Kippen stinken


4
07 2010

we can beat them

(”Heroes”, David Bowie) Damals im Schulbunker (wo die Trainingsgeräte der Ruderer untergebracht waren), hatten sie einen Spruch an die Wand gehängt: “Athletes row, others just play games”. Ich fand das ein wenig arrogant, allerdings ist hier zu erwähnen, dass vermutlich 90 Prozent der Schüler die Ruderer arrogant fanden und das Jahr, in dem man rudern als Pflichtfach hatte, als Qual empfanden. So kam’s dann, dass da zwar einige verdammt gute Sportler dabei rumkamen, die Aussenwirkung der Typen aber immer ein wenig spooky war - klassischer Fall von schlechter PR, bin ich versucht, Jahre später lapidar zusammenzufassen. Aber darum solls eigentlich nicht gehen. Eher darum, dass die Ruderer verdammt recht hatten mit dem Spruch. Hätten sie “bike” statt “row” geschrieben.

Denn jeder hält seine Sportart ja für die Härteste. Die alte Leier. Aber eigentlich gar nicht mal schlimm, denn im Kern geht es allem um die gleiche Sache: Wettbewerb. Ich habe meinen jeden Tag. Einmal auf das Rad geschwungen, sind die nächsten 15 Minuten alle anderen Radfahrer auf der Straße potentielle Gegner oder Opfer. Das klingt natürlich erst mal böse kriegstreiberisch, ist allerdings nicht so scharf gemeint, wie es rüberkommen mag. Zwei Dinge sind hierfür maßgeblich: Zunächst geht es hier nicht um einen Sieg im Sinne von “besiegen” oder gar “demütigen”, sondern nur um einen kleinen Zweikampf, bei dem es gar nix zu gewinnen gibt - ein Freundschaftsspiel quasi, bei dem sich alle ganz doll lieb haben. Zweitens kann ich Niederlagen prima wegstecken - eben, weil es nur der Spaß am Wettkampf ist und der Wettkampf selber ja gar keiner ist, sondern nur ein Spaß an der Sache. Und die Sache ist Radfahren.

Und das kann verdammt süchtig machen. Kippenersatz? Fuck it, das hier ist viel besser. Gut genug, dass ich überlege, etwas mehr als das aktuell Bestehende draus zu machen. Worum es im Kern der Sache geht, wird hier ganz wunderbar erklärt: Quäl dich, du Sau. Besiege erst mal den Idioten in dir, der ne Kippe zwischen den Fingern haben will statt den Griffen eines Fahrradlenkers. Danach werde besser. Ziele gibt’s genug, und wenn es nur der Typ auf dem Bianchi ist, den du irgendwann mal stehenlassen willst. Oder, selbst mal ein Bianchi zu fahren. Heißt: Sieh zu, dass du dabei bleibst und realisiere Stück für Stück, was dir die Sache an Energie und Selbstvertrauen gibt - und dass das etwas ist, dass du sonst nirgendwo in der Form finden könntest.

Da treffe ich dann wieder auf diesen Spruch von den Athleten die rudern, während die anderen nur Spiele spielen. Trifft vielleicht im Vergleich auf die eine oder andere Ballsportart zu, aber das ist eigentlich nicht der Punkt. Der Punkt ist: Die “anderen”, das sind jene, die das nicht gerafft haben, was es bringen kann, sich selbst ein wenig in den Allerwertesten zu treten, wenn es um körperliche Leistung geht. Die es mal versuchen sollten. Nicht falsch verstehen, das hier ist kein Beitrag der Marke “Hoho ich bin ja so viel besser als ihr, weil ich x mache während ihr noch auf y hängengeblieben seid.” Im Gegenteil: Es soll lediglich (mal wieder) gezeigt werden, dass da etwas ist, dass verdammt viel geben kann - und nichts kostet außer der Kraft, den inneren Schweinehund hier und da auf die Ränge zu verweisen. Nix mit Kohle, nix mit Konsum, nur die Straße, zwei Reifen, ein Stahlrahmen drum herum und täglich aufs neue die Möglichkeit, es der Person zu beweisen, die einzig und allein der Maßstab sein sollte: man selbst.

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29
06 2010

jeder kämpft für sich allein, das Leben ist ein Ego-Shooter

(”Better be ready”, Blumentopf) Weil’s schon wieder ein wenig später wurde, da aber noch einiges nicht abgearbeitet ist, die nennenswerten Ereignisse der letzten Tage.

