Äppel


29
01 2010

sounds like a fucking tampon

Mehr gibt’s da nicht zu sagen. Wobei, doch, wenn man Ironie versteht, schon. Alles weitere ist dann messianisches Fanboi-Gelaber von jenen, die nicht so recht in der Lage sind, zu reflektieren, dass Marketingnutten in coolem Gewand immer noch Marketingnutten bleiben.

Was noch war: rip JD. Das Buch steht noch im Regal und wird wohl mal wieder richtung Nachttisch wandern, schließlich hat sich an der verlogenen Erwachsenenwelt, aus der es nur für ausreichend Phantasievolle ein Entfliehen gibt, seither nichts geändert.

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26
08 2009

perfect workplace

workplace

Zu schade, dass das 13-Zoll MacBook Pro nicht meins ist. Aber einen Nachmittag lang drauf rumspielen hat schon gereicht. Man soll nicht gierig sein, sondern zufrieden mit dem, was da ist. Angesichts der beiden anderen - und die gehören mir sehr wohl - ist das gar nicht mal so schwer. Merke: Materielles ist ohnehin überschätzt, am Main sitzen und über Jogger herziehen dagegen deutlich wichtiger.

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10
08 2009

nu toy

imac24

Für die Strecke Innenstadt - Bude hab ich dann doch ein Taxi genommen, mein Gesundheitszustand ist schließlich weiterhin nicht optimal. Warum auch immer. Und da ist so ein 24-Zoll-iMac schon schwer zu schleppen. Nach vier Tagen Festival ohnehin. Aber die aktuelle Rabattaktion im Billigheimer-Markt kann man wirklich nicht ungenutzt verstreichen lassen, schließlich werden damit aus 1400 mal eben 1130 Euro. Und natürlich ist nicht, wie da angekündigt, die MWST gestrichen - das geht schließlich nicht, denn für alles, was hierzulande über die Ladentheken geht, werden Steuern gezahlt. Heißt: Auf den 1130 sind 19 Prozent Steuern und das sind nochmal über 200 Euro. Die kann man als Selbständiger ja bekannterweise absetzen und damit haben wir dann einen Gerätepreis von 930 Euro. Das ist schon… verlockend genug.

Was ich mit dem Gerät so vorhabe? Erst mal meinen Nacken ein wenig entspannen, schließlich schaue ich ja nun geradeaus und nicht mehr nach unten auf ein Notebook. Und 11 Zoll Bildschirmdiagonalen-Unterschied fallen durchaus auf, also auch was für die Augen getan. Außerdem stehen nun noch etwas mehr als 570GB Festplattenspeicher zur Verfügung, da wurde das MacBook ja langsam knapp. Das Beste jedoch: Der Schreibtisch ist aufgeräumt. Und umgeräumt. Keinen Kabelsalat mehr überall, stattdessen den USB-Hub unter den Tisch verfrachtet und nun ein wenig Ordnung geschaffen. Der Verstärker ist auf den Nachttisch gerutscht und der Drucker drüber. Damit ist genug Platz für das MacBook und den iMac. Passt.

Braucht’s das alles? Nein. So wie Autos, Digitalkameras, 4-lagiges Toilettenpapier oder Eigentumswohnungen. Aber nüchtern betrachtet wird ja an vielen Ecken gespart: Keine teuren Urlaube. Kein Auto. Keine schlechten Klamotten. Keine Friseur-Kosten. Das summiert sich schon. Und gibt dann irgendwann mal 930 Euro. Die stehen nun vor mir und werden eifrig konfiguriert. Morgen dann. Für heute wartet der Schlaf, der auf dem Festival nicht drin war.

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11
02 2009

clean desktop und so

schreibtisch

Ich klau mir diese Idee nun einfach mal, weil’s gefällt. Anyway, Erklärungen sind wohl angesichts des Docks keine nötig. Richtig gesehen, da ist nicht ein Programm drin. Schließlich braucht man nur ein Tool: Quicksilver. Diese Idee wiederum ist geklaut vom MacBook Pro besitzenden Freund. Der Background ist ebenso selbsterklärend, Faith aus “Mirror’s Edge“, das Logo habe ich allerdings entfernt, das sah nicht nice aus. Bleiben die Paar kleinen Ordner links oben, aber die werden auch nur als Ablage für Sachen verwendet, die irgendwann wieder gelöscht werden. Clean Desktop und so. “Diablo 2″ ist auch noch drauf, wurde aber seit mehr als einem halben Jahr nicht gestartet. Ach ja, die Festplatte heißt immer noch “101″, kann man so einiges damit assoziieren, von “Fallout” bis “1984″ seien der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ist aber auch nur ein Desktop - allerdings einer, den ich entgegen bisherigen Gewohnheiten schon seit mehreren Monaten kaum für veränderungsbedürftig erachtet habe.

