Posts Tagged: gaming


27
06 2009

drop fucking dead

terminator_salvation

Es gibt Games, von denen weiß man schon im Voraus, dass sie nichts werden oder bestenfalls durchschnittliche Vertreter ihres Genres. Vor allem im Bereich Shooter kann man das sehr gut absehen, schließlich mangelt’s hier wirklich nicht an Titeln, die für einen Vergleich herangezogen werden können. Meist trifft man also, gelegentlich liegt man ein wenig daneben und manchmal ist der Titel sogar noch schlechter, als man angenommen hatte. “Terminator: Salvation” ist so ein Fall geworden.

Zunächst mal hat das ganz interessant ausgeschaut, dann kam die Preview-Version und im Ko-Op war zumindest hier und da ein wenig Spass da. Dann die Reviews: Sieht nach Totalausfall aus, Metascore von grade mal 49. Das kann dennoch für Fans interessant sein und als solcher überlegt man dann hin und her. Und weil’s im hiesigen Gamesladen Rabatt gibt, wenn man denen zwei alte 360-Titel mitbringt, wird die lange nötige Ausmistung des Spiele-Regals mal angegangen. Zum Opfer fallen “Der Pate 2″ und “Perfect Dark Zero” - beide bis heute nicht richtig an- oder durchgespielt. Macht 30 Euro für “Salvation”. Sollte alles so daneben gehen, wie es nun passiert ist, bekommt man das locker für 25 wieder los und macht damit quasi keinen Verlust.

Nach den ersten Minuten mit “Salvation” ist eigentlich alles in Ordnung: Die Steuerung haben “GoW”-Veteranen mehr oder weniger in Sekundenbruchteilen verinnerlicht. Auch sonst erinnert einiges an das Epic-Meisterwerk. Der arg gescriptete Ablauf schaut so aus: Rumlaufen, zu einem Gebiet kommen, in dem verschiedene Deckungsmöglichkeiten vorhanden sind und damit schon wissen, dass es nun zum Kampf kommt. Danach weiterlaufen, Level fertig, 80GS bekommen. Was? Korrekt, insgesamt gibt’s genau 11 Achievements, die 1000 Punkte bringen. Sehr schön, da freut sich das Punktekonto, “Avatar” und “King Kong” lassen grüssen.

Die Fights selbst sind kaum der Erwähnung wert: Dumme Gegner die herumstehen und die Spielfigur unter Dauerfeuer nehmen, that’s it. Meist gibt’s Hitpoints, die getroffen werden müssen, dann liegen die auch ganz schnell am Boden. Variation ist ebenfalls nicht vorhanden, die Anzahl verschiedener Gegner beläuft sich auf nicht mal zehn. Einzig die ersten Begegnungen mit den T-600 sorgen für ein wenig Gänsehaut, aber wenn man da lange genug reinballert, fallen auch die einfach um. Sehr schön, da hat jemand viel Ahnung vom Terminator-Universum.

Auch hinsichtlich der mehr als dünnen Story. Die so aussieht: John Connor (vom Spieler übernommen) läuft mit seinem Team rum, bekommt einen Notruf aus einer Skynet-Zentrale und entschließt sich gegen den Widerstand der Kollegen, die Leute dort rauszuholen. Das ist alles, Spiel vorbei. Keine Twists, Entscheidungsmöglichkeiten, stattdessen sture Linearität.

Selbst das ginge noch in Ordnung (ist schließlich von “Bioshock” bis “CoD 4″ ähnlich), aber das Spiel fühlt sich einfach nicht gut an. Das Zielsystem wirkt lahm, das interessant angedachte Deckungssystem entpuppt sich als völlig unnötig, da bloße Gewalt auch reicht. Die Settings dagegen haben hier und da ihre guten Momente, wo man auch mal stehenbleibt, sich die Gegend ein wenig anschaut - und dann feststellt, dass es einfach nichts mit dem postapokalyptischen Los Angeles gemein hat, dass man aus den Filmen und der TV-Serie kennt.

