Posts Tagged: gta 4


30
08 2009

Arkham Asylum (pt. I)

arkham_asylum

“Arkham Asylum” gehört neben “The Killing Joke” und “The Dark Knight Returns” zu den für den Werdegang der Figur “Batman” wegweistendsten Comics. Das allerdings nicht auf narrativ derart komplexem Level, das Moore in “The Killing Joke” geschaffen hat und auch nicht in Italowestern-liker Rückkehr-und-abrechnen-Fantasie, wie sie sich in Millers “The Dark Knight Returns” findet. Stattdessen sind es die Bilder, die “Arkham Asylum” so einzigartig machen. Das, was Dave McKean in den doch recht schmalen Band hineingepresst hat, ist selbst nach mehrmaligem Lesen, genauem Hinschauen und neu-interpretieren nicht hundertprozentig verstanden - und der Comic vermutlich genau deshalb so wertvoll. Kurz: Ein Game, dass sich genau so nennt, tritt erst mal in ganz schön große Fußstapfen.

Ein kurzes Zwischenfazit, nachdem 37% von “Batman: Arkham Asylum” durchgespielt sind (den einen oder anderen Spoiler inklusive).

Atmosphäre ist mehr als genug vorhanden. Das Setting ist ebenso düster und bedrohlich wie in den Filmen von Nolan (mit ebenso genialem Joker), hier haben sich die Entwickler auch ganz offensichtlich bedient. Wie das aussieht? Die Kulisse (Arkham ist hier nicht wie in der Vorlage eine Villa, sondern gleich eine ganze Insel) ist in dunklen Farben gezeichnet, die Sounds spärlich, das Bedrohliche allgegenwärtig. Die Angst, die Batman sonst seinen Gegnern einjagt, wirkt hier vorrangig auf den Spieler. Die Schauer, die einem über den Rücken laufen, als man zum ersten Mal die Oberfläche der Insel betritt und Arkham in seiner Gesamtheit sieht, suchen erst mal Ihresgleichen. Überhaupt ist mit sehr viel Liebe zum Detail zu Werk gegangen worden, auch wenn die eine oder andere Anleihe an “Bioshock” nicht von der Hand gewiesen werden kann.

Apropos Inspiration: Die Alptraumsequenzen, in denen Batman gegen Scarecrow antritt, erinnern lose an “Max Payne”, nur deutlich umfangreicher. Auch das Untersuchen der Tatorte kennt man in ähnlicher Form aus “Condemned”. Bleibt die Stealth-Action und das lautlose Ausschalten größerer Gegnergruppen, die man ebenfalls schonmal in ähnlicher Form gesehen hat - “MGS” lässt grüßen. Selbst das Schlösserknacken-Minigame könnte “Bioshock” entsprungen sein. Kurz: Man merkt an einigen Stellen, dass eher Bekanntes in einen großen Topf geworden und neu gemischt wurde, statt etwas wirklich Neues zu schaffen.

Macht das aus “Arkham Asylum” ein schlechtes Spiel? Mitnichten. Denn es gibt viel zu tun. Und das ab einer Spielzeit von etwa zwei Stunden auch in einem Open-World-ähnlichem Szenario, das dann frei erforscht werden darf. Da wären die Rätsel, die der Riddler überall verstreut hat und die zu knacken mit der Zeit alles andere als leicht wird. Aber dafür gibt’s (wie für’s Ausschalten von Gegnern oder erreichen gewisser Spielziele) Punkte und die kann man investieren, um die Figur upzugraden. Überhaupt: Hier gibt’s ziemlich viel zu tun, die Gadget-Abteilung im Hause Batman ist prächtig ausgestattet. An Umfang fehlt es dem Spiel also definitiv nicht. Und sollte neben der Hauptstory mal Langeweile herrschen, gibt’s immer noch die freispielbaren “Herausforderungen”. Das sorgt alles schon für Langzeitmotivation - zumindest hat es das die ersten Tage über.

