Posts Tagged: spiele


30
04 2009

play to win

megaman9

Mega Man 9 hat acht Level. Plus die Endgegner-Stage, die man erst mal freispielen muss. Aller Wahrscheinlichkeit werde ich nie ein einziges davon packen. Die 200 Achievement-Punkte sind mehr oder weniger unerreichbar. Für mich. Und das liegt nicht daran, dass ich es nicht versuchen würde. Denn genau darum geht es und das macht Games auf einer ganz anderen Ebene interessant.

Durchhalten. Dieses Spiel demütigt im Minutentakt auf’s Neue. Dennoch gibt es immer einen Neustart (Lektion 1). Was tut man, wenn man nicht weiterkommt? Die Taktik ändern (Lektion 2). Was tut man, wenn die geänderte Taktik immer noch nichts bringt? Strategien austüfteln, am Timing arbeiten. Denn: Irgendwann klappt’s. Bis dahin strapaziert es die Nerven, was es allerdings für mich nicht zu einem Hassobjekt macht, sondern vielmehr den Antrieb, das Teil zu packen, noch mehr steigert (Lektion 3).

Übertragen wir 1, 2 und 3 mal fix auf das Leben abseits des Bildschirms, also diese Reallife-Geschichte, zu deren Wohl laut allgemein kursierenden Vorurteilen Gaming nichts beisteuern kann. Fangen wir mit 1 an: Zu wissen, dass es immer einen Neustart gibt, ist gar nicht mal so unwichtig. Bewahrt einem davor, ein Scheitern als final anzusehen. Job verloren? Neustarten. Beziehung weg? Neustarten. Es geht weiter und kein Leid ist für immer. Wichtig, das zu verstehen. Schön, dass man das spielerisch (mit)erlernen kann, nicht?

Nächster Punkt: Gibt’s ein Problem und die Lösung ist nicht zu finden, tendiert man hier und da ganz gern zum Aufgeben (oder weiterdelegieren von Arbeiten, gibt ja auch Praktis). Wie soll’s auch anders sein, wenn man beispielsweise in 13 Schuljahren nur beigebracht bekommt, dass es auf ein Problem nur eine Lösung gibt, eine Formel oder eine richtige Antwort? Die Idee, den Weg, der zur Lösung führt, ein wenig anders zu gestalten, bekommt man in dann an der Uni vermittelt, wenn man sich fragt, wie man trotz drei Euro in der Tasche einen Abend lang trinken gehen kann. Oder in Games. Erneut auf die spielerische Variante, also ist beim Lernen auch noch Spass. Kann das jemand über einen Mathe-Grundkurs sagen?

Zuletzt bleibt die Erkenntnis, dass Scheitern ein Antrieb sein kann. Macht man es halt besser, so what? Warum den leichten Weg wählen und alles abschreiben? Der steinige ist doch so viel besser, wenn’s dafür Achievements und Anerkennung von anderen gibt, die das Game nicht gepackt haben. Zuletzt kann man sich auf die Schulter klopfen und hat - völlig zurecht - das gute Gefühl, eine echte Leistung vollbracht zu haben.

All diese Punkte sehen Menschen, die sich niemals ernsthaft mit Spielen oder der Kultur des Spielens beschäftigt haben (und stattdessen lieber “WoW” verbieten wollen), natürlich nicht. Dass Spiele sehr wohl sehr vieles vermitteln können und dabei auch noch als Zeitvertreib und Spaß gleichzeitig dienen, erscheint wohl ein wenig Überraschungsei-Like. Wie gut, dass es nicht nur fundierte Gegenargumente gibt, sondern die auch gleich noch auf die Frage bezogen, wie Spieler den Arbeitsmarkt verändern werden (und das haben sie bereits): “Think video games are kids’ stuff? Think again. According to authors John C. Beck and Mitchell Wade all those hours immersed in game culture have created masses of employees with unique attributes. This new generation that’s ninety-million strong has an amazing ability to multitask, solves problems creatively, and brings unexpected leadership to the table. But to tap these skills, we need to understand and appreciate the different ways gamers think and behave. “The Kids Are Alright” dispels common myths about gamers and reveals them as committed, team-oriented people who play to win.” (Unnötig zu erwähnen, dass sich das Buch ausgelesen im Regal befindet. Und demnächst weiterverliehen wird, derartiges gilt es schließlich zu verbreiten.)

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21
04 2009

Ein ♥ für Blogs


“Seien wir doch mal ehrlich, die deutschsprachige Bloglandschaft steckt seit einiger Zeit in einer Depression. Im besten Falle wird zwar beobachtet, was die Nachbarn so machen, aber ein wirkliches miteinander findet meist nur in Ausnahmefällen statt. Die gute alte Blogroll ist aus den meisten Layouts verschwunden oder leidet an Altersschwäche. Wir kochen vor allem unser eigenes Süppchen.

