Live fast, die young


29
08 2010

läuft.

Aber sowas von. Selten so viel geschrieben wie in der letzten Woche und dabei festgestellt: Es geht leichter und schneller von der Hand als je, es macht Spaß und ich kann es. Vermutlich kann ich nichts anderes, wobei die Noten, die zwischendurch noch reinkamen, eine andere Sprache sprechen: 1,3 für die Hausarbeit, 1,7 für die Klausur. Und ein letzter Essay ist bereits geschrieben und abgeschickt. Wenn’s mal rund läuft, läuft’s verdammt rund.

Was fehlt? Eigentlich nichts, denn erfreulicherweise kamen finanziell noch die einen oder anderen Unerwartetheiten dazu - auf der Haben-Seite. Lediglich gesundheitlich ging’s Freitag abwärts, vermutlich das Resultat der anstrengenden Woche und dem nicht mehr vorhandenen Messe- und Festivalstress. Lief alles wieder ein wenig langsamer, da kommt der Körper dann eben auf die Idee, dass es nun an der Zeit wäre, krank zu werden. Da steht allerdings ein Topf voll mit äußerst gutschmeckender Hühnersuppe in der Küche, die gestern von liebevoller Hand aufwändig zubereitet wurde (kurz: nicht von mir, ich bin küchentechnisch eine Null). Dagegen hat die aufziehende Erkältung keine Chance. Im Gegenteil, ich werde nachher nochmal raus und eine Runde mit dem Rad durch die City. Just cause.

Alles bestens also derzeit. So bestens, dass es schon fast verdächtig ist. Üblicherweise müsste demnächst etwas schlechtes passieren, einfach, weil es immer so ist. In Anbetracht der Tatsache, dass der Bestens-Status nun allerdings schon ziemlich lange anhält, neige ich dazu, jedweden vorauseilenden Pessemismus in die Tonne zu treten. Und noch ein wenig Passion Pit zu hören, wegen dem Launemach-Faktor (drauf gekommen bin ich übrigens über den “Little Big Planet 2″-Trailer, ein Spiel, das durchaus zum Grund für den PS3-Kauf werden könnte).

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17
07 2010

London V

08:22 Uhr, irgendwo über Frankreich.

10F ist einer dieser Fensterplätze mit Notausstieg und damit haben wir nun so eine Fight Club Situation. Ich habe mir die Instruktionen genau angeschaut und fühle mich von den fünf einfachen Schritten, die im Notfall für das Fortbestehen zahlreicher Mitreisender dringlichst nötig sind, heillos überfordert. Aber gut, wir malen mal nicht den Teufel an die Wand, die statistische Wahrscheinlichkeit, im Flieger draufzugehen, ist bekanntermaßen nicht die allerhöchste. Und das ist der fünfte Flug nach London, der dritte allein in diesem Jahr. Ich sollte noch einige Minuten die Augen zumachen, aber fühle mich gerade nicht in der Lage dazu.

flughafen

04:43 Uhr, Darmstadt. Ich wache zwei Minuten, bevor der Wecker geklingelt hätte, auf. Ich bin nie pünktlich, sondern stets viel zu zeitig dran. Heute ist da keine Ausnahme. Gähnen unter der Dusche, das Bad sollte mal wieder geputzt werden. Draußen kein Laut zu hören, die Stadt schläft noch. Da ich selbstverständlich auch deutlich zu früh an der Bushaltestelle bin, beschließe ich, einige Meter zu laufen. Also eine Bushaltestelle weiter. Immer noch mehr als genug Zeit, bis der Bus kommt. Also noch mal eine, denn da ist eine Bäckerei nebenan und ich spekuliere auf frühaufsteherfreundliche Öffnungszeiten. Nix da, aber gut, es ist schließlich noch nicht mal 05:15 Uhr.

Hauptbahnhof. Hier gibt’s Kaffee und der schmeckt wie erwartet grausam. Erfüllt seinen Zweck dennoch, außerdem sind es nur noch wenige Minuten, bis der Bus kommt. In selbigem höre ich “Straight Flush Ghetto”, das dritte Studioalbum der Bones und überlege, wann ich die das letzte Mal gehört habe. Oder überhaupt angefangen habe, die zu hören. Scheint ewig her. Im Osten Sonnenaufgang.