Vier Wochen. Läuft. Bozar. Läuft. Die Strecke Wohnung - Arbeit wird in immer besseren Zeiten gefahren. Es fehlt nicht mehr viel, dann werden die Runden größer, der urbane Raum verlassen und das Jagdgebiet auf Landstraßen (und damit weg von Mountainbikern, hin zu Rennradfahrern) ausgedehnt. Die nötige Kraft ist mittlerweile fast vorhanden und es fühlt sich täglich besser an, frische Luft durch die Lungen zu pumpen. Vermutlich ist das so ein Rollins-Ding, der schreibt ja auch immer nur über Härte sich selbst und allen anderen gegenüber, denn 99 Prozent der anderen sind schwach, ihre Ansichten scheisse und lächerlich, billig und alltäglich. Ach ja, ihre Musik ist sowieso der letzte Dreck. Ganz so übel sehe ich die Dinge dann zwar nicht, aber ich verstehe, worum es bei diesem “Härte sich selbst gegenüber” geht und denke mehr und mehr drüber nach, wieso sich Menschen eigentlich gerne zugrunde richten und auch noch Geld dafür ausgeben.

Vor allem, weil es ja nicht mal ein wirkliches Zugrunderichten ist, es ist ja nur die lauwarme Version von Selbstzerstörung, richtig schrott geht von Kippen, beschissener Nahrung, zuviel Alkohol etc. ja erst mal niemand. Das geht langsam und ungewollt vor sich, ist also kein gewolltes Suchen eines Untergangs oder meinetwegen auch Nullpunktes. Stattdessen mal wieder die Light-Version, archetypisch für meine Generation. Nicht wert, weitere Gedanken daran zu verschwenden.

Lieber an die neue Küche denken. Die ist nämlich seit einer Woche drin und hier sind weiterhin keine Bilder davon zu finden. Nicht grundlos, denn so wild ist es dann mit dem Konsumgut auch noch nicht geworden, dass man jedes einzelne davon portraitrieren müsste. Stattdessen besser genau das damit tun, wozu man es erworben hat: arbeiten und dran freuen, dass Essen im Haus ist und nach all den Monaten ohne eine wirkliche Kochgelegenheit nun eine ziemlich nice aussehende da steht. Und der Boden darunter selbst verlegt wurde. Zum ersten Mal seit dem Einzug habe ich so ein Gefühl des “Angekommenseins” in dieser Wohnung, sie fühlt sich nun wie meine an und ich mag sie. Gerade weil es so viel dran zu tun gab und gibt.

Zuletzt dann der Abiball vergangene Woche. Ich war ja noch nie auf einer derartigen Festivität und bin daher mal möglichst unvoreingenommen rangegangen. Dass große Teile der Menschheit nicht wissen, wie das mit dem Hemd und der Krawatte und der farblichen Kombination beider ist, war mir auch davor nicht neu, sieht man ja täglich. Man sehe es den jungen Menschen nach. Auch den Bonzenkindern seien ihre Eltern verziehen, sie können nix dafür, bessergestellt zur Welt gekommen zu sein und nun BWL studieren zu müssen, stilsicher herumzulaufen und sich erfüllen zu können, wovon sich andere nur die Finger lecken. Dafür hat die Arbeiterklasse (wunderschön anachronistisches Wort, nicht wahr?) mehr Sex-Appeal, bessere Punkbands und viel mehr Spass am Leben, Punkt. Was ich nicht so recht verstanden habe war jedoch, wie man sich so abfeiern kann. Ja, sie haben das Abi, ja, das ist ein wichtiger Schritt (oder auch Ende eines Lebensabschnitts), aber für mich einfach nicht wert, das so in die Welt zu tragen und jedem entgegenzubrüllen, dass ich das Abi habe. Ich brauche das nicht, mit eigenen Leistungen derart plakativ auf Tour zu gehen, ich freue mich lieber still und im Kreise der Menschen, die ich liebe. Aber gut, das ist vermutlich Ansichtssache und es sei jedem gegönnt, das zu tun, wie er will. Ich werde hier sicher auch Bilder meines ersten 911er posten, sollte ich mal einen besitzen (rangiert auf der Liste der noch zu erledigenden Dinge zwischen “Buch schreiben” und “Scheidungsklage”). Feststellung also: Auf nem gewissen Level sind wir alle die gleichen Arschgesichter. Eine ganz wohltuende Erkenntnis eigentlich.

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15
06 2010

about the shit that I’ve been through

(”Only God knows why”, Kid Rock, mit Dank für den Hinweis, das mal wieder zu hören) Die letzten Tage war es hier ein wenig still und ich will ein wenig drüber erzählen, wie das kam, da sind ein paar Dinge, die mal von der Seele müssen, ein Schuh, der nun lange genug gedrückt hat und nachdem diese Zeilen getippt sind, wird es nicht weg sein, aber anders.

