Ein ♥ für Blogs

von Volker


“Seien wir doch mal ehrlich, die deutschsprachige Bloglandschaft steckt seit einiger Zeit in einer Depression. Im besten Falle wird zwar beobachtet, was die Nachbarn so machen, aber ein wirkliches miteinander findet meist nur in Ausnahmefällen statt. Die gute alte Blogroll ist aus den meisten Layouts verschwunden oder leidet an Altersschwäche. Wir kochen vor allem unser eigenes Süppchen.

Am kommenden Dienstag, den 21.04, veröffentlichen alle, die darauf Lust haben, einen Beitrag mit dem Titel “Ein ♥ für Blogs” in dem sie ihre lesenswerten deutschsprachige Blogs vorstellen – das darf dann auch mal über den eigenen Blogtellerrand hinausgehen.”

Über das “miteinander”, das aus meiner Sicht ein viel zu unproduktives “gegeneinander” geworden ist, hab ich ja schon geschrieben. Geändert hat sich seither nichts. Nun ein Aufruf für mehr Gemeinschaft, per Mail zugesandt. Mag sein, dass es eine abgewandelte Form dieser ekelhaften “Stöckchen” ist, dann aber eine, über die nachzudenken lohnt. Also eine Antwort, sprich: Die lesenswerten Blogs im Hause B.

Eigentlich finden sich selbige in der Blogroll. Bei genauerer Betrachtung habe ich jedoch festgestellt, dass ich bei manchen auch nicht regelmäßig vorbeischaue. Hier also eine etwas ausführlichere Vorstellung derer, die wirklich täglich abgesurft werden (Nichtgenannte also bitte nicht haten).

Zeitlupenbaer: Weil’s der Mitbewohner ist, zudem finden sich die besseren Fundstücke der Netzkultur nun mal – wenn auch recht unregelmäßig – dort. Allein schon wegen derartiger Tweets lohnt sich das.

Die Gosch
: Hat neulich ein großes Mitteilungsbedürfnis eingestanden, dass die Blogbeiträge natürlich nicht hätten vermuten lassen. Ernsthaft: Zwischen Hugh Jackman und (meist gerechtfertigtem) OJ-Gebatsche finden sich nachdenkliche Einblicke ins Seelenleben – und allein derartige Seltenheiten rechtfertigen ein tägliches Vorbeischauen schon.

Reisenotizen aus der Realität: Ganz einfach deshalb, weil ich von der Autorin wohl das meiste übers Bloggen gelernt habe – und immer noch lerne. Wenn’s das nicht sein soll, nehmen man eben die Wortwahl in den Posts, die gesunde Portion Misanthropie, Stilbewusstsein und bei all dem jede Menge Liebe für die besseren Dinge des Lebens.

Eddys Welt
: Schitt nochmal, einfach wegen all der Games, all der Jahre, wegen “GoW 2″, wegen acht gemeinsamer Semester und allem, was noch war und hier besser nicht erwähnt wird. So lange es Boomer zu pwnen gibt, wird täglich geschaut, was im Hause Edding passiert – auch wenn’s mal vier Wochen dauern kann, bis neue Beiträge kommen.

Dreisechzig: Weil es eben kein Blog der Firma Microsoft ist und der Betreiber einer der ersten Spiele-Journalisten hierzulande. Dazu sehr viel Kluges zum Thema Jugendschutz, vor allem Gedanken abseits des üblichen Blablas. Seit neuestem auch mit Podcast, dessen erste Folge schon mal ziemlich unterhaltsam war.

Alltag oder so: Da hab ich mir die Idee mit den Lyrics-Auszügen als Titel der Beiträge geklaut. Und außerdem finde ich da hier und da mehr Infos über den Abend zuvor, als ich noch in Erinnerung habe. Zudem Sound. Und Sound ist wichtig.

Gedankenskizzen: Weil Sound wichtig ist. Und Kino. Comics. Bücher. Und kluge Worte über all das selten sind.

OniPepper: Quasi das deutsche Kotaku, mit einem Tick Destructoid und jeder Menge Cosplay, Retro-Charme und viel zu vier 8Bit-Gedudel. In einer Medienlandschaft, die aus dem Abtippen von Pressemitteilungen besteht, definitiv eine notwendige Abwechslung.

Das sind die täglichen Kandidaten. Hätte ich alles aufgelistet, was sich in Netvibes und Co. findet, wäre das hier ein Roman geworden. Letztlich waren’s dann doch eine überschaubare Anzahl bloggender Mitmenschen. Wie gesagt: Es gibt noch zahllose andere. Also nicht h8ten. Das tun nur die A-Lister.

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