06:15 Uhr, Flughafen Frankfurt. Das ich lediglich 45 Minuten vor Boarding am Flughafen ankomme, ist für mich schon fast sowas wie Punkrock, schließlich rebelliere ich damit ja kräftig gegen dieses ekelhafte “immer viel zu früh da sein”-Ding. Konsequenz: Der Automat erkennt meine Ticketnummer nicht und verweigert den Check-in. Gut, ruhig bleiben, Typen fragen was tun, Typ sagt, zum Schalter gehen. Dort ist natürlich eine ganz ordentliche Schlange, aber keine Panik, es ist noch genug Zeit. Die Schalterfrau ist so freundlich, mich gleich noch für den Rückflug einzuzecken und fragt, wo ich sitzen möchte. Ich entgegne “Möglichst da, wo man nach der Landung schnell rauskommt”, sie rückt meine Wortwahl dahingehend zurecht, dass sie schlicht “Vorne, meinen Sie” entgegnet. Geld wechseln, zwei McCroissant (durchaus eklig, aber satt machend) und eine “Welt Kompakt” genommen. Wegen dem Format, das ist wirklich praktisch. Und so schwer wie die FR ist das Blatt weder dem Gewicht nach noch inhaltlich.

08:37 Uhr, Landeanflug durch Wolkendecke.

Immer noch “Sun Kil Moon” im Ohr, deren “April” ist definitiv ein höhrenswertes Album (und so gar nicht in Einklang zu bringen mit den Bones, soviel sei gewiss). Ich sitze hier immer noch alleine in dieser Reihe und frage mich, ob die hir alle absichtlich nicht sitzen wollten. Kann nicht sein, denn im Gang gegenüber ist auch eine Notausstiegsluke und da sitzen zwei Menschen. Unter mir taucht England langsam aus den Wolken auf. Immerhin war der Kaffee im Flieger besser als am Hauptbahnhof, dafür hat das Sandwhich oder wie die das Brötchen mit Zeug drauf nennen, das vorranig nach Luft featuring Geschmacksverstärker schmeckt, alles andere als getaugt. Zu dieser Geschichte mit dem Tomatensaft ringe ich mich freilich weiterhin nicht durch, das ist und bleibt in meinen Augen eine ausgemachte Ekligkeit.

london

09:48 Uhr, Heathrow Express
Schon vor der Passkontrolle von Cops aufgehalten worden, die wissen wollen, woher ich komme, wie lange ich bleibe und bla. Schön, seh ich halt verdächtig aus. Dann bei der Passkontrolle aufgehalten worden, weil die Maschine meinen Pass nicht lesen konnte. Glücklicherweise gibt’s die EU und ich habe meinen Perso ja auch noch dabei. Dazu kommt’s aber gar nicht, denn es lag mal wieder an der Maschine. Das Pack scheint sich heute gegen mich verschworen zu haben. An den Customs dann noch mehr Cops die böse gucken. Fürs rumstehen und böse gucken bezahlt werden, scheint ein Traumjob zu sein. Bahnticket gekauft, zum Bahnsteig gegangen, Weg blind gefunden. Nun im Zug und wie immer der Pflicht nachkommend, diesem Land seine maximale Degeneriertheit in jederlei Hinsicht dahingehend sichtbar zu machen, dass ich Scooter höre. Back in the UK, so. Sieht bewölkt aus hier, doch eine gute Entscheidung gewesen, auf Hemd zu setzen. In etwas mehr als einer Stunde geht der Spaß dann los. Sollte locker zu schaffen sein und ich erwische mich gerade dabei, mich einmal nicht selbst zu stressen oder von irgendwas anderem stressen zu lassen.