Zunächst mal war ich die meiste Zeit damit beschäftigt, mein Heim zu verbessern. Laminat wiegt scheisse viel, wenn man nur mal genug davon tragen muss. Dazu 30 Grad und der Samstag läuft nicht ohne das eine oder andere “verdammt”. Ja, verdammt, die Küche ist noch immer nicht fertig, der Boden drin sieht scheisse aus, die Bude ist vollgestellt mit Zeug und wirkt wie eine Baustelle. Wann bin ich eingezogen? Gestern oder vor mehr als zwei Monaten? Eben - es nervt. Und wenn etwas nervt, ändert man es. So einfach ist das im Kern der Sache - wer was anderes erzählt, ist nur zu blöde oder zu feige oder zu faul. Denn Veränderung heißt nun mal, dass man bei Topwetter nicht im Biergarten sitzt, sondern sich einen abschwitzt beim Schleppen von Laminat und Werkzeug.

Richtig, Werkzeug. Ich besitze nun eine Stichsäge. Ob ich die noch jemals brauchen werde, ist fraglich, aber nun ist sie da. Eigentlich keine große Sache, aber für mich eine Art Hinweis darauf, dass ich älter werde. Früher wäre mir der Gedanke, eigenes Werkzeug zu besitzen, nie gekommen. Das hat man geliehen oder im heimischen Keller reichlich vorgefunden. Nun liegt da selbst einiges bei mir im Schrank. Und so baut man sich dann auf, was irgendwann dann jemand anders leiht. Es ist schon in Ordnung so, ich kämpfe da nicht gegen an. Ein auf den Werterhalt seiner Besitztümer fixierter Spiessbürger bin ich deshalb noch lange nicht geworden. Nur ein Typ, der gerne einen richtigen Küchenboden hat, seine Küche in einer schönen Farbe und seine Bude in einer Weise gestaltet, dass sie mehr ist als nur die Höhle, in der die Besitztümer zwischengelagert werden, bevor der Stadtnomade weiterzieht, dem nächsten Patchworkeinkommen entgegen.

Das ist nun geschafft. Der Boden liegt. Er sieht nicht perfekt aus, jeder richtige Handwerker würde sicher schreiend davonrennen, aber das ist mir egal. Ich habe das geschafft. Nicht allein, niemals, aber auf jeden Fall ohne dafür Menschen bezahlen zu müssen. Das ist eine verdammte DIY-Story und das macht den Stolz drauf gleich zehn Mal so groß. Veränderung ist möglich und der Prozess manchmal sogar spassig. Nächste Woche kommen die Monteure wieder. Dieses mal wird die Küche fertig. Wieder etwas erledigt.

Bleiben andere Baustellen. Allen voran mein Auftreten der Umwelt gegenüber. Das gerade alles andere als freundlich ist. Ich werde zu schnell aggressiv, zu schnell persönlich und ziehe Streit nicht an, sondern suche ihn geradezu. Und dann kracht’s mal wieder, allerdings nicht wie bei einem Gewitter, das die Luft danach gereinigt zurücklässt, sondern nur, um mich am Ende noch beschissener zu fühlen. Jedes Mal die gleiche Frage: Wie konnte das nun schon wieder so weit kommen, wie konnte man sich hinreißen lassen, auf dies oder jenes zu reagieren oder andere Dinge so überzubewerten, dass es eigentlich lächerlich sein sollte.

Ich weiß es nicht. Ich weiß, womit es zusammenhängen könnte. Zwei Wochen ist die letzte Kippe nun her. Die ersten Nächte habe ich schlecht geschlafen und bin oft schweißgebadet aufgewacht. Das ist mittlerweile besser geworden. Ich atme freier, längere Touren mit dem Rad fallen mit jedem Tag leichter und ich habe heute genau ein Mal an eine Zigarette gedacht - und das, ohne mich direkt mit einem Snickers ersatzbefriedigen zu müssen. Das Verlangen verschwindet täglich ein wenig mehr, aber es wäre vermessen, deshalb schon das Ende eines Weges zu sehen. Also wieder Veränderung und wieder die Einsicht, dass das alles kein Spaziergang wird.

Es hilft, sich manchmal einfach auf das zu besinnen, was da ist, was schon erreicht wurde, was noch kommen wird. Zwei Wochen ohne eine Kippe, ein gutes Studium, Menschen, Liebe und glücklicherweise sogar Arbeit und Einkommen. Und die Aussichten: Ein Festival im August, eine Spielemesse kurz danach, ein schöner Urlaub im September. Ja, nebenbei läuft manchmal was schief, neue Probleme tauchen auf, nachdem alte abgehakt sind. Und Streit lässt sich nicht immer umgehen, manchmal ist Konfrontation die einzige Lösung. Aber das alles sollte kein Grund sein, die guten Dinge zu vergessen, sich selbst mal auf die Schulter klopfen hier und da und daraus die Kraft zu ziehen, mit der ganzen Scheisse fertig zu werden. Es geht vorwärts, es verändert sich, es bleibt nichts gleich - mehr zählt nicht.

