Dark Souls – was die anderen sagen / ranten / texten

von Volker

Mini-Presseschau, weil’s heut morgen doch einiges war:

- Manu und Andreas podcasten drüber, letzterer findet auch trotz Vaterdasein Zeit und Muse, ersterer hat keine Lust auf ewige lange Wege nach dem digitalen Ableben, weil eben kein Respawnpoint in der Nähe ist, sonder nur diese elenden Lagerfeuer. Kann ich nachvollziehen, auch wenn man nach einiger Zeit meist eins hat, dass nur wenige Spielminuten von möglichen Todesorten entfernt liegt. Nonetheless: Hörbefehl.

- Erwähnt wird zudem eine Glosse von Harald Fränkel, der auf Gamersglobal olfaktorisches Missfallen gegenüber dem Rollenspiel ausdrückt. Während Sätze wie “so einsteigefreundlich ist wie ein fahrender ICE” zwar locker-lustig rüberkommen, ist mir da insgesamt ein wenig zu viel Verteidigungs-Pathos drin. Schließlich hat GG dem Spiel 7 von 10 Punkten gegeben – was Fanbois natürlich auf die Palme bringt. Aber die werden immer einen noch so kleinen Textbaustein einer Review finden, an dem sie sich aufregen können. Warum sollte man eine Review überhaupt verteidigen müssen? Ginge es nach dem von Schmidt geforderten, bestünde eine Review vorrangig aus Meinung, aus Persönlichem, aus einer Ansicht, die nur eine Person hat – und so etwas muss man angesichts der Vielfalt von Meinungen (grade zu einem Spiel wie “Dark Souls”!) nicht verteidigen. So jedoch ist klar, wohin die Reise geht: Ein Produkttest zu einer Waschmaschine muss einer kritischen Überprüfung standhalten, schon klar.

- Fast vergessen: Wertungen von 92% werden von Fränkel noch als “zu hoch” empfunden. Das geht vermutlich an 4Players-Kollegen Luibl, dessen Review zu “Demon’s Souls” seinerzeit schon ein wunderschönes Lesestück war, seine Besprechung zu “Dark Souls” steht dem wie ich finde in nichts nach. In der Tat ist das mit der Wertung in diesem Fall eine heikle Sache. Man kommt nicht drum herum, vor dem Schwierigkeitsgrad zu warnen. Aber darf das in eine abschließende Wertung negativ einfließen? Oder positiv? Abhängig vom Standpunkt: Eine Kaufberatung (degradieren wir den Spieletest einfach mal kurz als solche), muss natürlich erklären, ob sich die Investition lohnt, ein völlig nachvollziehbarer Standpunkt. Vielleicht wäre es am besten, diese leidige Wertung einfach wegzulassen und den Text aus sich heraus sprechen zu lassen. Aber das setzt mündige Leser voraus. Wir drehen uns im Kreis.

- Zuletzt “Die Zeit”. Ja, genau die. Haben auch einen Text. Versehen mit Statments der Macher von Produkten, die das genaue Gegenteil von dem sind, was “Dark Souls” geworden ist: Massenkompatibel. Schöne Herangehensweise, das so aufzuziehen, diesen Vergleich zu machen und dabei eben auch etwas über die Industrie und deren Produkte schreiben statt einen bloßen Test zu einem Spiel. Empfehlenswert.

- Selbst die “Bild” hat was. Bevor ich hier allerdings einen Link auf das Fischwickelblatt setze, hau ich mir ne Axt ins Bein.

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