Was aber wirklich fasziniert, ist dieses Gefühl, Batman zu sein. All die Gadgets, all die Möglichkeiten und ein sehr fein abgestimmtes Kampfsystem sorgen dafür, dass man sich irgendwann wirklich wie der dunkle Ritter vorkommt. Und es übrigens auch gar nicht eilig hat. Die Rätsel können in aller Ruhe gelöst werden, Batman muss nicht immer durch die Gegend rasen wie ein Nico Bellic, sondern kann auch im langsamen Schrittempo von Ort zu Ort und gemächlich voranschreiten. Das macht an einigen Stellen sogar Sinn, etwa wenn man in einem Raum mit sechs Schwerbewaffneten ist, gegen die Batman im Nahkampf selbstverständlich keine Chance hat. Da heißt es dann: ruhig bleiben. Und diese Ruhe strahlt das Game dann auch sehr schön aus.

Bleibt der Verlauf der Story. In Sachen Entwicklung hat man wirklich gute Arbeit geleistet. Die Gegner werden mit der Zeit schwerer, hier und da wird eine Art End-of-Level-Boss-Sequenz eingestreut mit mächtigen Gegnern (bislang Scarecrow, Bane, Harley Quinn und demnächst wohl Poison Ivy). Die sind durchaus knackig, aber selbst nach einem Scheitern ist genug Motivation übrig, um es noch vier bis fünf Mal zu versuchen und dann eben doch zu packen. Außerdem erweitern sich die Möglichkeiten Batmans stetig, so dass dann mit der Zeit auch klar wird, warum man den einen oder anderen Part der Karte doch nochmal aufsuchen sollte, schließlich gibt’s da nun ja neue Stellen zu erreichen.

Für ein Kurzfazit mal wieder viel zu viel Text. Auf zu den letzten 63% - wenn die so spannend bleiben wie bislang, wird’s gar nicht so einfach, Kritikpunkte (außerhalb des teilweise schon arg auffälligen Abschauens, das die Entwickler bei anderen Titeln gemacht haben) zu finden. Schon jetzt ist jedenfalls sicher, dass man mit “Batman: Arkham Asylum” keinen Fehlkauf macht oder gemacht hat.

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19
08 2009

Gamescom, Tag 1

Siebeneinhalb Stunden erholsamer Schlaf. Eine lauwarme Dusche. Zähneputzen, neues Shirt suchen, Frühstück. Die typische Hotel-Mische a la B. schaut so aus: Bacon mit Rührei, dazu zwei Mini-Croissants. O-Saft und Kaffee. Runde zwei besteht dann aus Müsli. Das reicht für einige Stunden. Kaffee nachladen is nicht, denn das Zeug schmeckt barbarisch. Außerdem schon zehn vor acht und wir müssen recht zügig los, Messestress beginnt eben schon im Hotel, alles wie immer.

Da die hiesige Verkehrslage ein wenig chaotisch ist, greifen wir auf den öffentlichen Nahverkehr zurück. Der braucht etwas mehr als 30 Minuten von Junkersdorf (westliches Ende von Köln) bis zur Messe (östliche Seite vom Rhein). Die Temperaturen sind schon unerträglich bevor wir in die Messehallen laufen. Das wird ein langer Tag. Und die Messe sieht schon vom Bahnhof Deutz aus riesig aus.

Dank Aussteller-Ticket müssen wir nicht warten, bis die um 9 Uhr ihre Tore für die ganzen Pressemenschen öffnen. Schon nach wenigen hundert Metern steht fest, dass die Füße leiden werden: Lange Gänge, mal Treppauf, Rolltreppab, von der Architektur her definitiv chaotischer als Leipzig. Hach, war das simpel da: Mittelgang, zu beiden Seiten drei Hallen und sonst nix. Aber hier: Kreuz und quer und oben und unten. Erst mal zurechtfinden, die Stände der verschiedenen Publisher beglotzen und gegen halb 10 richtung Microsoft-PK schlendern. Trotz grade mal einem Kilogramm Gewicht merkt man so ein Netbook in der Tasche schon. Zumindest, wenn man es über längere Wegstrecken herumträgt. Das wird ein langer Tag für den Rücken.