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7
06 2010

I mustn’t touch what I want so much

radweg

(”Loser Dust”, Hole) 15 Minuten waren’s Freitag morgen. Heute morgen sind’s schon 13,5 gewesen. Und wenn nun noch konsequenterweise rote Ampeln überfahren werden (so es der Verkehrsfluss zulässt), Bürgersteige gemieden und stattdessen die Straße als Fahrbahn genutzt, sind die zehn in greifbarer Nähe. Es läuft. Bozar (in liebevoller Erinnerung an die Sniper-Rifle in “Fallout 2″ der Name des Bikes) fährt sich mittlerweile erschreckend angenehm, schnell und vor allem gewohnt. Radfahren hilft, auspowern hilft, Schweiß ist ein gutes Nikotin-Substitut. Schön. Sieben Tage ohne Zigarette und damit kann man dieses lästige Zählen nun mal so langsam bleiben lassen. Vielleicht in drei Wochen nochmal drauf hinweisen, dass es nun einen Monat her ist, vielleicht in einigen Monaten nochmal ansagen, dass es nun ein halbes Jahr ohne ging.

Wie es bis dahin laufen wird? Ganz ok vermutlich. Ist nicht so, dass da kein Bedürfnis wäre. Beispielsweise jetzt gerade. Oder vor einigen Minuten. Der Gedanke daran, jetzt einfach eine zu rauchen vor der Tür, während es immer noch viel zu heiß ist draußen. Und dann? Nichts. Wieder in die etwas kühlere Bude gehen, Musik hören, hier weiter tippen und dann irgendwann vor dem schlafen gehen nochmal eine rauchen. Wie immer eben. Und genau das ist es, dieses verfluchte “wie immer eben”. Menschen, die nicht hinterfragen, warum etwas immer so sein muss, nur weil es immer so ist, nur weil es sich eingelebt hat, weil man dran gewohnt ist, weil man gar nicht mehr merkt, dass man es braucht, wie verdammt tief man da drin steckt. Weil es mehr als nur eine Gewohnheit geworden ist. Solche kotzen mich an, immer schon. Sie legen sich auf’s Faulbett, statt an Veränderung, Fortschritt, Neues zu denken. Warum auch, ist ja alles prima so, wie es ist. Bis es das eben nicht mehr ist. Klar, nun kann man die Story vom Lungenkrebs bringen und da lächelt jeder nur müde, mich inklusive. Das zieht nicht, wenn man aufhören will, denn jeder mit ein wenig Hirn weiß das schon, bevor er anfängt. Also nicht diese Nummer.

Auch nicht die mit der Kohle. Was kümmern mich die schätzungsweise 10.000 verrauchten Euro nun noch? Sie sind eh weg und ich hab mir ein Stück weit Lebensqualität davon geleistet, sagt die Stimme im Hirn, die von British American Tobacco gesponsert wird. Was hätte ich auch sonst damit machen sollen? Bausparvertrag, sparen auf ein Auto, all-inclusive-Reisen? Fuck it. Dann lieber Lungenkrebs, das ist wenigstens ein ehrliches Ende. Also, das mit der Kohle kann auch nicht der Grund gewesen sein. Ebenso wenig wie das “Ich will länger leben”-Bla. Wer das konsequent betreiben will, hört nicht auf mit rauchen, sondern zieht ins Gebirge, lebt als Selbstversorger und klinkt sich aus jeder kapitalistischen Verwertungskette aus, aber kommt nicht mit einer Scheisse à la “Wer raucht, stirbt früher!” daher. Aus Angst vor dem Tod aufhören zu rauchen ist so verlogen wie daran zu glauben, man käme in den Himmel, nur weil man sonntags in die Kirche geht. Nein, das passt alles nicht.

Vermutlich war es wirklich die erwähnte Abneigung gegen eingelebtes, die in der letzten Zeit stärker denn je ist. Die Suche nach der Herausforderung abseits irgendwelcher Games oder der Uni oder dem Job. Was sind die dortigen Herausforderungen schon im Vergleich zu der Aufgabe, mit sich selbst klar zu kommen und sich selbst zu ändern, das Schiff nochmal in Bewegung zu bringen, festzustellen, dass es sich nicht lohnt, in welchem Hafen auch immer anzulegen, sondern dass es wichtiger ist, in Bewegung zu bleiben? Eben, kein Vergleich. Nichts, das jeder könnte, denn wie gesagt, sich mit den Gegebenheiten arrangieren und sich immer wieder sagen, dass das halt so ist, weil es immer so war und sich eingelebt hat (oder schlimmer noch: auch noch “gute” Gründe dafür suchen) - das ist so verdammt einfach, so verlogen. Sich selbst dagegen herausfordern, mag zwar nicht unbedingt groß und toll sein oder wahnsinnig erstrebenswert. Aber es geht nichts über die Feststellung, dass man Dinge ändern kann - so man nur mehr will als sich über den Gegenwartszustand auszuheulen und danach weiter zu machen wie immer. Und drum wird es klappen. Aber sowas von.

