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	<title>random:notes</title>
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	<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 21:30:56 +0000</pubDate>
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		<title>a thousand years have seen no change</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 21:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Thought about]]></category>

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(&#8221;Had it with unity&#8221;, Slapshot) Da war noch der Aufkleber aus Newark am Samsonite, 5. Januar 2009 stand drauf. So lange ist es her, dass das Teil benutzt wurde. So lange ist es her, dass ich so etwas wie Urlaub hatte. Vermutlich bin ich selbst dran schuld, ich denke schließlich nicht allzu oft an Auszeiten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/09/samsonite.jpg" alt="samsonite" title="samsonite" width="400" height="259" class="alignnone size-full wp-image-2134" /></div>
<p><em>(&#8221;Had it with unity&#8221;, Slapshot)</em> Da war noch der Aufkleber aus Newark am Samsonite, 5. Januar 2009 stand drauf. So lange ist es her, dass das Teil benutzt wurde. So lange ist es her, dass ich so etwas wie Urlaub hatte. Vermutlich bin ich selbst dran schuld, ich denke schließlich nicht allzu oft an Auszeiten. Stattdessen suche ich mir irgendwas zu tun und denke an alles, nur nicht daran, wie wichtig Pausen sind. Schön, wenn man jemanden hat, der das übernimmt und dafür sorgt, dass nun zwei Wochen lang Schluss ist mit e-Mail, Facebook, Twitter, Erreichbarkeit, Instant Messaging, Handy, SMS und alldem.</p>
<p>Da ist noch etwas anderes. Ich frage mich, wie es wäre, in diesem Land hier nicht alt zu werden. Dieser Gedanke ist nicht erst in den letzten Tagen aufgekommen, nicht erst aufgezwängt worden von der Tatsache, dass es hier einen braunen Schwelbrand gibt, der all die Jahre nicht ausgegangen ist, sondern versteckt hinter Spießbürgertum, vermeintlichen Normalos und Fußballpatriotismus weiterhin eifrig vor sich hin fackeln konnte und nun dank eines Buches die Gelegenheit bekommt, in all seiner Abscheulichkeit die Stammtische und Wohnzimmer zu verlassen und sich in der Öffentlichkeit breit zu machen unter Argumenten wie &#8220;Wir Deutsche dürfen ja nicht sagen, was wir denken&#8221; oder &#8220;Im Grunde genommen hat der schon Recht.&#8221;</p>
<p>Wie lange wird es noch dauern, bis es nicht mehr nur bei derartigen Reden bleibt? Denn das ist doch das wirklich gefährliche an dieser Veröffentlichung: Ich schreibe nicht 464 Seiten über einen vermeintlichen Missstand, um nicht implizit eine Handlungsaufforderung darin zu verstecken. Oder darauf zu spekulieren, dass meine Leser schon von selbst drauf kommen, was nach dieser Lektüre zu tun ist. Und was ist das? Vielleicht malt man sich das besser nicht aus.</p>
<p>Sondern kehrt diesem Land einfach den Rücken. Überlässt es sich selbst. Denn sicher ist: Der Rassismus hierzulande ist niemals weg gewesen, er verkleidet sich nur immer wieder neu und wartet auf eine Gelegenheit, die Menge zu erobern, erst kaschiert als etwas vermeintlich Harmloses, dann in aller Hässlichkeit. Die Massen können das Hassen nicht lassen - und es sind Massen, kein Grund mehr, das zu verleugnen. Und kein Grund mehr, dagegen anzukämpfen, dem mit Menschlichkeit, gutem Willen, einer Suche nach Dialog oder gar ausgestreckter Hand zu begegnen.</p>
<p>Aber gut, es muss nicht so laufen. Man kann dem anders begegnen als mit reden und gutem Willen, vielleicht muss man das sogar. Oder man begegnet ihm gar nicht und sieht ein, dass es einfach niemals verschwinden wird, das verklemmte Verhältnis zur eigenen Vergangenheit, das Ewiggestrigtum, der Hass. Nicht in Deutschland. Anderswo sieht es anders aus. Dort begegnen sich Menschen nicht mit Vorurteilen, dort weiß man um die Bedeutung eines Miteinanders, dort muss man über gewisse Dinge nicht mehr reden, da sie schon lange gelebt und gelernt sind. Ganz ausrotten lässt sich all das Schlechte nie, klar. Aber es geht anders. Nur nicht hierzulande.</p>
<p>Ich habe nun 14 Tage Zeit, darüber nachzudenken. Nicht in Deutschland. Und gerade ausgesprochen glücklich darüber.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Zwei erfreuliche Ereignisse, die nicht unerwähnt bleiben sollten: &#8220;Atari Teenage Riot&#8221; sind nach zehn Jahren wieder zusammen und auf Tour. Und - persönlich wichtiger - &#8220;Blood for Blood&#8221; <a href="http://www.allschools.de/news/entry/1280320/">nach vier Jahren ebenso</a>, wenn auch nicht im ursprünglichen Line-Up. Dennoch: Ein Interview im November ist angefragt, wenn die hier als Teil der Persistance Tour unterwegs sein werden. Und sich damit die Gelegenheit bietet, eine Band zu interviewen, die aufgrund der extremen Gesellschaftsverachtung (der Begriff Gesellschaftskritik greift hier um Längen zu kurz) in ihren Texten gleichermaßen abstößt wie fasziniert und dich ich gleichzeitig jedem wie keinem empfehlen würde (allen voran die 2002er-Veröffentlichung &#8220;Outlaw Anthems&#8221;). Daher als Abschluss dieser Geschichte um alles, was in diesem Land falsch läuft, ein Zitat erwähnter Band (das übrigens auch beim &#8220;Broilers&#8221;-Auftritt auf dem Open Flair als Ansage an all den rechten Dreck kam): <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m-4gJXdPSSw&#038;translated=1">And I don&#8217;t want your love - and I don&#8217;t need your respect</a>.</p>



