homecoming | “dmz”

von Volker

Bin so langsam wieder einigermaßen angekommen. Nachdem alles verstaut wurde, sind die Comics teilweise schon wieder aus dem Regal geholt worden. Mit dem dritten, hierzulande nicht erhältlichen Teil von “League of the extraordinary gentlemen” angefangen, aber nicht so recht motiviert mit dem weiterlesen, Moore ist mir grade zu schwer und vielschichtig. Trotz lieb gemeinter “101″-Anspielungen. Elseworlds “Batman Vampire” hab ich schon in den Staaten durch, später dann “Judgement on Gotham“, ein genialer One-Shot, schön viel Crossover und mit einem Zeichner wie Bisley natürlich kein Fehlgriff. Bleibt “DMZ“. Brian Wood ist schon seit seinen Rockstar-Tagen kein Unbekannter mehr und das DC-Sublabel Vertigo bekannterweise eher an Erwachsene gerichtet, das Ergebnis somit klar: Mainstream mit Untergrund-Flair für Gebildete. Aber ums Drumherum und entsprechende Debatten will ich mich grade wahrlich nicht kümmern. “DMZ” gibt’s mittlerweile auch schon einige Tage, mittlerweile sind ein halbes Dutzend Sammelbände der Einzelausgaben erhältlich, weitere schon angekündigt. Und der geschätzte Molo hat die Geschichte als “Gut-Buch” befunden. Bin dennoch immer im Comicladen dran vorbeigelaufen, an guter, anderer Lektüre mangelt es schließlich nicht. Nun hab ich den ersten Teil zu Weihnachten geschenkt bekommen und bin soweit nicht nur sehr dankbar für ein schönes Geschenk, sondern auch ganz angetan. Zeichnerisch kann Burchiellis arg an diverse Manga-Stile angelehntes Werk einem Dave Gibbons oder Tim Sale zwar bei weitem nicht das Wasser reichen, dafür passt die Story trotz gelegentlich zu plakativ rüberkommender Gegenwartskritik. Auf die kann man sich einlassen, muss man aber nicht. Das Schöne an “DMZ” ist, dass der Comic so unaufdringlich daher kommt und gar nicht erst laut “Sozialkritik für Besserwisser inside!” brüllen muss.

Und mich gestern zum ersten Mal seit der Rückkehr wieder in den hiesigen Comicladen getrieben hat. Schließlich waren die Bände zwei bis fünf in den Staaten nicht aufzutreiben. Ein Griff ins Regal in Darmstadt, 46 Euro ärmer und vier Bände reicher. Zuglektüre für die nächsten Tage gesichert und zudem zum ersten Mal das Gefühl gehabt, wieder ein wenig heimisch zu sein. Ein Anfang, immerhin. Mehr gibt’s dann, wenn die Debatten über die Sexualisierung der Figur Batman in “Hush” und der “Allstar”-Serie, die aktuell mit dem Mitbewohner geführt werden, auch auf “DMZ” überschwenken. Schließlich hab ich ihm den ersten Teil mal zum Lesen gegeben, man schätzt ja die Meinung (mancher) anderer.

edit: Ach ja, das ganze hat noch was Gutes: Hab gestern mal mit der Suche nach guten Blogs zum Thema Comic begonnen. Wer welche kennt (bevorzugt englischsprachig und nicht nur alle drei Wochen mit neuen Beiträgen versehen) – immer her mit.

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