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29
07 2009

do it or don’t

“Ich spiele nicht. Ich bin das. Verstehen Sie? Und deswegen bin ich nichts.” (Kinski)

Disclaimer: Man kann den folgenden Beitrag auf ein Medikament namens Paracodin schieben. Das hilft gegen Reizhusten und bringt den Umstand mit sich, dass man keinen Alkohol trinken soll / darf. Außerdem ist die Menge der gerauchten Zigaretten signifikant reduziert worden. Der Zyniker merkt an, dass es demnach ja wohl ganz offensichtlich keinen Spaß mehr im Leben gibt. Der Realist hält dagegen, dass es auch ohne Paracodin genügend Gründe für diesen Beitrag gäbe. Kein Grund mehr, die Deckung oben zu halten und verzweifelt weiterzuboxen, irgendwann bringen Durchhalteparolen nun mal nichts mehr und es ist an der Zeit, ein Paar Sachen rauszulassen. Dafür hat man als Ventil ja sein kleines Eckchen im Web. Andere regeln’s anders, landen im Krankenhaus oder auf der Bullenwache. Muss jeder wissen. Ich bevorzuge gerade mein Zimmer und Strokes.

Die Scherereien beginnen mit dem, was täglich wartet: der Alltag. Diese ewigen Regeln, Rituale und all das. Zu wenig Schlaf, zu überfüllte Busse, zu schlecht gelaunte Menschen. Ach ja, die Menschen hier. Die sind noch das Allerschlimmste. Akustisch sind sie ja glücklicherweise ausgeblendet, der iPod macht sich ganz ordentlich als Überlebenshilfe, um Gespräche auszublenden über Mandy/Madeleine/Melody, die 13-Jährige Schlampe wo nicht hat geben wollen Arsch und darauf gekriegt hat Faust, ey Alda krass wa? Nee, halt nicht. Arm. Überhaupt die ganze Stadt, scheint es. Nicht mal nur bezüglich ihrer Gespräche. Bleibt ja noch die Optik. Es soll nicht arrogant klingen und ich will mich da auch gar nicht über jemanden erheben, aber diese Menschen hier haben einfach keinen Stil. Ihre Kleidung, ihre Gesten, ihre Taschen, ihre Sonnenbrillen, scheissegal. Am Schlimmsten sind noch die, die irgendwie individuell daherkommen wollen. Edel-Sneaker in Chucks-Optik, Tom Ford-Brillen, T-Shirts mit V-Ausschnitt bis zu den Hoden. Was für Loser. Allein der Gedanke, über Optik Individualität auszustrahlen, löst derzeit Kotzreflexe aus. Aber man schaut ja dennoch hin. Oft einfach nur, weil man nicht glauben kann, was man da grade armseliges vor der Fresse hat. Hier hilft die Sonnenbrille immerhin noch, das Teil gibt mir ein gewisses Schutz-Gefühl, man kann nicht sehen, was ich sehe, wohin ich sehe und ob ich überhaupt hinsehe. So zumindest der Gedanke. In der täglichen Praxis bewährt es sich dennoch, einfach aus dem Fenster zu schauen. Ist mir egal, worüber sie reden, ist mir egal, wie sie aussehen. Sie sind gar nicht da. Ich bin alleine, selbst in einem überfüllten, 30 Grad heißen Bus, dessen olfaktorische Vielfalt von Nivea-Deo bis 25-Tage-Schweiß mit leichten Kotze- und Kot-Anleihen reicht. Völlig egal. Ich bin alleine, meine Welt, mein Leben, meine Gedanken, die meist irgendwohin schweifen, weit ab von all dem, was mich umgibt. Anders funktioniert das hier nicht, alles andere ist nur schlecht für das Seelenheil.

