
(”Meine Freundin und ihr Freund”, Tocotronic) Bislang war ich eigentlich der Meinung, Serien würden spurlos an mir vorübergehen. Bis heute keine Folge “Sopranos”, “Lost”, “Dr. House” oder “Six Feet Under” gesehen. Noch nicht mal “Simpsons”-Fanboi. Dann vor gar nicht allzu langer Zeit die erste Staffel “The Wire”. Komplex, erzählerisch brilliant, bitterböse und darüber hinaus wohl einfach alles andere als leicht zu konsumieren. Also bis zur zweiten Staffel erst mal ein wenig pausieren. Und weil der neue “Terminator” so abartig scheisse war, einfach mal “The Sarah Connor Chronicles” schauen. Eine Episode. Noch eine. Dann noch eine. Und schon ist die erste Staffel binnen einer Woche durch und die Erkenntnis da, dass gewisse Anfix-Mechanismen wohl doch zünden. Wohl auch, weil die erste Episode mit einem wirklich bösen Cliffhanger endet.
Ansonsten: Schöne Serie, wenn man sich davor schon ein wenig mit den Filmen beschäftigt hat. Der Großteil baut auf T2 auf, alle wichtigen Charaktere daraus haben auch in SCC ihr Stelldichein - und das recht glaubwürdig. Den dritten Teil verdrängt man mal ganz brav, was schon mal ein großes Plus ist. Überhaupt: Im Gegensatz zu diesen schnarchlangweiligen Filmen und dem, was deren Regisseure da rein- und ruminterpretiert haben, sind die einzelnen Episoden ganz gut gemacht und auch aus Die-Hard-Fan-Perspektive noch in Ordnung. Blöd halt, dass es Season 2 noch nicht auf DVD gibt und blöder noch, dass die Serie eingestellt wurde. Bemerke schließlich grade, dass ein gewisses Suchtpotenzial halt doch getroffen hat und nun mehr her muss. Sollte wohl nach “Sopranos”-Boxen schauen.