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		<title>verkehrte Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 19:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aufreger]]></category>

		<category><![CDATA[Thought about]]></category>

		<category><![CDATA[deutschland schafft sich ab]]></category>

		<category><![CDATA[döner]]></category>

		<category><![CDATA[sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorhin am Dönerstand.
Brülläffchen steht da und brüllt, der Sarrazin habe doch Recht. Natürlich sei das so, nur hier in Deutschland, da traue sich keiner, das zu sagen. 
Ich stehe da und bestelle einen Döner und zwei Halbliterflaschen Beck&#8217;s.
Brülläffchen brüllt, dass die SPD sich nun natürlich von dem distanzieren müsse, denn die SPD sei eine Partei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorhin am Dönerstand.</p>
<p>Brülläffchen steht da und brüllt, der Sarrazin habe doch Recht. Natürlich sei das so, nur hier in Deutschland, da traue sich keiner, das zu sagen. </p>
<p>Ich stehe da und bestelle einen Döner und zwei Halbliterflaschen Beck&#8217;s.</p>
<p>Brülläffchen brüllt, dass die SPD sich nun natürlich von dem distanzieren müsse, denn die SPD sei eine Partei der Dummen und die Dummen müssten nunmal denken, dass man mit so einem Sarrazin nix zu tun haben wolle. Dabei wisse man aber, dass dieses Buch von ihm schon stimme. Und natürlich sind die Medien verlogen, die zitieren ja nur zum Teil und völlig ohne Zusammenhang. Er dagegen traue sich zu sagen, was er denke, so Brülläffchen. Und damit sei er der einzige Anwalt in seinem Anwalts-Freundeskreis. Oha. Die anderen wären alle feige, klar. Und die Juden, die hätte der Sarrazin ja gelobt! Die sollen sich mal nicht so haben, wisse ja eh jeder, dass die hier in Deutschland viel Macht hätten. Soso.</p>
<p>Ich finde das interessant.</p>
<p>Nicht, dass es Brülläffchen gibt, die Sarrazin verteidigen. Mit solchen debattiere ich gar nicht erst. Die machen sich schon durch ihre ekelhafte Art Marke &#8220;Ich habe meine Meinung, die ist absolut und deine geht mir am Arsch vorbei&#8221; jede Chance, dass ich mich da einmischen könnte, zunichte. Denn: Wie einer auftritt, ist für mich sehr bedeutend. Und so einer hat - wie viele andere auch - gar nicht verdient, dass ich mich darauf einlasse, mit ihm zu debattieren. Das würde seinem Auftreten einen Wert geben, den es schlicht nicht hat. Und das muss man diesen Leuten immer und immer wieder zeigen, die müssen ohne Unterlass merken, dass man sie gar nicht wahrnimmt, so sehr sind sie unter dem eigenen Niveau mit ihrer ekelhaften Art.</p>
<p>Aber gut, das finde ich ja auch nicht interessant.</p>
<p>Was ich interessant finde, ist, dass der Brüllaffe Türke ist.</p>
<p>Im Weggehen denke ich noch: Chapeau, Sarrazin. Denn nur die dümmsten Schweine suchen sich ihre Metzger selbst. Und wenn das Buch nun dazu führt, dass der Bildungselite-Türke auf den Dönermann-Türken einbrüllt und ihm weismachen will, der Sarrazin hätte mit seinem dunkelbraunen Schwachsinn Recht, dann hat es Formen angenommen, wo ich wirklich Angst bekomme.</p>