Die etwas kleinere, blonde Kassiererin im “Starbucks” hat mich gestern morgen mit den Worten “Schwarzer Kaffee?” begrüßt. Ich meinte nur, dass das ja irgendwann mal passieren müsste. Sie hat gelacht. Ich habe gelacht. Schwarzer Kaffee, 1,90 Euro, wie meistens mit einem 2-Euro-Stück bezahlt und das Restgeld in die Trinkgeldkasse geworfen. Einen schönen Tag gewünscht, gegangen. Weitere Anstrenungen nicht nötig. Ich will nicht wissen, wie sie heißt, ob sie Jura studiert oder eigentlich Sozialarbeiterin ist, ob sie Oasis lieber mag oder Blur, ob der Vibrator in ihrem Nachtschrank 15 oder 45 cm lang ist, was sie von Kaurismäki-Filmen hält und ob wie schon mal am Meer war. Keine Energie verwenden, nicht auf Menschen. Es gibt nichts zu holen. Je mehr man sich darauf einlässt, desto mehr geht verloren. Keine Gewinner. Nur eine Lösung: der eigene Weg. Konsequent gehen, nicht umdrehen, nicht seitwärts schauen, nicht vergessen, wo man ist, woher man kommt, wohin man will. Klingt egoistisch, selbstsüchtig, selbstverliebt? Fuck you. Wer will, kann gerne losziehen und Liebe suchen oder Anerkennung, Ruhm oder einfach nur ein freundliches Gesicht. So lange in Kauf genommen wird, dass all das endlich ist, dass man wieder und wieder erfährt, wie sehr man sich in Menschen täuschen kann und daher fragen muss, ob es eigentlich möglich ist, einen Menschen überhaupt zu kennen, kann man all das tun. Und mit den Konsequenzen dann bitte ohne dieses ekelhafte Rumgeheule leben. Was interessiert es mich? Werd verdammt nochmal erwachsen und sieh die Dinge, wie sie nun mal sind.

Allein sein. Das ist gerade das Beste. Meine vier Wände, meine Musik, derzeit ohne mein Bier und ohne meine Zigaretten, aber mit meinen Gedanken. Draußen Dunkelheit, hier und da ein Paar Sterne. Nicht mal das bekommt diese Stadt hin: einen richtigen Sternenhimmel. Kein Vergleich mit dem, den ich noch vor zehn Tagen bei meinen Eltern gesehen habe. Aber da ist die Luft halt auch nicht so versmoggt. Hier dagegen wird gearbeitet, hier machen sich Menschen in Fabriken, Büros und anderen Schadstoff-ausstoßenden Produktionsstätten kaputt, um Geld zu verdienen, mit dem sie dann Dinge kaufen, die sie gar nicht wollen, weil… ach, die alte Leier.

Anyway. Allein sein tut gut. Sehr gut sogar. So gut, dass ich mich daran gewöhnen könnte. Ich hatte letztes Jahr nach dem Studium überlegt, ob ich nochmal eine WG will oder es doch alleine versuchen. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der WG und die Entscheidung war absolut richtig. Nun jedoch wächst der Bedarf nach vollkommener Einsamkeit. Tür zu und niemand da. Niemals. Nichts gegen Gesellschaft, überhaupt nicht. Ich liebe meine Freunde und habe - obschon die Zeilen oberhalb vielleicht gegenteiliges vermuten lassen - gerne gewisse Menschen um mich. Wir haben Spaß, die Gespräche sind gut, die Bierflaschen zu schnell leer und eine Schachtel Lucky Strike in weniger als vier Stunden leer. Es ist warm draußen und wir gehen erst, wenn sich im Osten schon die ersten Sonnenstrahlen abzeichnen. All das mag ich.

Ebenso das Alleinsein. Die Ruhe. Das Beruhigende. Keine Hektik. Keine Erwartungen, die zu erfüllen man ohnehin nicht in der Lage ist, weil man gar keine Lust darauf hat, den Erwartungen von solchen Menschen zu entsprechen, ihre Art zu leben zu akzeptieren oder einfach mit irgendetwas, das sie einem vorsetzen, einverstanden zu sein. Der letzte Funken Punkrock, vermutlich der, der immer bestehen bleiben wird. Und damit auch das Feuer. Nur, dass jenes nun alleine brennen will.

Und keine Kippen mehr anzündet. Erst mal. Das ist ja noch so ein Punkt, der ankotzt. Man weiß es eigentlich besser und ändert nichts. Scheisse, Menschen sind so verdammt schwach, solche Verlierer, so klein. Jeder hat genug Hirn, um zu erkennen, dass Rauchen tötet, dass Krebs kein Spaß ist, dass man Geld zum Fenster rausschmeißt und dass es nichts, gar nichts bringt, zu rauchen. Raucher sind schwach. Und eine derartige Schwäche ist wahrlich nichts, worauf man stolz sein sollte. Warum also dieses Gelaber drumherum, wie schwer es wäre, es zu stecken, wie süchtig man doch sei. Oder wie gerne man doch rauche. Das sind mit Abstand die größten Verlierer, diese armen Trottel, die beteuern, dass sie das ja gerne tun. Mal sehen, ob sie das noch sagen, nachdem man ihnen auf der Onkologie nahegelegt hat, nochmal alle Freunde und Verwandten zu sehen, weil’s in vier Wochen vorbei ist. Es gibt nichts zu beschönigen, es ist scheisse. Aber es gibt einen Punkt, der genauso relevant ist: Wer sein Maul aufreißt, sollte sicher sein, dass es vor der eigenen Türe sauber ist. Blitzblank sogar. Aber nein, scheisse, was finden wir den vor den meisten Türen? Leergut. Stapelweise leere Bierflaschen. Hihihi. Wie arm, nicht? Aber hey, das ist ja nur Bier! Bier trinkt jeder! Wir sind in Deutschland! Bier ist Kultur! Bier ist gesund! Ach ja, kennen wir das Schema nicht schon von den Rauchern? Muss man hier auch erst ne Alkoholikerleber auf den Tischlegen und sagen “ey Spritti, komm ma rüber und riech hier dran!”, damit es verstanden wird? Alkohol ist genauso schwach. Drogen ebenso. Schwach, alles einfach nur verdammt schwach. Wo ist die Stärke? Wo ist der Wille, der stärker ist als die Gewohnheit, die Sucht, ein Wille, der eben gekaufte Kippenschachteln einfach in der Hand zerdrückt und volle Bierflaschen ins Waschbecken kippt? Ach, vergessen wir es einfach.

