Gründe. Die meisten verstehen nicht, dass selbstreferenzielles Produktgelaber sie nicht weiterbringen wird, sondern spannende Geschichten das sind, was gefragt ist und ankommt. Dass es nicht funktioniert zu sagen “Hi, die börsennotierte Firma XYZ hat nun ein Blog” und dann zu glauben, die Klicks würden von selbst kommen (der niedrige Zuspruch zu zahllosen Firmenblogs illustriert das deutlich).

Am schlimmsten wird es dann, wenn plötzlich ein kritischer Kommentar im Blog steht. Da werden dann Meetings anberaumt und man bespricht hektisch, was zu tun sei und wie man am besten antwortet, die CC-Empfänger der entsprechenden Mails werden mehr und mehr. Und zuletzt passiert gar nichts. Klingt 2005? Schön wäre es, das haben wir auch 2010 noch. Immerhin: Patzer wie Jamba seinerzeit leistet sich besser keiner mehr, da ist man vorsichtig geworden. Man hat gemerkt, was passiert, wenn diese Szene an Bloggern auf einmal gegen die eigene Firma mobilmacht, man hat gemerkt, dass man gegen die nicht ankommt. Die Liste der Firmen, die das auf die harte Tour gelernt haben, ist lange geworden - und wird hoffentlich nie aufhören zu wachsen. Ich hatte da auch meinen Spaß (leider finde ich den entsprechenden Beitrag bei Andrea gerade nicht mehr, sonst gäb’s einen Link zu einem Text, der schön zeigt, was passiert, wenn ein Möchtegern-Webkenner als solcher geoutet wird und hilflos um sich schlägt).

Fassen wir das mal zusammen: Noch heute gibt es genügend selbsternannte Apologeten, die Gehör finden mit ihrem Bullshit. Sie wollen was erzählen von wegen neue Möglichkeiten, Coolness bei der jungen Zielgruppe, mehr Traffic und lauter solchen Dingen. Schön und gut - und auch umsetzbar. Nur - und da hakt es weiterhin - weiß man nicht so recht, wie. Und macht weiterhin sein Ding, hat nicht gelernt, dass Web 2.0 etwas ist, das davon lebt, dass man nicht nur sein Blog führt und wo auch immer möglich auf sein Blog oder sein Produkt verweist und dabei bitte bloß nicht vergisst, genügend Tags einzubauen, sondern mitmacht, bei anderen Blogs unterwegs ist, bei anderen Debatten kommentiert, sich vernetzt und das eben auch ehrlich meint und nicht aufgesetzt oder künstlich. Wieso hat man das nicht kapiert? Weil es davor nicht da war. Da ging eben die Pressemitteilung raus und die haben dann schon angerufen, wenn’s Fragen gab. Hier draußen, im Web, ruft jedoch keiner an und die (kritischen) Fragen über Firmen werden nicht auf deren Webpräsenzen abgehandelt, sondern auf den Blogs von Privatpersonen (was dann auch noch so ein Albtraum ist: “Oh nein, die schreiben was über uns im Internet!”). Nächste Lektion also: Wer glaubt, hingehen zu müssen mit seinem großen Firmennamen und dabei denkt, der Erfolg würde ihm zufliegen, irrt. Wer denkt, es reicht, wo immer nur möglich auf sich hinzuweisen, sich dabei aber aus dem, was anderswo abseites des eigenen Tellerrandes abläuft, heraushält, hat völlig zurecht keine Chance. Das sind Sätze, die ich auch schon mehrfach gegenüber Blog-Interessierten aus Unternehmen geäußert habe, weiterhin äußern werde, und deren Ehrlichkeit im Normalfall mindestens Nachdenken auslöst. Nicht selten merkt einer, dass er da von seinem bisherigen Beauftragten für derartige Fragen ziemlich verscheissert wurde oder selbiger keinen Plan hat. Danke, da helfe ich doch gerne aus.

Und die Patentlösung - so es sie denn gibt - lautet weiterhin: „Versuchen sie’s einfach.“ Nicht denken, keine großen Roadmaps, keine Roundups, Meetings oder Präsentationen. Just fucking do it. Irgendwie will ich gerade nicht glauben, dass dieser Satz, den ich auf einer Veranstaltung zum Thema “Nachfolger von Web 2.0″ vor über zwei Jahren mitgetippt habe, noch immer so verdammt wahr ist.

winter03

Ich will positiv schließen, denn nicht alles ist so schwarz, wie es die letzten Absätze darstellen mögen. Da draußen ist eine Menge Müll, ja. Ich sehe ihn täglich, ich erkenne ihn auf den ersten Blick und ich werde da nichts verlinken und dadurch mit Aufmerksamkeit würdigen, da gibt’s Blogs, die besser dafür geeignet sind (und die tägliche “Rebellmarkt”-Lektüre bleibt weiterhin das erste Highlight beim morgendlichen Kaffee). Mich berührt das wenig, denn ich weiß, dass es nichts werden wird mit derartigen Blogs, seien sie nun von Unternehmen oder Privatpersonen. Das erledigt sich mit der Zeit von selbst, egal wie gut oder schlecht die Zahlen oder die Präsenz im Netz ist. Denn: Richtig “ankommen” kann es niemals, wird es niemals. Das ist diese Art von Longtail, die völlig zurecht Longtail ist und die von jedem seriösen Blogger (und ja, auch die gibt es noch) nicht ohne Grund gemieden wird. Man hat gelernt, auf solche nicht hereinzufallen.

Und die guten Blogs ebenso zu erkennen.

Davon gibt es einige - deshalb endet dieser Beitrag hier auch positiv. Ich lese täglich etwa ein Dutzend davon und ich mag das, was dort geschrieben steht. Ich warte auf die Beiträge, wenn mal einige Tage nichts kommen sollte (übrigens noch so ein Dummgelaber von Ahnungslosen: Das geht ja nur, wenn mindestens täglich was neues kommt! Auf allen Kanälen! Ein Tag nix neues und wir sind raus!) - denn Qualität ist wichtiger und braucht Zeit zum Erstellen, da ist es also nur logisch, dass nicht im Stundentakt was kommen kann (gleichzeitig gilt dann auch der Umkehrschluss: Sieht man da Posts oder Tweets in auffälliger Häufigkeit, kann man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass es sich bestenfalls um einen handeln kann, der fleissig von anderen kopiert, ein bekanntes, deutsches Blog mit “Nerd” im Namen sei hier mal das Paradebeispiel). Was ich in guten Blogs finde? Berichte über Reisen, Berichte über den Flughafenausbau, Kritik an Journalisten oder Boulevardzeitungen, Literaturkritik, Infos über neue Produkte, die mich interessieren könnten, oder einfach nur Reviews zu Games aus der Spieler- und nicht der “scheisse wir brauchen deren Werbekohle, bewertet das bloß gut!”-Perspektive. Sehr vieles.

Vor allem aber eines: Meinung. Profil. Ecken und Kanten.

Denn das ist und bleibt schon immer das zentrale Element der Sache: Subjektivität, eine eigene Meinung und die Art, wie man diese argumentativ belegt, wie man seine Figuren aufstellt, sich positioniert und - wenn nötig - verteidigt. Und wer das nicht drauf hat, sich nicht traut oder glaubt, im Namen seiner hochheiligen Firma derartiges nicht schreiben zu dürfen: Well, Darwin hat auch im 2.0 noch Gültigkeit, mit der Zeit verschwindet das von selbst. Und ich kann warten, in diesen fünf Jahren habe ich gewartet und einiges gehen sehen und recht behalten. In diesem Sinne: Auf die nächsten fünf.