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		<title>es muss nicht immer&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 08:57:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Games]]></category>

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		<category><![CDATA[rorschach]]></category>

		<category><![CDATA[shadow of the colossus]]></category>

		<category><![CDATA[watchmen]]></category>

		<category><![CDATA[xbox 360]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; ein Artgame wie &#8220;Limbo&#8221;, &#8220;Machinarium&#8221; oder &#8220;SOTC&#8221; sein. Bisweilen will man nicht mehr als einen stupiden, linearen, ultrabrutalen Brawler, um einige Stunden lang als Rorschach Legionen von Arschlöchern die Fresse zu polieren und sie mit derben Finishern ins bessere Diesseits kicken. Gestern für zehn Euro Teil 1 und Teil 2 von &#8220;Watchmen&#8221; für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/watchmen_the_end_is_nigh.jpg" alt="watchmen_the_end_is_nigh" title="watchmen_the_end_is_nigh" width="400" height="230" class="alignnone size-full wp-image-2123" /></div>
<p>&#8230; ein Artgame wie &#8220;Limbo&#8221;, &#8220;Machinarium&#8221; oder &#8220;SOTC&#8221; sein. Bisweilen will man nicht mehr als einen stupiden, linearen, ultrabrutalen Brawler, um einige Stunden lang als Rorschach Legionen von Arschlöchern die Fresse zu polieren und sie mit derben Finishern ins bessere Diesseits kicken. Gestern für zehn Euro Teil 1 und Teil 2 von &#8220;Watchmen&#8221; für die Xbox 360 bei Gamestop gesehen, gekauft und einen schönen Nachmittag gehabt. </p>
<p>Merke: Der Großteil der Kohle, der in dieser Branche gemacht wird, kommt nicht aus den kreativen Titeln, die geeignet wären, das Medium als ganzes vorwärts zu bringen. Sondern aus jenen Games, deren Spielprinzip seit Jahren das gleiche geblieben ist, die wenig Neues bieten, dafür Bekanntes auf hohem Niveau liefern. Die Mehrheit der Zocker sind eben auch nur Gewohnheitstiere, die nicht fressen, was sie nicht kennen.</p>



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		<title>läuft.</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 11:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Live fast, die young]]></category>