Am kommenden Dienstag, den 21.04, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachige Blogs vorstellen - das darf dann auch mal über den eigenen Blogtellerrand hinausgehen.”

Über das “miteinander”, das aus meiner Sicht ein viel zu unproduktives “gegeneinander” geworden ist, hab ich ja schon geschrieben. Geändert hat sich seither nichts. Nun ein Aufruf für mehr Gemeinschaft, per Mail zugesandt. Mag sein, dass es eine abgewandelte Form dieser ekelhaften “Stöckchen” ist, dann aber eine, über die nachzudenken lohnt. Also eine Antwort, sprich: Die lesenswerten Blogs im Hause B.

Eigentlich finden sich selbige in der Blogroll. Bei genauerer Betrachtung habe ich jedoch festgestellt, dass ich bei manchen auch nicht regelmäßig vorbeischaue. Hier also eine etwas ausführlichere Vorstellung derer, die wirklich täglich abgesurft werden (Nichtgenannte also bitte nicht haten).

Zeitlupenbaer: Weil’s der Mitbewohner ist, zudem finden sich die besseren Fundstücke der Netzkultur nun mal - wenn auch recht unregelmäßig - dort. Allein schon wegen derartiger Tweets lohnt sich das.

Die Gosch
: Hat neulich ein großes Mitteilungsbedürfnis eingestanden, dass die Blogbeiträge natürlich nicht hätten vermuten lassen. Ernsthaft: Zwischen Hugh Jackman und (meist gerechtfertigtem) OJ-Gebatsche finden sich nachdenkliche Einblicke ins Seelenleben - und allein derartige Seltenheiten rechtfertigen ein tägliches Vorbeischauen schon.

Reisenotizen aus der Realität: Ganz einfach deshalb, weil ich von der Autorin wohl das meiste übers Bloggen gelernt habe - und immer noch lerne. Wenn’s das nicht sein soll, nehmen man eben die Wortwahl in den Posts, die gesunde Portion Misanthropie, Stilbewusstsein und bei all dem jede Menge Liebe für die besseren Dinge des Lebens.

Eddys Welt
: Schitt nochmal, einfach wegen all der Games, all der Jahre, wegen “GoW 2″, wegen acht gemeinsamer Semester und allem, was noch war und hier besser nicht erwähnt wird. So lange es Boomer zu pwnen gibt, wird täglich geschaut, was im Hause Edding passiert - auch wenn’s mal vier Wochen dauern kann, bis neue Beiträge kommen.

Dreisechzig: Weil es eben kein Blog der Firma Microsoft ist und der Betreiber einer der ersten Spiele-Journalisten hierzulande. Dazu sehr viel Kluges zum Thema Jugendschutz, vor allem Gedanken abseits des üblichen Blablas. Seit neuestem auch mit Podcast, dessen erste Folge schon mal ziemlich unterhaltsam war.

Alltag oder so: Da hab ich mir die Idee mit den Lyrics-Auszügen als Titel der Beiträge geklaut. Und außerdem finde ich da hier und da mehr Infos über den Abend zuvor, als ich noch in Erinnerung habe. Zudem Sound. Und Sound ist wichtig.

Gedankenskizzen: Weil Sound wichtig ist. Und Kino. Comics. Bücher. Und kluge Worte über all das selten sind.

OniPepper: Quasi das deutsche Kotaku, mit einem Tick Destructoid und jeder Menge Cosplay, Retro-Charme und viel zu vier 8Bit-Gedudel. In einer Medienlandschaft, die aus dem Abtippen von Pressemitteilungen besteht, definitiv eine notwendige Abwechslung.

Das sind die täglichen Kandidaten. Hätte ich alles aufgelistet, was sich in Netvibes und Co. findet, wäre das hier ein Roman geworden. Letztlich waren’s dann doch eine überschaubare Anzahl bloggender Mitmenschen. Wie gesagt: Es gibt noch zahllose andere. Also nicht h8ten. Das tun nur die A-Lister.

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23
03 2009

guess who’s back

max_payne_3

Max Payne 3.
Winter 2009.
Xbox 360.

Das Leben hat wieder Sinn.

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21
03 2009

Killer?

games

82,5 Prozent aller im vergangenen Jahr von der USK geprüften Spiele erhalten eine Freigabe bis 12 Jahre. Bei 5,1 Prozent aller Titel wurde das Kennzeichen “Keine Jugendfreigabe” vergeben. 1,4 Prozent (40 Spiele) erhielten keine Alterskennzeichnung.

Das da oben ist ein Blick ins heimische Regal. Die Titel aller Games, von der USK “Keine Jugendfreigabe” erhalten haben, die indiziert sind oder die über keine Alterskennzeichnungen verfügen, sind geschwärzt. In 12 von 19 Spielen trifft das zu. Damit bin ich wohl ganz klar ein “Killerspieler”.