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8
02 2009

trade

Was man gegen einen iPod Touch 16GB tauschen kann:

29x “Curse of the Spawn
30x “Lucifer
4x “Meltin Pot
6x “Ghostdancing
5x “Steampunk
2x “Clerks
4x “Joker Mask
5x “Time Bandits

dazu “Bad Boy” in der deutschen Hardcover, Miller und Bisley, keine weiteren Fragen nötig. Einige “Valerian & Veronique” von Mézières, überhaupt einiges von ihm. Zuletzt noch DVDs: “Matrix Reloaded”, “Matrix Revolutions” und damit immerhin mal die Trilogie komplettiert, auch wenn Teil zwei und drei nie vom Hocker reißen werden. Plus “Riddick”, der Versuchung Trash werde ich einfach nie widerstehen können. Und “Jimmy Neutron”, weil tendenziell knuffig.

Insgesamt sind das knapp 100 Comics, die gefühlte 20 Kilo gewogen haben auf dem Heimweg vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Eberstadt. Da liegen sie nun einigermaßen wohlgeordnet im Regal. “Lucifer” ausgenommen, die liegen beim Mitbewohner. Keine Ahnung, mit welchem ich beginnen werde, vermutlich “Bad Boy”. Keine Ahnung, was das alles wert ist, aber die Frage beschäftigt mich nicht. Schließlich war der iPod Touch für mich von keinem Wert, den man in Zahlen beziffern könnte. Dafür erfreut er den neuen Besitzer, der nun fleissig Alben draufschaufelt. Ob die Comics für den iPod-Neubesitzer einen Wert hatten, den man in Zahlen beziffern könnte, vermag ich nicht zu sagen. Aber mich freut der Anblick des nun doch deutlich comic-befüllten Regals grade unglaublich. Guter Deal, das. Und nicht ein einziger Euro, der den Besitzer gewechselt hätte. Sollte das öfters so handhaben.

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4
02 2009

good & gone

ipod_touch_16gb

Weg isser. Werde ihn nicht mal auspacken, auch wenn die Versuchung groß ist, so eine Runde Galcon hätte schon was. Leise flüstert Oscar was von wegen “the only way to get rid of a temptation…”, aber das verhallt heute mal ungehört. Glücklicher Neubesitzer ist der Herr Molosovsky. Wie’s kommt? Ganz einfach: Der Rest der Kommentierenden hat schon einen. Und ich wollte wen, der das Ding auch gscheit nutzen wird. Dazu dann ein Angebot, dass ich nicht ausschlagen konnte: Comics. Einige davon. Was in diesem Fall heißt, dass die Auswahl nicht nur aus zwei, drei Regalfächern besteht, Fachwissen zum Thema wird ja regelmäßig bewiesen. Ich meinerseits bedanke mich für den Beweis, dass man auf Blogs nur was verschenken muss, wenn man Leser will: Hatte gestern drei Mal mehr als üblich, sicher wegen der blumigen Produktbeschreibung, schon klar. Lektion eins für Kaufblogger, Ende.

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3
02 2009

zu verschenken oder so


September 9, 2008—Apple® today introduced the second generation iPod® touch featuring an amazingly thin contoured metal design, a gorgeous 3.5-inch widescreen glass display, 802.11 b/g Wi-Fi wireless networking, integrated volume control buttons, a built-in speaker for casual listening, a built-in accelerometer and other advanced sensors, and Apple’s revolutionary Multi-Touch™ user interface. iPod touch, now available for just $229 for the 8GB model, is perfect for playing music, movies and games, with millions of songs, thousands of Hollywood movies and hundreds of games available on the iTunes® Store.
(Quelle: Apple PM)


Nett: Da meine Redaktion im Dezember einen internen Wettbewerb gewonnen hat, bekommt jeder einen iPod Touch geschenkt. Es handelt sich um das oben beschriebene Modell, allerdings die Version mit 16GB Speicherplatz (Neupreis im Apple-Store: 279 Euro). Prima, sowas bekommt man dann doch nicht alle Tage einfach mal frei Haus.