12:50 Uhr Event
Ich durfte dem Taxifahrer mal wieder drei Mal erklären, wo ich hin muss. Entweder mein Englisch ist nicht gut genug (kann nicht sein), oder ich bin des hiesigen Dialektes einfach nicht mächtig, beziehungsweise unwillens, da groß auf Pseudo zu machen und es mit dem Cockney dann mal zu versuchen. Aber gut, ich bin eh zu früh hier. “Hier” ist ziemlich downtown, eine ex-Kirche, deren Vorraum nun voller Bond-Devotionalien steht. Golden Gun, PPK Silenced, das Beisser-Gebiss, das Drehbuch zu “Goldeneye” und so weiter. Und kein Kaffee.

Warten. Smalltalk. Noch mehr warten, immer mehr Menschen kommen, dazu Kameras, Fotoapparate, noch mehr Kameras und jede Menge Smartphones. Hierzulande ist das iPhone definitiv so weit verbreitet, dass es vermutlich cool ist, wenn man keines hat. Immerhin gibt’s nun Kaffee, aber der schmeckt wirklich grausam. Also Juice, der auch nicht viel mehr hermacht. Dafür sind die Frühstücks-Häppchen ganz angenehm und ich stelle fest, dass ich auf Reisen eigentlich permanent am Fressen bin.

aston_martin

Pressekonferenz kurz nach elf. Joss Stone wird das Bondgirl im Spiel. Das Spiel wird “Blood Stone” heißen und sieht aus, wie eine Mischung aus Racer, 3rd-Person-Shooter und Zwischensequenz. Davon werden einige gezeigt, dazu Trailer und Spielszenen. Ich kann’s nicht ändern, aber das Game davor hat mich mehr interessiert: “Goldeneye”.

Vielleicht, weil es spielbar hier herumsteht. Und sich schnell vier Leute für ein Match finden. Und da ist es wieder, das alte Flair, während man durch das neu gestaltete “Archives”-Level hetzt und auf Kanonenfutter wartet. Es passt einfach alles und die Rezeptur ist denkbar einfach: Nimm vier Jungs, setze sie davor und sie erledigen den Rest. Sachen wie Herkunft, Musikgeschmack oder stilvolle Kleidung sind hier scheissegal - interessanter Ansatz eigentlich, wenn man das mal so bedenkt: Videospiele als integratives Element, quasi kulturübergreifend, da kulturignorierend. SO oder so ähnlich. Ich finde es jedenfalls nicest, auch wenn ich mittlerweile eher der Typ bin, der umgelegt wird. Gut, aus dem Training. Die alten N64-Tage lassen sich definitiv wieder beleben, wird wohl Zeit.

Mittlerweile ist es 14 Uhr. Es gab jede Menge Nahrung vom Grill, eiskalte Coke, das erste Interview ist geführt, zwei kommen noch. Draußen vor der Tür stehen zwei Aston Martin, DB5 und Vanquish. Ich gebe ersterem den Vorzug, obschon mein Blick am ersten, echten Helden des Tages und dessen Fixie hängenbleibt. Als hätte ich nicht genau sowas erwartet, schon klar. Wetter schlägt ein wenig um, hoffentlich bleibt’s bei Wind ohne Regen. Ich freue mich auf die Rückreise, später dann.

singlespeed_london

Später
Interview mit Joss Stone. Und dem Hund auf Joss Stones Schoß. Keine weiteren Kommentare.

Noch später
Interview mit dem Entwickler von “Blood Stone”, dem neuen Bond-Game.

Sehr viel später
Interview mit dem Entwickler von “Goldeneye” und großes Fanboi-raushängenlassen. Der Mann versteht es und versichert, dass die Kernelemente des heißgeliebten N64-Übergames enthalten sein werden, der Titel nur für Hardcoregamer geeignet ist und und und. Balsam für die Casualdreck-geplagte Seele.

Fast ganz spät
Reden mit dem Security-Mann. Regel Nummer eins bei Veranstaltungen jeder Art: Halte dir das Personal warm, das sind die Leute hinter den Tresen, vor und neben den Türen, an der Rezeption. Ehrliche Menschen, die eigentlich eher dein Fall sind als diese Anzugmenschen. Drum warmhalten. Davon mal abgesehen servieren sie dein Essen und bestimmen hier und da durchaus, wer was wann in welcher Menge bekommt. Und der Securitymann ist verdammt freundlich, verdammt schlau und mit ihm einige Worte wechseln in der lauen Vorabendsonne ist äußerst angenehm. Dazu italienisches Bier, weniger angenehm.