Erwartungsgemäß ist bei MS einiges los. Also Eintrittskarte holen, herumstehen, warten, schwitzen. Von eiskalter Cola träumen die am Beckenrand eines pervers großen Pools steht, Blick aufs Meer, Bikinischönheiten die Fragen, ob’s noch ein bisschen weniger sein darf und mehr Geld als in eine Firmenflotte Q7 passt. Nun gut, man kann nicht alles haben und Peter Molyneux auf der Bühne entschädigt für einiges. Spätestens mit der Ankündigung von “Fable III”. Der Mann redet so empathisch von diesem Projekt, so voller Liebe und echtem Interesse, dass es schon beinahe befremdlich wirkt, hält man sich mal vor Augen, wie vielen arschleckenden PR-Journalisten man hier übern Weg läuft. Die Bande ist natürlich auch in großer Zahl vertreten. MacBook (bei genauem Hinsehen auf den Screen erblickt man in steter Regelmäßigkeit jedoch nicht OS X, sondern Windows XP), Blackberry (8900 oder Bold) oder iPhone, die volle Packung. Die sind nicht der Spiele wegen hier, sondern des Business wegen. Keine Leidenschaft mehr. Vermutlich wissen sie nicht mal, dass Call of Duty: Modern Warfare 2 ein Shooter ist. Aber darin unterscheiden sie sich von vielen Journalisten ja nicht mal. Das ist dann die Fraktion, die beim Visitenkartenaustausch auch gleich mal die Wertung bespricht, wofür’s dann auch noch einen Goodie-Bag gibt. Hach, eine herrliche Branche, immer noch. Zumindest wenn man der Sportart “Arschleckerbeobachten in freier Wildbahn” etwas abgewinnen kann.

Ich derweil schlendere nach der Microsoft-PK in Richtung Westeingang. Dort hat Sony einen Kran aufgebaut, und am Ende des Seils, das der Kran am Ausleger baumeln hat, hängt eine Plattform. Mit Stühlen und PSP go-Geräten, auf denen die Handheld-Umsetzung von Gran Turismo gespielt werden kann. In 50 Metern Höhe, denn dort hinauf zieht der Kran die Plattform. Mir gegenüber sitzt ein Privatfernseh-Mensch samt Kamerateam und spricht etwas wie “Spielen kann man in jeder Situation, egal wo”, was in Verbindung mit der Tatsache, dass er gerade weit oberhalb der Messe eine PSP go hält, wohl lustig sein soll. Lach. Well, ich schaue einfach nicht nach unten und vergesse für einige Minuten, dass Höhenangst schon immer ein Begleiter ist. Geht also. 20 Minuten später bewegt sich die Plattform wieder gen Erdboden und ich bin gottfroh drum, trotz Gran Turismo. Das sich übrigens ganz ordentlich spielt, außerdem mag ich, wie die PSP go in der Hand liegt. Kaufen werde ich dennoch keine, einfach nicht mein System.

Pause bis 14 Uhr. Erfolgloser Versuch, ein Mittagessen aufzutreiben. Erfolglos weil: Die Fressstände machen erst morgen auf. Richtig, nicht heute am Fachbesuchertag. Die Fachbesucher dürfen also im Business-Biergarten (ja, der heißt wirklich so) eine halbe Stunde für ne Worscht anstehen - Mittagshitze inklusive - oder sich für 3,90 Euro ein Sandwhich holen und dafür nur zehn Minuten im halbwegs Kühlen anstehen. Ich nehme zwei davon, mit Roastbeef, Rotkraut und Dijon-Senf. Schmeckt zwar ganz lecker, fühlt sich auf der Zunge aber seltsam gummiartig an. Dazu Wasser. Alles schon mal besser gewesen, damals, im Osten..

14 Uhr, Rockstar. Da ich ein stattliches NDA unterschrieben hab, gibt’s hier nix über Red Dead Redemption, GTA 4: Ballad of Gay Tony, Chinatown Wars für PSP und Beaterator zu lesen. Bald dann.

Namco-Bandai um 16 Uhr wird gepflegt gesteckt. Hatten neulich erst eine Preview zu “Tekken 6″, gut is für’s erste. Stattdessen Heimweg. Ach ja, vergessen: Zwischen all den Treffen wurden noch eifrigt Mails an die Kollegen in der Redaktion verfasst, Fotos hochgeladen und dies und jenes erledigt. Was man halt mal einfach so zwischendrin reindrückt, weils reingedrückt werden muss, ist ja sonst keine Zeit für nix und jeder nur am Hetzen. Alt werden ist was anderes.