Fazit: Das alles summiert sich langsam aber sicher zu nem Berg Scheisse. Was dem Game jedoch das Genick bricht, ist die Spielzeit: Vier Stunden und der Abspann flimmert über den Schirm? Fuck you! “Gears of War” (das hier einfach permanent als Vergleich herhalten muss, schließlich haben sich die Entwickler schon arg davon inspirieren lassen, um nicht von dreist kopiert zu sprechen) war auch in einer Nacht zu packen, ja. Aber: Es war abwechslungsreich, treibend, intensiv und von der ersten bis zur letzten Sekunde ein Game für Nextgen-Konsolen wie die 360. Da hatte sich jemand Mühe gemacht, etwas größeres und besseres zu schaffen als die Konkurrenz. Hier jedoch tendiert der Wiederspielt nicht nur gegen Null, er legt dank fehlendem Multiplayer und anderen Spiel-Varianten ne Punktlandung auf der Müllhalde hin. “Salvation” musste ganz offensichtlich zum Filmstart fertig werden, weil die Kasse klingeln sollte. Tut sie auch, nächste Woche, wenn ich den Crap wieder zurückbringe. Immerhin steht man dem Scheissfilm in keinster Weise nach: “Terminator: Salvation” ist mit großem Abstand das schlechteste Game, das bislang im Laufwerk meiner 360 gelegen hat.

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30
05 2009

38 to the 40 cal, A to the K

cod41

(”American Guns”, Transplants) Gut: Im Pseudobilligmarkt haben sie es endlich für einen bezahlbaren Preis: 37 Euro. Hat mich lange genug angekotzt, dass der Titel - obschon Ende 2007 erschienen - weiterin für 70 vertickt wird. Schön, es ist ein Top-Seller und zudem das beste Game der Serie, aber mittlerweile ist dann halt auch ein Nachfolger erschienen. Und eine “Game of the Year”-Edition. Aber man wartet ja gerne und geduldig. Und freut sich dann um so mehr, wenn’s dann endlich im heimischen Regal steht.

Besser: Es ist gut. Verdammt gut sogar. Atmosphärisch absolut dicht, mit einem guten Einstieg und einer fairen Benutzerführung. Da hat sich jemand sehr viel Mühe damit gegeben, dem Spieler erst mal alles zu erklären, bevor’s in die Schlacht geht. Die wiederum verläuft knackig, selbst auf mittlerem Schwierigkeit realisiere ich recht fix, dass schon länger kein FPS mehr das Laufwerk der 360 belegt hat. Also üben üben üben. Dafür gibt’s eine gut und vor allem glaubwürdig erzählte Story, nicht immer nur dieses “OMG, aliens plot to conquer the earth!!1″

Schlecht: Erst mal kein “Mega Man 9″. Damn. Muss mir da was überlegen, so kann das ja nicht gehen.

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25
05 2009

you must die, I alone am best

megaman9


(”I hope you die”, Bloodhound Gang)
Man muss das diszipliniert angehen. Ist schließlich eine Sportart. Allerdings keine, wo man nur einem Ball nachrennt oder ähnliche Trotteltätigkeiten ausübt, sondern neben Reaktionsgeschwindigkeit und Kreativität bisweilen auch noch ordentlich denken muss. Und ein ums andere Mal herb gefrustet wird. Da ist kein Team, das danach herkommt und sagt “Alter, ist doch nicht so schlimm.” Da muss man alleine durch. Gibt dann mehrere Möglichkeiten: Gamepad gegen die Wand schmeißen, Konsole gegen die Wand schmeißen, Gott verfluchen, das Game zum Teufel wünschen, die Liste ist lang. Nichts hilft. Außer, das Pad nochmal in die Hand nehmen und es nochmal zu versuchen. Nochmal und nochmal und nochmal. Das ist Scheitern, genau so schaut das aus. Grandioser Untergang.