Die Rückfahrt zum Flughafen verläuft eher stressig. Weniger als 30 Minuten bis Boarding, als ich den Flughafen erreiche. Aber auch da kein Grund zu stressen, es reicht sogar noch für Shopping und ohnehin dauert hier alles länger, der Abflug verzögert sich und und und. Also alles Easy.

me

Grade extrem angenehme Turbulenzen. Das Pack zu meiner Rechten könnt’s gerne in nem Crash erwischen, selbstgefällige, kurzzschwänzige Managerhackfressen die nur auf Dänglisch über ihren COO, CEO, Projekte und Erfolge labern. Vor allem das Alphamännchen hat garantiert nicht nur nen erbärmlich Kurzen, sondern auch noch ein mieserabel hässliches Hemd das nicht zur Hose passt und nebenbei nen Sprachfehler. Den zu demontieren wäre so einfach und lustig, dass ich es beim Gedanken daran belassen möchte und heimlich in mich reingrinse.

Ausserdem ist der Akku bald leer. Und ich demnächst in Frankfurt. Langer Tag fast vorbei. Bettvorfreude. Alles, was vergessen wurde, dann ein andermal.

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25
06 2010

noblesse oblige

schuhe

Ich bin dann mal Abiballen, nachdem ich meinen eigenen vor sieben Jahren ja gekonnt und durchaus nicht unbeabsichtigt verpasst habe (ein “Ryker’s”-Abschiedskonzert lässt man halt nicht einfach so sausen). Immerhin: Der für die damalige, nicht-besuchte Veranstaltung gekaufte Anzug passt noch weitestgehend, die Sache mit dem Wohlstandsbäuchlein mal außen vor gelassen. Was soll’s, die Bedeutung der Institution Abiball ist mir heute wie damals noch nicht so ganz bewusst, aber gut, so geht’s mir ja mit der Bedeutung anderer Feierlichkeiten auch. So lange da weiter hinterfragt wird, droht zumindest kein alkohollallendes Versinken im Einheits-Feierbrei. Und damit (und der als ziemlich genial wahrgenommenen neuen “Blumentopf”, allen voran “Nerds”, “Fenster zum Berg”, “SuperEinfachSchwierig” und “Sie tanzt die Nächte durch”) ab ins Wochenende.

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6
06 2010

habemus papam

grill

Tag fünf ohne Kippen.
Tag drei an “Red Dead Redemption”.
Höchste Zeit für ein wenig Zerstreuung.

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1
06 2010

happy bday to me…

… aber das Geschenk hab ich mir selbst schon einige Stunden vor Erreichen des 26. Lebensjahres gemacht. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

bergamont_singlespeed_01

Zunächst mal habe ich mir kein Fahrrad gekauft. Fahrrad, das sind die Dinger, die der StVZO entsprechen und mit denen man entspannt durch die Stadt radeln kann. Hab ich nicht vor. Und mich deshalb entsprechend ausgestattet: Keine Gangschaltung, keine Schnörkel, keine Lichter, keine Schutzbleche, kaum Gewicht. Ein einfacher Ledersattel, damit es auch bloß nicht bequem wird. Denn um Bequemlichkeit geht es nicht.

bergamont_singlespeed_03

Besser noch! Man kann diese Flipflop-Nabe hier einfach umdrehen. Dann ist der Freilauf weg und dafür ein Fixie da. Kurz: Die Chance, auf dem Ding draufzugehen, ist gar nicht mal so klein. Aber davor muss ich mich erst mal dran gewöhnen, das alles ein wenig lernen und erst dann mit den lebensmüden Fahrweisen beginnen.

bergamont_singlespeed_02

Bis dahin muss ich die Investition aber erst mal ein wenig vor mir selbst rechtfertigen. Es war zwar reichlich preiswerter als im WWW, aber deshalb noch lange nicht umsonst. Und das monsterfette Schloss erst recht nicht. Anyway, 120 Schachteln Kippen und die ausgegebene Kohle ist zumindest moralisch wieder reingeholt. Also einfach mit einem Auftrag an den inneren Schweinehund verbinden, der Tabakindustrie erst mal den Mittelfinger zeigen und dafür mit körperlicher Betätigung ablenken. Wird funktionieren. Happy Bday, morgen dann. Jetzt erst mal auf die Strasse.