Rückweg in einer gefühlt 100 Grad heißen Straßenbahn. Köln sieht zwar durchs Fenster aus wie eine Großstadt, ist aber dennoch so hässlich, dass selbst Darmstadt sich nicht davor zu verstecken braucht. Well, zwei Stationen vor dem Hotel noch ein Stop bei McDonalds. Essen, leckeres Fastfood-Fraß-Zeug. Passt ganz prima, nun fehlen nur noch zwei Cola-Gläser und ich hab alle sechs. Immerhin was geschafft heute. Und zwei Tüten mit Rockstar-Take-2-Goodies heimgeschleppt. Eine bekommt der Prakti, die andere wird aufgeteilt. Ich hab Schlaf-Shirts genug, da kommt’s auf eins mehr oder weniger nicht an. Und Wertungen für Games verkaufe ich eigentlich auch nicht so günstig, hüstel.

Etwa 17:15 Uhr im Hotel. Eiskalte Dusche. Abend planen. Telefonieren. Ein Bier in der Lobby und währenddessen diesen Beitrag schreiben. Was vergessen? Hm, erst mal nicht. Trotz allen Meckereien hier ist es ganz prima. Nur zu heiß, zu stressig und zu wenig Leipzig. Ernsthaft: Im Osten war’s nicer, übersichtlicher, billiger, erreichbarer, kühler und letztlich auch irgendwo liebgewonnener. Schwer abzusehen, ob Köln das packen wird.

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26
02 2009

the finest in Trash

fiddy

Zu den großen Herausforderungen in der Spielebranche gehört es, bisweilen den Überblick nicht zu verlieren. Hier und da gibt es schon Dürreperioden von mehreren Wochen, bis mal wieder etwas erscheint, das man glaubt, zocken zu müssen, meist ist aber immer was los (wir fangen besser gar nicht vom Weihnachtsgeschäft an). Und das schon, wenn man nur auf einem System spielt. Ich frage mich, wie das Leute managen, die nicht nur eine 360 zu hause haben, sondern noch eine Wii, PS3 und einen PC. Aber gut, hier steht nur das Microsoft-Gerät rum und das reicht grade schon. Als Überbrücker für “Operation: Anchorage” ein wenig “Burnout: Paradise” gespielt, dann “Operation: Anchorage” an zwei kurzen Abenden durch und auf “The Lost and Damned” gewartet, zwischenzeitlich “Shellshock 2″ aus der Redaktion mitgenommen und zwar massig Achievements gefunden, aber kein gutes Game. Also warten auf “Watchmen”, das kommt ja schon nächste Woche. Ach ja, zwischenzeitlich “The Lost and Damned” durch und mal die Demo von “Resident Evil 5″ gezogen, weil das ja am 13. März kommt. Bleibt die Demo von “Mega Man 9″, weil Skillgaming immer noch was für große Jungs ist. War’s das nun endlich?

Nicht ganz, denn mittendrin während einiger entspannter Runden durch Paradise City knallt “50 Cent: Blood on the Sand” rein. Und schmeißt erst mal alles übern Haufen.

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17
02 2009

Johnny & the Gang

In aller Kürze: Das erste Add-On ist da und nach einer Stunde Spielzeit sind die ersten drei Missionen erledigt. Der Eindruck bislang: Die Steuerung der Bikes hat sich hinsichtlich Beweglichkeit zwar kaum verändert, dafür scheint es, dass man nicht mehr so oft von den Teilen heruntergeschleudert wird, wenn’s zum Crash kommt. Das ist irgendwie sinnvoll, da es im Hauptspiel ja einige Verfolgungsmissionen gab, die dank eines ungewollen Absprungs vom Motorrad jäh geendet haben. Ansonsten: Nico hatte bislang zwei kleine Auftritte, einmal als Cameo und einmal als ein Typ, über den man erzählt, dass er gerade eines der jüngeren Gangmitglieder umgelegt hat. Sein Name fällt da zwar nicht, aber man deutet an, dass es “ein Typ aus Polen oder Serbien” war, wer das Hauptspiel durch hat, weiß Bescheid. Zudem ballern ohne Ende. Bislang mehrere Schießereien mit ziemlich ansehnlichen Gegner-Horden gehabt und teilweise nur mit viel Glück herausgekommen. Muss mich wieder an die Steuerung gewöhnen, ist lange her mit dem Hauptspiel..

.. und damit zurück aufs Bike.

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6
02 2009

temporärer Unwille

Kaum läuft auf der eigenen URL alles ganz prima, wird es stiller und stiller. Und wieder wird es Freitag, die Woche ist rum und wird demnächst in einer der hiesigen Kneipen heruntergespült. Bei all dem kaum was gebloggt. Dabei gibt es das eine oder andere, das doch mal dringend raus muss.

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