Und mittendrin auf einmal eine neue Idee, die Sache anzugehen. Funktioniert. Damn it, Glücksgefühlüberschuss. Nächster Screen, neue Herausforderung. Sekunden später tot. Scheisse nochmal. Wie viele Leben noch? Zwei? Eins? Scheisse nochmal, “Das Spiel ist aus!”-Screens im Fünfminutentakt.

Ab sofort Trainingszeiten. Täglich. 45 Minuten oder so. Fit bleiben. Aufgeben ist nicht. Das muss nun als Krieg gesehen werden, ein Kampf gegen das Spiel, gegen dessen Leveldesigner, gegen die KI-Gegner, die Schwerkraft und zig andere Dinge. Vor allem gegen den inneren Schweinehund, der da immer wieder auf’s neue sticht und nagt, nach jeder Niederlage ein wenig mehr seine Freudentänze vollführt und sich am ansteigenden Aggressionslevel freut und freut. Vielleicht besiegt man das Spiel, wenn man den inneren Schweinehund besiegt hat. Gut, ist der halt als erster dran. Danach “Tornado Man”. Alles zu seiner Zeit.

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16
05 2009

played to win

megaman_9

Falsch gelegen und doch recht behalten: Genügend Übung, Reaktionsschnelle und eine nicht zu unterschätzende Portion Glück und auf dem Bildschirm tauchen derartige Screens auf. Das war das erste Level. Bleiben sieben. Und eine Boss-Stage. Schaffbar? Wird man sehen. Auf jeden Fall wird’s versucht. Drum geht’s schließlich.

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10
05 2009

Hundefleisch

fallout_3

Das war es dann also mit “Fallout 3″. Über sechs Monate hinweg hat’s immer wieder begeistert und für Motivation gesorgt. Nun ist auch der Abspann von “Broken Steel” übern Schrim geflimmert und damit das dritte Add-On erledigt. Ging schneller als gedacht, war aber - trotz neuem Max-Level von 30 und deutlich besser ausgestatteren Gegnern - nicht wirklich schwierig. Kein Großartiges Fazit also, schließlich bleibt es das gleiche, schöne Spiel, das es schon im November des letzten Jahres war. Das Szenario vermag immer noch zu begeistern und letztlich hat es sich als ganz ordentliches Spiel bewährt und eben nicht der befürchtete Ausverkauf vor den beiden grandiosen Vorgängern. Schön zum Schluss: Auf einem Streifzug durchs Ödland einen Schrottplatz entdeckt und dort dann doch noch Dogmeat gefunden. Hatte mich schon gefragt, wo der eigentlich steckt.

Was mich persönlich überrascht hat: Ich bin wohl erstaunlich zugänglich für Bezahl-Downloads geworden. Seit die Kreditkartendaten bei Xbox Live hinterlegt sind, ist das auch wirklich kein Ding. Einman auf “Kaufen” gedrückt, Punkte geladen, wenige Minuten später am zocken. Praktisch vor allem, wenn man mal was für Zwischendurch will - und ja, auch die viel geliebte Hardcoregamer-Gemeinde ist empfänglich für Gelegenheits-Spielchen (eine sehr schöne Debatte darüber findet sich hier). Letztlich wohl vor allem für den Publisher und Entwickler selbst eine ganz bequeme (und lukrative) Zusatzeinnahme: Die Add-Ons sind ohnehin eingeplant und liegen vermutlich zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Hauptspiels mindestens gedanklich (wenn nicht schon auf pre-Alpha) in irgendeiner Schublade. Raushauen über Xbox Live kostet außer heruntergeladenen Megabytes nix, der ganze logistische Aufwand vom Presswerk bis zum Einzelhändler fällt flach. Und ich kann zu Hause bleiben und mir das Zeug über die Internetverbindung holen. Keine Frage, eindeutig das künftige Distributionsmodell (wobei ich bezweifle, dass die künftige Hardware-Generation deshalb ohne optische Laufwerke auskommen muss, gibt ja auch noch DVDs).