Wille. Vielleicht wäre es das. Stärke. Stark genug, um alles hier umzuschmeißen. Laut “leck mich” zu sagen, es zu meinen und den Arsch nicht nur hoch, sondern auch aus der Tür, aus dem Bus, aus dem ganzen runtergekommenen Leben mit den ganzen traurigen Gestalten hier zu bekommen. Mehr Rollins lesen. Aufräumen, nicht mit dem Umfeld, sondern mit dem eigenen ich. Klar Schiff machen auf die grobe Tour. Es git nur zwei Möglichkeiten: Do it or don’t, so verdammt einfach ist das. Leb dein Leben im Alltag, reg dich Tag für Tag über den gleichen Scheiss auf, folge täglich den gleichen Ritualen, kauf deine wunderbar alternativ daherkommende Optik von Sonnenbrille bis Sneaker, trink dein tägliches Bier und rauch deine täglichen 20 Kippen, halt einfach das Maul und schau, dass du schnell genug unter die Erde kommst bevor dir selbst auffällst, wie verdammt arm und schwach deine Existenz ist. Immerhin wird das dank ungesundem Lebensstil sogar mit erhöhter Wahrscheinlichkeit passieren. Gut so.

Oder beschaff dir ein wenig Achtung vor dir selbst. Arbeite an dir. Mach Veränderung zu einem Freund, nicht einer Angst. Überhaupt: Fürchte gar nichts. Nur das Stehenbleiben, die Stagnation, das Ankommen, das Bleiben. Also halt dein Maul und geh deinen Weg, alleine, unterwegs mit der Person, auf die du dich eigentlich verlassen können solltest, schließlich ist sie nicht so schwach und erzählt dir, wie gerne sie raucht und wie gut ihr Bier schmeckt: du selbst. Werde zu sowas wie einem Einzelkämpfer, nur ohne diesen eklig-triefenden Pathos, den Loser dem immer anhaften, wenn sie von etwas reden oder schreiben, dass sie nie erreichen können. Tu es einfach, keine großen Reden, kein Gelaber.

Do it or don’t. Irgendwie kann ich mit den ersten beiden Worten gerade verdammt viel anfangen.

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23
07 2009

n0nzm0k3r (part II)

Die “Kippen stinken”-Rubrik wird mit sofortiger Wirkung wiedereröffnet. Keine letzte Schachtel, keine letzte Kippe und weiter auch keine großen Worte. Die Zigaretten, die ich noch habe, werden unverrauchter Dinge ad acta gelegt. Kein Bock mehr auf den Scheiss, zumindest für einige Wochen oder Monate. Erstmal. Das hat schon mal geklappt, das bekomm ich wieder hin. British American Tobacco, go fuck yourself.

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18
11 2007

Rückfall

British American Tobacco hat den Kampf für eine Woche gewonnen. Den genauen Grund dafür weiß ich auch nicht mehr, vermutlich kam einfach alles zusammen und eine Flucht musste her. Stress an der FH, wo mal wieder jeder was will und keiner bereit ist, auf den anderen einzugehen. Stress beruflich, wo viel getan werden musste und noch mehr getan werden muss. Stress mit Freunden. Stress selbst mit der Familie. Und Frauen. Einfach alles. Und dann stehst du plötzlich im Supermarkt und weißt ohnehin, was du nun kaufen wirst.

Die Schachtel wird noch immer mit dem selben, geübten Griff im Handumdrehen aufgerissen, Plastik weg, auf, Folie weg, raus, anzünden. Der erste Lungenzug schmeckt beschissener als der allererste vor Jahren. Die Dinger stinken nicht nur erbärmlich, nein, sie schmecken auch absolut nicht. Als ob das alles nicht klar wäre und als ob es darum ginge. Als ob das stören würde. Oder irgendetwas ändern.