Aber wir haben da ein Problem.

Ich hatte den ja schon mal von der Apple-PR bekommen und wenig später für nicht-kaufenswert befunden, einfach aufgrund des Preises und dem Speicherplatz von gerade einmal 32GB. Die reichen mir nun mal einfach nicht. Genau wie die 16GB nun. Genau wie damals brauche ich immer noch keinen Netbook-MP3-Player-Bastard, denn mittlerweile steht schließlich neben dem MacBook auch das Lenovo, die Netbook-Thematik ist also auch von gestern. Ach ja, einen iPod habe ich dennoch gekauft, den einzig vernünftigen für meine Vorhaben. Bleibt nur die Sache mit dem Zocken, deshalb hatte ich den Touch ja bekommen, um drüber zu schreiben, was man darauf spielen kann. Aber selbst das macht dieses Gerät grade nicht attraktiv für mich, es hilft einfach nix.

Der muss raus, keine Verwendung für sowas, der wird hier verstauben. Keine Lust auf eBay-Trouble, also in aller Kürze: will ihn wer haben?

Aufgrund den technischen Eigenschaften des Geräts wäre es natürlich schade, wenn das nun nur zum Musikabspielen verwendet wird, der künftige Besitzer muss schon jemand sein, der das auch zu gebrauchen versteht. Wie gesagt, für mich ist das Teil nix, aber es gibt ja eine Zielgruppendiversifizierung und drum trifft Apple mit dem Ding sicher den einen oder anderen (Leser)Geschmack. Und da ich nicht recht weiß, ob und was ich an Geld oder Geldwerten verlangen soll, schlagt was vor, geschenkt oder so.

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25
09 2008

don’t buy it III

ipod_classic_120gb

Das Honorar des letzten Monats lässt zwar noch auf sich warten, die Reisekosten sind jedoch da. Und eine kleine Überweisung vom Finanzamt unterwegs. Grund genug also, sich mal keine Gedanken über Geld zu machen oder sich bei Freunden, die keine Steuern zahlen, übers Steuern zahlen zu beschweren. Stattdessen finden gerade 6928 Musikstücke, deren Spieldauer addiert 15,9 Tage beträgt, ihren Weg auf den neuen Musikabspieler für unterwegs. Der außer Musik abspielen kaum etwas kann, aber das ist ja auch nicht nötig, glücklicherweise. Der 1st-Generation-Nano wird allerdings nicht entsorgt, sondern weitergegeben, Menschen eine Freude machen ist schließlich genau so schön wie die Früchte der eigenen Arbeit ernten. Selbst wenn sich selbige noch gar nicht auf dem Bankkonto wiederfinden. Gibt wichtigere Dinge als Geld.

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22
09 2008

don’t buy it II

In den nächsten Tagen wird der Beitrag zum Thema “Gaming auf dem iPod Touch” online gehen, ich muss ihn nur noch schreiben, aber bekannterweise ist das der Teil der Arbeit, der mir am leichtesten von der Hand geht. Mittlerweile befinden sich 20 Gratis-Games auf dem Gerät, mehrheitlich Testversionen, die Vollversion kostet allerdings nicht die Welt. Nebenbei begleitet mich der Touch jedoch auch morgens in der Bahn und abends auf dem Heimweg. Grund genug also, neben dem beruflichen auch ein kleines, privates Fazit zu ziehen. Falls das hier ausufern sollte endet es in einer Kritik an der Konsumkritik, der geneigte Leser sei also im voraus gewarnt.

Zunächst mal ist der Touch natürlich kein schlechtes Gerät. Die Verarbeitung ist so solide und hochwertig, wie man es von einem Gerät, das einen Neupreis von 379 Euro hat, erwarten kann. Die Bedienung dürfte selbst mäßig technikaffinen Zeitgenossen leicht von der Hand gehen. genau das lobt man ja immer an den Produkten aus Cupertino: Jeder Depp kommt damit klar (in Punkto MacBook bin ich bisweilen geneigt, diese Behauptung zu relativieren, aber das Fass machen wir heute mal nicht auf). Verbinden mit iTunes, Softwareupdate und danach erst mal massig Audiodateien rüberschieben. Dabei kommt mir der Touch subjektiv schneller vor als mein Erstgeneration-Nano, was aber nicht sein kann, beide nutzen ja USB 2.0. 32GB hat das gute Stück und damit nicht ansatzweise genug, um die heimische Plattensammlung transportabel zu machen. Also nur mal einige Alben drauf und los. Bedienung ist wie gesagt ein Kinderspiel, wie man das Ding sperrt ist ebenso schnell raus wie die restlichen Funktionen, vom Ausschalten der Tastentöne bis zur Bedienung der mückenschissgroßen Tastatur, die bei manchen Anwendungen ja benötigt wird.