Doch war’s die Kohle wert? Im Falle von “Operation: Anchorage” definitiv nicht. “The Pitt” hat’s größtenteils ausgebügelt, kam aber verbuggt raus - was man nicht nur auf die beinahe schon legendäre Schlamperei von Bethesda schieben kann, sondern eben auch darauf, dass man mit Downloads schnelle Kohle wittert und Qualität dabei oft zweitrangig ist. “Broken Steel” war zwar linear ohne Ende, aber dennoch spassig. Insgesamt also 30 Euro rausgehauen für die Erweiterungen. Hätte ich das Hauptspiel gekauft und nicht meine Presse-Kopie verwendet, wäre das eine Gesamtsumme von 100 Euro gewesen. Sportlich, in der Tat. In dem Fall hat das Spielerlebnis den Betrag jedoch gerechtfertigt, subjektiv betrachtet.

Bleibt das Warten auf “New Vegas”, wenn das denn 2010 schon drin sein soll. Über die Inhalte mag wenig bekannt sein, ist aber auch nicht nötig, “Fallout” wird immer in der gleichen Welt mit der immer gleichen Ausgangsbedingung spielen: Krieg. Oder, um es mit Teil 1, 2 und 3 zu sagen: And war, war never changes.

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6
05 2009

and the world might end tonight

(”New Dark Ages”, Bad Religion) Recht behalten. Ha! Fucking nochmal Recht behalten! Und ein Level in “Mega Man 9″ durch. Naja, fast. Scheissegal. Auf jeden Fall einen Bossgegner gesehen und beinahe geplättet. Und es geht eben doch, damn it. Solange man ein demütigend schweres Game als Antrieb sieht, ist es eben doch nicht unschaffbar. Genügend Willensstärke, eine gehörige Portion Glück und Schnelligkeit an den Buttons vorausgesetzt. Dafür gibt’s dann eine Glückshormon-Ausschüttung als Belohnung, die ganz locker den grauesten Abendhimmel über Darmstadt in einen 30 Grad heißen Sommertag verwandelt und einen noch so belanglosen Tag einen Erfolg verwandelt, den man nicht beschreiben oder verstehen kann. Wenn man das nicht selbst spielt. Und hey: Es gibt Zeuginnen, das Vorhandensein abartiger Skillz sei damit belegt.

Update: Tja, zocken ist erst mal nicht mehr. Ganz großes FUCK.

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30
04 2009

play to win

megaman9

Mega Man 9 hat acht Level. Plus die Endgegner-Stage, die man erst mal freispielen muss. Aller Wahrscheinlichkeit werde ich nie ein einziges davon packen. Die 200 Achievement-Punkte sind mehr oder weniger unerreichbar. Für mich. Und das liegt nicht daran, dass ich es nicht versuchen würde. Denn genau darum geht es und das macht Games auf einer ganz anderen Ebene interessant.

Durchhalten. Dieses Spiel demütigt im Minutentakt auf’s Neue. Dennoch gibt es immer einen Neustart (Lektion 1). Was tut man, wenn man nicht weiterkommt? Die Taktik ändern (Lektion 2). Was tut man, wenn die geänderte Taktik immer noch nichts bringt? Strategien austüfteln, am Timing arbeiten. Denn: Irgendwann klappt’s. Bis dahin strapaziert es die Nerven, was es allerdings für mich nicht zu einem Hassobjekt macht, sondern vielmehr den Antrieb, das Teil zu packen, noch mehr steigert (Lektion 3).