Zwei, spätestens drei Tage danach ist alles beim Alten, die tägliche Schachtel da und binnen einer Woche schon wieder beinahe Alltag. Beinahe.

Manchmal, meist spät abends auf der Autobahn, denke ich über meinen Werdegang in diversen Jugendsubkulturen nach und als was ich mich heute sehe. Mittlerweile habe ich mehr Hemden von Strellson als jene von Sherman und Perry addiert. Gelegentlich höre ich lieber The Notwist als Bonecrusher. Manchmal sehne ich mich nach einem gewöhnlichen, stinknormalen Leben mit allen Vorzügen, gesicherten Renten und Langzeitbeziehungen. Eigentlich bin ich ein verdammter Spießer, denke ich dann. Oder zumindest auf dem Weg dorthin. Meist läuft komischerweise zu genau jenem Zeitpunkt irgendein Song im CD-Player, der all das vertreibt, der klarmacht, dass es niemals stinknormal enden wird, dass keine funktionierende Langzeitbeziehung drin ist, dass es immer Punk bleiben wird, dass all die Konzerte, all die Platten, die Leute und der Spaß soviel mehr wert sind.

So oder so ähnlich ist es mit dem Rauchen: Das will ich gar nicht. Das bin ich gar nicht. Das ist ein mieser, kleiner Drecksack von Gedanken, der da im Nacken sitzt und gelegentlich gewinnen will. Der die letzten Wochen über eben Unterstützung inform von nicht enden wollendem Stress erhalten hat. Und deshalb einen kleinen Sieg davontragen konnte. Er dauerte etwas mehr als eine Woche.

Neben mir liegen noch drei Luckies. Die rauche ich noch, schließlich habe ich dafür bezahlt, mich mit den Dingern zugrunde richten zu dürfen, also ist es aus ökonomischer Sicht nur logisch, wenn ich mich nun auch mit ihnen zugrunde richte. Die drei noch. Danach geht der Kampf weiter, denn nun ist klar: Nach zweieinhalb rauchfreien Monaten ist noch lange nichts gewonnen. Aber der wichtigste Schritt gemacht.

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18
09 2007

Ampelrituale

Heute morgen an der Ampel. Auf der Spur neben mir hält ein silbergrauer Punto, am Steuer eine Frau. Jung, dynamisch, verdammt gutaussehend, der Typ, der den Punto selbst bezahlt hat und von Papa auch keine Kohle für Versicherung oder Sprit annimmt, aus Stolz, Selbstachtung, vielleicht auch einfach, weil sie einen gutbezahlten Job als Mediengestalterin hat.

In der Fresse eine Kippe.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, genau vor 22 Tagen, stand ich allmorgendlich an dieser Ampel, in der Fresse die eben fertig gerauchte Lucky. Das war schon ein Ritual: Aus dem Haus, anzünden, losfahren. Und immer an dieser Ampel flog die Kippe aus dem Fenster. Jeden Tag. Kein Scherz.

Die Ampel, vor der Madame und ihr Punto hielten, sprang auf grün.

Ich dachte noch kurz drüber nach, so wie ich täglich etwa drei bis fünf Minuten dran denke. Fuck it. Dafür verreckt die Mediengestalterin elendig, während ich gestern meine neue Heimrunde im Wald in einer fucking Rekordzeit gelaufen bin, ohne anzuhalten, abzuschwächeln oder einen überdurchschnittlich hohen Puls zu haben. Das gibt’s nicht für vier Euro am Automaten.

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11
09 2007

Macht der Gewohnheit

Grade wurde ich vor der Tür um Feuer gebeten. Routinierter Griff in die linke Hostentasche, das weiße Bic-Feuerzeug ist noch immer an Ort und Stelle. Sollte man sich Gedanken drüber machen. Selbst am mittlerweile 15. rauchfreien Tag.

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4
09 2007

get hard

Gesundschrumpfen: Statt 20 lieber erst mal 15 Minuten laufen, die dafür ohne Pause oder sonstige Schwächeleien. Funktioniert tadellos, selbst Nieselregen und unangenehm kalter Nordwind vermögen dem nichts entgegenzusetzen. Nach 15 Minuten mit hochrotem Kopf und brennenden Lungen wieder zu Hause, die zurückgelegte Distanz beträgt schätzungsweise zwei bis drei Kilometer, gefühlt allerdings mindestens das Fünffache. Egal, denn das Ergebnis passt: Nicht schlapp gemacht, durchgehalten und das erstaunlich gut. Acht rauchfreie Tage, lange schlafen und gesund futtern zeigen langsam ihre Wirkung. Weiter geht’s.

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