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Aber sowas von. Selten so viel geschrieben wie in der letzten Woche und dabei festgestellt: Es geht leichter und schneller von der Hand als je, es macht Spaß und ich kann es. Vermutlich kann ich nichts anderes, wobei die Noten, die zwischendurch noch reinkamen, eine andere Sprache sprechen: 1,3 für die Hausarbeit, 1,7 für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><object width="400" height="225"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/czM_xrcYW3Q?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/czM_xrcYW3Q?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="400" height="225"></embed></object></div>
<p></p>
<p>Aber sowas von. Selten so viel geschrieben wie in der letzten Woche und dabei festgestellt: Es geht leichter und schneller von der Hand als je, es macht Spaß und ich kann es. Vermutlich kann ich nichts anderes, wobei die Noten, die zwischendurch noch reinkamen, eine andere Sprache sprechen: 1,3 für die Hausarbeit, 1,7 für die Klausur. Und ein letzter Essay ist bereits geschrieben und abgeschickt. Wenn&#8217;s mal rund läuft, läuft&#8217;s verdammt rund. </p>
<p>Was fehlt? Eigentlich nichts, denn erfreulicherweise kamen finanziell noch die einen oder anderen Unerwartetheiten dazu - auf der Haben-Seite. Lediglich gesundheitlich ging&#8217;s Freitag abwärts, vermutlich das Resultat der anstrengenden Woche und dem nicht mehr vorhandenen Messe- und Festivalstress. Lief alles wieder ein wenig langsamer, da kommt der Körper dann eben auf die Idee, dass es nun an der Zeit wäre, krank zu werden. Da steht allerdings ein Topf voll mit äußerst gutschmeckender Hühnersuppe in der Küche, die gestern von liebevoller Hand aufwändig zubereitet wurde (kurz: nicht von mir, ich bin küchentechnisch eine Null). Dagegen hat die aufziehende Erkältung keine Chance. Im Gegenteil, ich werde nachher nochmal raus und eine Runde mit dem Rad durch die City. Just cause. </p>
<p>Alles bestens also derzeit. So bestens, dass es schon fast verdächtig ist. Üblicherweise müsste demnächst etwas schlechtes passieren, einfach, weil es immer so ist. In Anbetracht der Tatsache, dass der Bestens-Status nun allerdings schon ziemlich lange anhält, neige ich dazu, jedweden vorauseilenden Pessemismus in die Tonne zu treten. Und noch ein wenig Passion Pit zu hören, wegen dem Launemach-Faktor (drauf gekommen bin ich übrigens über den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=q_ztuI-AhBE">&#8220;Little Big Planet 2&#8243;-Trailer</a>, ein Spiel, das durchaus zum Grund für den PS3-Kauf werden könnte).</p>



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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 06:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[&#8220;Piraterie und Gebrauchthandel seien keine Bedrohung, sondern vielmehr ein Resultat daraus, dass die Branche den Kern des Geschäfts nicht verstanden habe.&#8221;
(Für die Hintergründe. Das wird die nächsten Monate über ein schönes Thema, Aufreger inklusive.)



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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.derwesten.de/leben/games/Gebrauchte-Videospiele-sind-nicht-das-Problem-id3604713.html">&#8220;Piraterie und Gebrauchthandel seien keine Bedrohung, sondern vielmehr ein Resultat daraus, dass die Branche den Kern des Geschäfts nicht verstanden habe.&#8221;</a></p>
<p>(Für die <a href="http://www.focus.de/digital/games/computerspiele-second-hand-kaeufer-muessen-zahlen_aid_545098.html">Hintergründe</a>. Das wird die nächsten Monate über ein schönes Thema, Aufreger inklusive.)</p>



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		<title>festivalshizzle</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 16:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Moshpit]]></category>

		<category><![CDATA[Tunes]]></category>

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		<category><![CDATA[festival]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Regenwetter über fliegende BHs bis zu Beleidigungen durch den &#8220;Papa Roach&#8221;-Frontmann: Beim &#8220;Open Flair&#8221; war&#8217;s übrigens so.



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			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Regenwetter über fliegende BHs bis zu Beleidigungen durch den &#8220;Papa Roach&#8221;-Frontmann: Beim &#8220;Open Flair&#8221; <a href="http://www.pressuremagazine.de/news/eventbericht-16000-besucher-beim-open-flair-festival-2010.html">war&#8217;s übrigens so</a>.</p>



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		<title>Gamescom 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 12:56:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Games]]></category>