Übertragen wir 1, 2 und 3 mal fix auf das Leben abseits des Bildschirms, also diese Reallife-Geschichte, zu deren Wohl laut allgemein kursierenden Vorurteilen Gaming nichts beisteuern kann. Fangen wir mit 1 an: Zu wissen, dass es immer einen Neustart gibt, ist gar nicht mal so unwichtig. Bewahrt einem davor, ein Scheitern als final anzusehen. Job verloren? Neustarten. Beziehung weg? Neustarten. Es geht weiter und kein Leid ist für immer. Wichtig, das zu verstehen. Schön, dass man das spielerisch (mit)erlernen kann, nicht?

Nächster Punkt: Gibt’s ein Problem und die Lösung ist nicht zu finden, tendiert man hier und da ganz gern zum Aufgeben (oder weiterdelegieren von Arbeiten, gibt ja auch Praktis). Wie soll’s auch anders sein, wenn man beispielsweise in 13 Schuljahren nur beigebracht bekommt, dass es auf ein Problem nur eine Lösung gibt, eine Formel oder eine richtige Antwort? Die Idee, den Weg, der zur Lösung führt, ein wenig anders zu gestalten, bekommt man in dann an der Uni vermittelt, wenn man sich fragt, wie man trotz drei Euro in der Tasche einen Abend lang trinken gehen kann. Oder in Games. Erneut auf die spielerische Variante, also ist beim Lernen auch noch Spass. Kann das jemand über einen Mathe-Grundkurs sagen?

Zuletzt bleibt die Erkenntnis, dass Scheitern ein Antrieb sein kann. Macht man es halt besser, so what? Warum den leichten Weg wählen und alles abschreiben? Der steinige ist doch so viel besser, wenn’s dafür Achievements und Anerkennung von anderen gibt, die das Game nicht gepackt haben. Zuletzt kann man sich auf die Schulter klopfen und hat - völlig zurecht - das gute Gefühl, eine echte Leistung vollbracht zu haben.

All diese Punkte sehen Menschen, die sich niemals ernsthaft mit Spielen oder der Kultur des Spielens beschäftigt haben (und stattdessen lieber “WoW” verbieten wollen), natürlich nicht. Dass Spiele sehr wohl sehr vieles vermitteln können und dabei auch noch als Zeitvertreib und Spaß gleichzeitig dienen, erscheint wohl ein wenig Überraschungsei-Like. Wie gut, dass es nicht nur fundierte Gegenargumente gibt, sondern die auch gleich noch auf die Frage bezogen, wie Spieler den Arbeitsmarkt verändern werden (und das haben sie bereits): “Think video games are kids’ stuff? Think again. According to authors John C. Beck and Mitchell Wade all those hours immersed in game culture have created masses of employees with unique attributes. This new generation that’s ninety-million strong has an amazing ability to multitask, solves problems creatively, and brings unexpected leadership to the table. But to tap these skills, we need to understand and appreciate the different ways gamers think and behave. “The Kids Are Alright” dispels common myths about gamers and reveals them as committed, team-oriented people who play to win.” (Unnötig zu erwähnen, dass sich das Buch ausgelesen im Regal befindet. Und demnächst weiterverliehen wird, derartiges gilt es schließlich zu verbreiten.)

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2
03 2009

quis custodiet ipsos custodes?

My books are still the same books as they were before they were made into films. The books haven’t changed. I’m reminded of the remark by, I think it was Raymond Chandler, where he was asked about what he felt about having his books “ruined” by Hollywood. And he led the questioner into his study and showed him all the books there on the bookshelf, and said, Look—there they all are. They’re all fine. They’re fine. They’re not ruined. They’re still there. And I think that’s pretty much the attitude I take. If the books are as good as I think they are, then they are the things that will endure. And if the films are as bad as I think they are, then they are the things that will not endure. So, I suppose we’ll see at the end of the day, whenever that is.

Ein wenig Zeit und einigermaßen gute Englischkenntnisse vorausgesetzt, findet sich unter obigem Link ein recht gelungenes Interview mit Alan Moore. Gelungen schon deshalb, weil man seine Antworten offensichtlich nicht gekützt, sondern in aller Ausführlichkeit belassen hat - und ja, der Mann antwortet bisweilen ausufernd (was erwartet man von jemandem, der ein 600-seitiges Monstrum über einen Serienmörder zu verfassen in der Lage ist?).