Wie glücklich, dass ich nicht sozial vereinsamt bin, keine Zukunftsangst habe sowie ausreichend Erfahrung und Kompetenz, um mich von einem allgegenwärtigen Leistungsdruck nicht ernsthaft beirren zu lassen. Wie unglücklich, dass monokausale Erklärmuster seitens der Politik und Gesellschaft keinen Scheiss darauf geben. Schließlich finden sich in meinem Regal keine Games, die Teil eines Hobbys sind, sondern Titel, die aus harmlosen Menschen mordende Bestien machen. Selbst wenn man mal soweit ist und eingesteht, dass derartige Aussagen an den Haaren herbeigezogen sind, beharrt man immer noch drauf, dass kognitive Fähigkeiten leiden und eifrig abgestumpft wird.

Wie unglücklich, dass scheinbar niemand fragt oder zu fragen traut, wie es um eine Gesellschaft steht, deren Mitglieder Waffen im Dutzend horten können, dazu mehrere tausend Schuss Munition. Unglücklich ebenfalls, dass man nicht ebenso laut “Medienkompetenzen stärken” brüllt, wie man nun “Verbot!” schreit, dass die Eier fehlen, das Problem dort anzugehen, wo es angepackt werden muss: Familien, ältere Geschwister, Freunde, Lehrer, Schulen. Und Vollzugsprobleme in den Geschäften.

Gestern in Darmstadt ein wenig durch die Spieleläden gestreift. Eine Gruppe Kinder kommt herein, keines davon hat das 14. Lebensjahr vollendet. Sie stehen vor dem Regal für PC-Games und fachsimpeln über Titel, die keine Jugendfreigabe haben. Das natürlich im für ihr Alter üblichen “boah Alter das musste zocken ist voll geil”-Stil. Eine viertel Stunde später, ein anderer Spieleladen, das gleiche Szenario, dieses Mal am Regal der Xbox 360-Titel. Wer schreit hier, wer setzt hier an? Sind Testkäufe alles, was man dem entgegenzusetzen hat, wo doch ohnehin klar ist, dass die Kids aufs Internet ausweichen und in den dortigen Tauschbörsen jeden Mist bekommen?

Es ist eine armselige Debatte, die nun wieder geführt wird und die auch in den nächsten Wochen nicht verstummen wird. Sie dreht sich im Kreis und das schon seit Jahren. Nichts tun geht nicht, dennoch stellt man nach ein wenig Lektüre fest, dass schon nach Emsdetten die gleichen Erklärungsmuster da waren, von beiden Seiten die gleichen Argumente kamen. Das, das und das schon vergessen?

Zeit, sich in den Garten zu verkrümeln. Killerspiele hatte ich schließlich heute morgen schon. Und nun den Bedarf nach einer Tasse Tee, nicht nach einem Amoklauf. Komisch, oder?

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22
02 2009

tugsh1t

50k und mehr Gamerscore? Kein Problem damit, “Gears of War” auf insane in einer Nacht durchzuzocken? 500k bei “Guitar Hero” geholt? “Mirror’s Edge” ohne Waffen durch und die Timetrials einhändig erledigt? W0rscht, aber total, völlig nichtssagend und sowas. Stattdessen real hardness mit “Mega Man 9“. Selten so ein unfair schweres und gleichzeitig süchtig machendes Game gesehen und nun der festen Überzeugung, dass ich das packen muss. Dann bekommt nur noch Respect, wer das packt - inklusive der 200 Punkte, denn die sind Capcom-like alles andere als geschenkt. Und damit ab vor die Kiste.

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17
02 2009

Johnny & the Gang

In aller Kürze: Das erste Add-On ist da und nach einer Stunde Spielzeit sind die ersten drei Missionen erledigt. Der Eindruck bislang: Die Steuerung der Bikes hat sich hinsichtlich Beweglichkeit zwar kaum verändert, dafür scheint es, dass man nicht mehr so oft von den Teilen heruntergeschleudert wird, wenn’s zum Crash kommt. Das ist irgendwie sinnvoll, da es im Hauptspiel ja einige Verfolgungsmissionen gab, die dank eines ungewollen Absprungs vom Motorrad jäh geendet haben. Ansonsten: Nico hatte bislang zwei kleine Auftritte, einmal als Cameo und einmal als ein Typ, über den man erzählt, dass er gerade eines der jüngeren Gangmitglieder umgelegt hat. Sein Name fällt da zwar nicht, aber man deutet an, dass es “ein Typ aus Polen oder Serbien” war, wer das Hauptspiel durch hat, weiß Bescheid. Zudem ballern ohne Ende. Bislang mehrere Schießereien mit ziemlich ansehnlichen Gegner-Horden gehabt und teilweise nur mit viel Glück herausgekommen. Muss mich wieder an die Steuerung gewöhnen, ist lange her mit dem Hauptspiel..

.. und damit zurück aufs Bike.

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30
01 2009

whacker shit #4

Nur ein Wort: Hoellengay!

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