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25
05 2010

London IV

london_iv

Für Mittwoch und Donnerstag sind elf Grad und Regen angesagt, also gewöhn ich mich besser gar nicht erst daran, im T-Shirt rumzulaufen, sondern packe noch eine Regenjacke ein. Immerhin ist dank einer Übernachtung auch endlich mal ein wenig Zeit mehr drin als immer nur morgens hin und abends zurück. Und das Hotel liegt in Themse-Nähe, einem abendlichen Spaziergang den Fluss entlang, überwacht und behütet vom bestausgebauten Sicherheitsapparat der Welt, steht damit wenig im Wege.

Den Rest des Beitrags hab ich gerade gelöscht. Ist aus einer schlechten Laune heraus entstanden und sowas hat hier eigentlich nichts mehr verloren (nur weil ich die Möglichkeit habe, verbal abzukotzen, heißt das nicht, dass ich davon übermäßig gebrauch machen muss). Lieber eine rauchen gehen. Und auf morgen freuen. Das erscheint dann doch effektiver.

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7
05 2010

nu shu

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Sechs Wochen hat’s gedauert, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Also hab ich mich mal sechs Wochen vorgefreut und in der Zeit beinahe vergessen, dass da noch ein Paket auf dem Weg ist. Beziehungsweise ein Schuh erst mal hergestellt werden muss. Denn das ist das schicke an Mongolian BBQ: Man baut sich das Ding einfach selbst. In Zeiten, in denen Indie zu sein nur noch heißt, auszusehen, wie alle anderen, die Indie sind, passt sowas natürlich prima ins “ich bin ganz anders als ihr alle”-Konzept. Also individualisieren wir uns mal unser Leben nach dem Baukastenprinzip: Sohle aussuchen, Obermaterial aussuchen, Logo aussuchen, Detail hier, Detail da. Überhaupt: Wie viele Details so ein Sneaker haben kann, faszinierend.

sneaker02

Formular online ausfüllen, online abschicken, that’s it. Modern Age. Und nun sind sie fertig und ich freu mich ja allein schon über das Detail mit der inFamous-Sohle. Und über den Fabrikneu-Geruch. Und darüber, dass sie schwer sind. Schwer ist gut, schwer ist Qualität, schreiben wir also einfach mal jede Menge Attribute zu.

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Und so sieht das gute Stück nun finalerweise aus. Schlichtes, schwarzes Glattleder, ein nicht ganz so sauberes weiß bei den Applikationen und ein rotes Logo. Nicht individuell genug? Voll uncool und massenkompatibel? Das bleibt dann der individuellen Meinung überlassen (falls vorhanden). Sicher ist: Er sieht genau so aus, wie er aussehen sollte. Und sitzen tut er auch, verdammt bequem sogar.

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Der ideelle Preis? Unbezahlbar. Der realweltliche: 0,00 Euro (inklusive Shipping). Big thx out also an die netten Menschen, die die PR zu inFamous gemacht haben und als noch Codes für Mongolian BBQs über waren, an mich dachten. Ich geh jetzt Schnürsenkel einfädeln.

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5
04 2010

Pottsau

pott1

Das sieht nur hässlich aus. Das hat eine ganz eigene Schönheit. Die versteht man, wenn man sich drauf einlässt. Oder “Bang Boom Bang” mag. (edit: Weil ich es grade so nett finde, hier das Bild in groß und handylike-mieser Qualität)

pott3

Etwas mehr als 100 Meter Treppen steigen. Gibt sicher Nichtraucher, die das schlechter gepackt hätten. Der Ausblick hat für den Schweiß entschädigt, siehe das Bild drüber.