Die kommende Woche gibt’s hier voraussichtlich nur zwei Themen: Den Film und das Spiel. Mittwochabend ist letzteres auf Xbox Live Arcade, gleichzeitig startet auch die Preview von “Watchmen” um 19:45 Uhr. In deutscher Synchro, eine englische Originalfassung scheint zumindest diese Woche nicht anzulaufen. Nicht in Darmstadt. Schön. Bin mal gespannt, wie das übersetzt wurde und was man aus den Stimmen gemacht hat (zumindest Rorschach klingt schon mal deutlich unbedrohlicher). Schließlich kenne ich die Novel nicht in deutscher Sprache, ist also quasi eine Premiere in doppelter Hinsicht. Außerdem dürfte eine misslungene Synchro das kleinste Problem des Films sein - sollte selbiger so daneben gehen wie andere Moore-Verfilmungen. Aber wir wollen mal neutral sein und weder auf die bislang sehr posiviten Kritiken hören, noch auf den inneren Zyniker, der da sagt, dass Zack Snyder und gute Filme in etwa so passen wie eine Uzi und die Artus-Sage. Ok, ein wenig Boshaftigkeit schon, wenn man sich so seine Frühwerke anschaut (schöner Song btw). Aber sonst erst mal Füße stillhalten. Wird schon schiefgehen.

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26
02 2009

the finest in Trash

fiddy

Zu den großen Herausforderungen in der Spielebranche gehört es, bisweilen den Überblick nicht zu verlieren. Hier und da gibt es schon Dürreperioden von mehreren Wochen, bis mal wieder etwas erscheint, das man glaubt, zocken zu müssen, meist ist aber immer was los (wir fangen besser gar nicht vom Weihnachtsgeschäft an). Und das schon, wenn man nur auf einem System spielt. Ich frage mich, wie das Leute managen, die nicht nur eine 360 zu hause haben, sondern noch eine Wii, PS3 und einen PC. Aber gut, hier steht nur das Microsoft-Gerät rum und das reicht grade schon. Als Überbrücker für “Operation: Anchorage” ein wenig “Burnout: Paradise” gespielt, dann “Operation: Anchorage” an zwei kurzen Abenden durch und auf “The Lost and Damned” gewartet, zwischenzeitlich “Shellshock 2″ aus der Redaktion mitgenommen und zwar massig Achievements gefunden, aber kein gutes Game. Also warten auf “Watchmen”, das kommt ja schon nächste Woche. Ach ja, zwischenzeitlich “The Lost and Damned” durch und mal die Demo von “Resident Evil 5″ gezogen, weil das ja am 13. März kommt. Bleibt die Demo von “Mega Man 9″, weil Skillgaming immer noch was für große Jungs ist. War’s das nun endlich?

Nicht ganz, denn mittendrin während einiger entspannter Runden durch Paradise City knallt “50 Cent: Blood on the Sand” rein. Und schmeißt erst mal alles übern Haufen.

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22
02 2009

tugsh1t

50k und mehr Gamerscore? Kein Problem damit, “Gears of War” auf insane in einer Nacht durchzuzocken? 500k bei “Guitar Hero” geholt? “Mirror’s Edge” ohne Waffen durch und die Timetrials einhändig erledigt? W0rscht, aber total, völlig nichtssagend und sowas. Stattdessen real hardness mit “Mega Man 9“. Selten so ein unfair schweres und gleichzeitig süchtig machendes Game gesehen und nun der festen Überzeugung, dass ich das packen muss. Dann bekommt nur noch Respect, wer das packt - inklusive der 200 Punkte, denn die sind Capcom-like alles andere als geschenkt. Und damit ab vor die Kiste.

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