Womit wir schon den ersten Kritikpunkt haben, der letztlich auch der größte sein wird und der Hauptgrund, weshalb ich mir dieses Teil niemals kaufen werde: Der iPod Touch kann einfach zu viel. Ich brauche keinen Browser, ich will nicht meine Mails checken, ich brauche kein Googlemaps, kein Youtube, keine Video-Funktion, keine Bilddatenbank. Wozu auch? Ich will Musik mitnehmen, jede Menge davon und die dann unterwegs hören. Das ist alles. Mehr nicht. Was soll also der Schnickschnack? Für ein Netbook ist das Teil zu klein, das Surfen ist unkomfortabel, Texte eintippen für nichtanorexiegeplagte Finger schier unmöglich und diese Zoomfunktion bei der man zwei Finger auseinanderspreizend über den Screen bewegt schon latent obszön.

Es sind wohl jene Funktionen, die den Preis dieses Geräts bedingen. Es können nur diese Funktionen sein, denn Speicherplatz ist Speicherplatz, da gibt es keinen “höherwertigen”. Dennoch muss man sich mal vergegenwärtigen, wie unterschiedlich die Kosten pro GB bei den verschiedenen Modellen sind: Mein alter Nano hat 2GB und damals 200 Euro gekostet - das macht stolze 100 Euro für ein Gigabyte. Der aktuelle Classic hat bei 120GB einen Preis von 240 Euro, also etwa zwei Euro pro Gigabyte. Der Touch dagegen kostet mit 32GB fast 380 Euro - das sind dann beinahe zwölf Euro pro Gigabyte. Wie rechtfertigt man diese Differenz von zehn Euro gegenüber dem Classic? Gar nicht. Bestenfalls eben über die zusätzlichen Möglichkeiten. Andere Ausreden fallen mir gerade nicht ein. Vielleicht das Design? Der Touchscreen? Höherwertige Verarbeitung oder Materialien? Oder einfach nur das Bewusstsein, dass Menschen, die 380 Euro für ein derartiges Gerät hinlegen, ohnehin keine Probleme mit Geld haben dürften?

Ich habe einmal zum Kauf eines Touch geraten, in Anbetracht der drohenden Gefahr eines iPhones, dessen Folgekosten ungleich höher gewesen wären, riet ich zum Kauf der Touch, bis auf Telefonieren und Edge ist er schließlich nahezu deckungsgleich mit dem Mobiltelefon. Persönlich war mir schon seinerzeit klar, dass keines beider Produkte für mich infrage käme. Das hat nichts mit Applefeindschaft zu tun, mitnichten, dieser Beitrag entsteht auf einem MacBook. Selbiges ist deutlich teurer als die Kollegen mit Microsoft-Betriebssystem, da bekommt man zum Preis eines MacBook ein Mehrfaches in Punkto Leistung. Vergleichen wir es mit Autos: Kein Benz-Fahrer wird sich die Frage stellen, ob der Fiat vor ihm höherwertiger ist - selbst wenn er es eventuell sogar sein könnte, oder der Benzfahrer gar eine Montagsproduktion fährt, die nach 100tkm den Geist aufgibt. Völlig egal, denn subjektiv misst man den Dingen eine höhere Wertigkeit bei: Das ist ein Benz, der ist Made in Germany, die sind zuverlässig. Das ist ein Fiat, Fehler in allen Teilen, dazu die üblichen salonrassistischen Sprüche gegen die Autobaufähigkeit des Göthereiselandes. Alles subjektiv. Aber: MacBook-Besitzer bekommen schließlich noch ein andersartiges Betriebssystem dazu (auf den Begriff “höherwertig” verzichte ich absichtlich, der Mitbewohner fühlt sich dann immer zu Spott hingerissen), gleichzeitig leben die Teile ganz offensichtlich länger (ein Jahr Dauereinsatz in unterschiedlichsten Bedingungen und die Akkulaufzeit lässt weiterhin jeden Windows-Notebook-Nutzer alt aussehen, das hat kein Vorgänger gepackt), zu guter letzt ist die Bedienung einfacher (der Mitbewohner würde sagen: “kindgerechter”). Teilweise lässt sich all das messen und nachweisen, aber das hier ist keine PR-Mitteilung und ich bin mir gewahr, dass vieles einfach subjektive Zuschreibungen sind.