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Jung, stilsicher, arrogant.

pott5

Nein, keine Montage. Gibt’s beides in Düsseldorf. Da hält jemand wenig von Lokalfaschistereien. Sehr schön.

Ansonsten: Ein extrem schönes, leider fast schon zu kurzes Wochenende. Vier Tage und man gewöhnt sich daran, nicht so früh raus zu müssen, einen über und über gedeckten Frühstückstisch vorzufinden, nach jeder Mahlzeit Magenschmerzen zu haben, weil es so viel Gutes und Leckeres gibt und man halt doch gerne nochmal nachlädt. Dazu in den Ruhrpott verliebt, in dreckige Städte, Nobelpromenaden, Einflugschneißen, Mühlen in grünen Tälern, Altbier, ach, einfach zu viel gerade. Schön, wieder hier zu sein. Noch schöner, einige Tage abseits von Darmstadt, Internet, Uni und allem anderen verbracht zu haben.

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24
03 2010

In aller Kürze die nennenswerten Updates der letzten Tage:

- Der Internetanschluss kommt Montag nächste Woche. TV- und Telefon-Flat inklusive. Das wird alles fix fertig installiert, ich muss weiter nichts tun, wie mir die sehr freundliche Dame am Telefon versichert hat. Freude.

- Couch und Küche kommen ebenfalls nächste Woche. Letztere wurde gestern in einer halbstündigen Sitzung detailliert geplant, da passt nun wirklich alles. Besondere Erwähnung verdient hier die Kompetenz des Verkäufers. Beratung ist heute eben nicht selbstverständlich und Menschen, die sich dafür nicht nur Zeit nehmen, sondern auch zuhören, vorschlagen und - ganz große Überraschung - sogar anmerken, dass man gewisse Produkte vielleicht doch günstiger bei der Konkurrenz holen sollte, gibt’s schon fast gar nicht mehr. Aber gut, das wäre nun erledigt und der Couch-Kauf (nach dessen Beratung ich weiß, wie das mit dem Leder und dem Atmen ist, was Pickel und katholische Priester gemeinsam haben und weshalb Chicken besser ist als Burger) hat auch gepasst.

- Die Bude selbst ist soweit fast fertig eingeräumt. Hier und da noch ein paar Kabel, dann war es das.

Sind wir zufrieden? Schwerst. Aber sowas von schwerst.

edit: Ach ja, die Einweihungsparty. Gibt’s spontan, aber bald, mal schauen, wie sich der ganze Socialmedia-Karm zum Einladungen gestalten verwenden lässt.

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20
03 2010

wenn alles ruhig und dunkel wird

boxen

(”Die Wahrheit”, Kante) Der Umzug ist noch nicht über die Bühne, aber das Wichtigste ist schon mal in der neuen Bude: Zwei neue Lautsprecher. Was da steht, ist ein Canton GLE 409, 3-Wege Bassreflexsystem, Musikbelastbarkeit bei über 300 Watt. Was die gekostet haben, kann der geneigte Leser gerne im Internetz selbst rausfinden. Jeder davon wiegt fast 20kg, aber gut, ich hatte einen kompetenten Berater, der auch noch beim Transport geholfen hat. Der Kauf selbst ging schneller über die Bühne. Rein, fix gehört, schnell für gut befunden und dank Rabatt seitens des Verkäufers nicht so recht willens, weiter zu suchen. Stattedessen local händler supported und nicht beim Kommerzbilligheimerabzockerschwein gekauft. Und fleissig Sachen von Wohnung alt in Wohnung neu geschafft. Zuletzt den Verstärker abgebaut und rüber in die neue Wohnung. Kabel dran, MacBook dran und schon nach den ersten Klängen gewusst, dass das eine verdammt gute Entscheidung war. Zufallstreffer, versenkt. Und damit genug umgezogen für heute. Ab morgen dann in der neuen Bude erreichbar und mangels Internetanschluss dort erst mal einige Tage keine Updates mehr hier. In diesem Sinne…

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