(”Slave to the wage”, Placebo) Zum Wochenende nix Großes, nur den obigen Song. Soll mal jeder in Ruhe drüber nachdenken - und es danach nicht beim bloßen Denken belassen. An die eigene Nase fassen, fragen, was man hier eigentlich tut, wie es soweit kam und ob’s nur noch ein Schritt ist, bis dann doch eher das zutrifft.
Anyway, die Klausur ist über die Bühne. Der Stress geht weiter. Vorteil: Man wird nicht krank, weil der Körper gar keine Gelegenheit dazu bekommt und auch keine Zeit fürs Kranksein da ist. Das schlägt dann voll durch, wenn das nächste Mal alles ruhig ist und nix zu tun. Zwei Wochen. Nachteil: Manchmal fragt man sich schon, wie man es eigentlich schafft, all das hinzubekommen. Vor allem, wenn dann noch eine Einladung zu einer Launch-Party nach Paris kommt und man sich nur denkt “well, es ist krank, es wird lustig, ich habe weder Zeit, noch schaffe ich dann die Klausur - allright, let’s do this!” Hat nicht geklappt und ich überlege, ob ich das als Warnschuss interpretieren soll - ein glücklicher, zufälliger Umstand, der mir da sowas sagen soll wie “Mach mal langsam, Alter”. Wenn’s so sein sollte: Hat die letzten 25 Jahre nicht funktioniert, wird die nächsten 25 nicht funktionieren. Wenn da eine Gelegenheit ist, noch etwas mehr zu machen, noch etwas mehr mitzunehmen und noch etwas mehr gesehen zu haben, dann wird das wahrgenommen. Alt werden kann ich geistig wie körperlich immer noch später. Und damit ab in ein schönes Wochenende.