Deshalb zahlen wir diese überteuerten Preise. Und hier gibt es gar keine Debatte, denn die Preise für sämtliche iPods sind überteuert. Vergleichbare Geräte kosten deutlich weniger. Warum also einen iPod kaufen? Wegen dem Stilfaktor? Also bitte, niemand wird ernsthaft behaupten wollen, mit einem iPod heute noch Stil ausdrücken zu können, zumindest wenn man einen Stilbegriff hat, der Stil als etwas Individuelles betrachtet. Da kann man ja gleich Chucks dazu anziehen und in der selbsternannten Untergrundmusikmagazinen blättern, während man sich auf den Weg zum Biofeinkostüberteuertgutewelt-Laden macht. Gnade, wirklich, iPod equal Trend, dem Marketing sei’s gedankt. Das ist das Gerät unserer Generation und der Generation davor gleich mit und der danach sicher auch. Erstklassige Leistung, muss man anerkennen und sich vor den entsprechenden Vermarktern verbeugen. Wer geht heute schließlich noch los, um einen MP3-Player zu kaufen und denkt dabei an etwas anderes als den iPod? Vermutlich niemand. Punkrock wäre es wohl, zum Zune zu greifen.

Überteuert sind sie also alle, Fakt. Bleibt die Wahl des ökonomischsten Gerätes, was in Punkto Preis-Gigabyte erhältlich ist. Es verlieren: Shuffle (45 Euro für ein GB), Nano (fast 19 Euro pro GB beziehungsweise zwölfeinhalb in der 16GB-Variante) und Touch (mit über 27 Euro pro GB in der 8GB-Version, etwa 17 Euro in der 16GB-Version und knapp 12 in der 32GB-Version). Ganz radikaler Vergleich: Medion nimmt für 20GB rund 90 Euro. Bleibt der Classic. Der hat 120 und kostet 240. Das killt nach der - zugegebenerweise sehr vereinfachten und durchaus gewollt redundanten - Rechnung hier selbst den Medion. Zudem der einzige, dessen Speicherplatz wirklich langt, da ist zusätzlich noch Platz für andere Daten der Festplatte. Und ja, er kann auch Video, aber ernsthaft, man muss schon arg verzweifelt sein, um bei 320 x 240 Pixel Bildschirmauflösung und 163dpi ernsthaftes Filmvergnügen zu erwarten. Das Ding kann Musik abspielen und sonst nix, das Design hat sich die letzten Jahre über nicht merklich verändert und vor allem kommt der Classic nicht in Modefarben daher. Stattdessen ein viel zu fetter Körper und alles andere als taschengeeignet. Sicher, nach einigem Suchen wird sich für 240 Euro ein leistungsstärkeres Produkt finden. Aber wir wollen schließlich alle die E-Klasse und nicht den Panda. Und wir sind reingefallen, die Damen und Herren aus dem Marketing waren schlauer. Man könnte nun Gründe erfinden ohne Ende, etwa dass iPods speziell für Mac-Besitzer prima sind, da man ja schon iTunes hat und das alles also nur ein einstöpseln und loslegen ist. Stimmt sogar. Aber darauf lassen wir uns heute nicht ein. Es ist und bleibt ein überteuertes Produkt der Gegenwartskultur, so individuell wie Chucks, so stilsicher und gleichzeitig ausdruckslos wie Cordsakkos und vor allem austauschbarer als Electropoppunkclashtrashsmash-Bands.

Kurz: Gekauft. Demnächst. Ich muss mich ja schließlich nicht um meine Kritikpunkte kümmern, dafür habe ich kritische Personen in meinem Umfeld. Denen ich schon im Vorfeld für die zu erwartenden Disses danken möchte.

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21
09 2008

don’t buy it

(Nicht persönlich nehmen Alter, nächste Woche kommt hier ein kleiner Beitrag zur 32GB-Version des Touch, der kommt auch nicht besser weg, versprochen.)

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