		<category><![CDATA[Thought about]]></category>

		<category><![CDATA[Work]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Spielebranche ist eine grausame und hirnlose Geldkloake, ein langer Korridor aus Plastik, in dem Diebe und Zuhälter tun und lassen, was sie wollen, und gute Menschen vor die Hunde gehen. Im Übrigen hat sie auch eine negative Seite&#8221;
- frei nach Hunter S. Thompson
Dienstag morgen, Bahnhof Darmstadt. 
Ich habe faulheitsbedingt gar nicht erst alles aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Die Spielebranche ist eine grausame und hirnlose Geldkloake, ein langer Korridor aus Plastik, in dem Diebe und Zuhälter tun und lassen, was sie wollen, und gute Menschen vor die Hunde gehen. Im Übrigen hat sie auch eine negative Seite&#8221;<br />
- frei nach Hunter S. Thompson</em></p>
<p><em>Dienstag morgen, Bahnhof Darmstadt. </em></p>
<p>Ich habe faulheitsbedingt gar nicht erst alles aus dem Koffer geholt, sondern die Sachen, die ich noch brauchen werde, gleich drin gelassen. Spart Zeit und so. Und Zeit kann man nutzen, um sich an einem ekligen Yormas-Kaffee und einer Butterbrezel gütlich zu tun, während es auf dem Bahnsteig ganz schön kalt ist. Mütze auf und noch einige Seiten lesen, dann kommt auch schon der Zug. Die Fahrt nach Mainz ist so ereignislos, wie eine Fahrt nach Mainz nur sein kann. Dort in den ICE und ab nach Köln. Bislang passiert absolut gar nichts, außer dass die ersten Spiele-&#8221;Journalisten&#8221; zusteigen. Sie sind maximal 18, ihr Equipment ist noch nicht mal Prosumer, sie haben niemals eine journalistische Ausbildung genossen. Ihnen gehört in dieser Branche scheinbar die Zukunft, denn nirgendwo sonst sind die &#8220;Schreiber&#8221; derart jung und unerfahren. Später mehr darüber, noch ist das ja auszuhalten.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_06.jpg" alt="gamescom_06" title="gamescom_06" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2103" /></div>
<p>Köln, auch nicht gerade wärmer hier. Der Taxifahrer sieht an der Ampel eine überdimensionale Werbung zu &#8220;Mafia 2&#8243; und meint &#8220;Ah, Mafia. Ganze Welt is Mafia, nimmt jeder Geld vom anderen weg.&#8221; Ich lasse das unkommentiert und bin wenig später bei Microsoft, wo ich durch die Halle gedrückt werde, mir irgendwo eine Cola und ein Fresspaket abgreife und Menschen beim Kinect-spielen zusehe. Das sieht schon gut aus, besser jedenfalls als das, was man bislang von der Konkurrenz gesehen hat. Und ich kann&#8217;s mir immer noch nicht in meiner Bude vorstellen, vermutlich bin ich einfach so Controller-fixiert, dass dieser Part der Spielebranche immer nicht meiner sein wird. Gleiches gilt für &#8220;Halo: Reach&#8221;, das sieht aus wie eh und je. Dafür macht &#8220;Fable 3&#8243; einen guten Eindruck und ich freue mich drauf. Das neue Xbox Live-Interface werde ich einige Tage später ohnehin nochmal ausführlich vorgeführt bekommen, insofern beschließe ich nach einer dreiviertel Stunde, gen Hotel aufzubrechen. Die Frau vor dem Gebäude meint noch, ich solle da bloß kein Taxi nehmen, das koste locker 35 Euro. Ich sage, dass das kein Problem ist, mein gut betuchter Arbeitgeber übernähme dies gerne. Wie sich herausstellt, scheint die Frau nicht allzu oft Taxi zu fahren (vermutlich einkommensbedingt&#8230;), denn die Fahrt kostet gerade mal 12 Euro, Trinkgeld inklusive. Drei Uhr, ich bin im Hotel. Noch etwas mehr als zwei Stunden, bis es weitergeht.</p>
<p>RTL schauen und drüber wundern, wie dumm die Menschheit doch ist. Auch wenn&#8217;s gefaked ist, man weiß ja doch, dass es so täglich stattfinden könnte in Deutschland, so auch täglich stattfindet und damit eben doch nicht so fernab der Realität ist. Zappen auf MTV, dort läuft Lady Gaga und ich finde das Video gar nicht mal übel, auch wenn es alles klaut, was Madonna in den 80ern gemacht hat. Aber gut, ich muss nur Zeit totschlagen und irgendwann ist das auch erledigt. Auf zur Sony-Pressekonferenz.</p>
<p>Die findet am anderen Ende der Stadt statt und dort ist - same procedure as last year - mal wieder eine fette Schlange. Also warten, hier und da &#8220;Hi&#8221; sagen zu Leuten die man kennt oder zu kennen glaubt oder irgendwo mal gesehen hat. Dann rein und Heineken. Sony-Pressekonferenz und drüber ablachen, dass der Teleprompter sichtbar oberhalb des Publikums hängt und man somit locker lesen kann, was gesagt wird, noch ehe es auf der Bühne gesagt wird. Zusammenfassend: Keine weltbewegenden Neuankündigungen abseits des Move-Bundles und dem Release-Termin von &#8220;GT 5&#8243; (3. November), ansonsten wie immer klotzen statt kleckern, etwa in dem man den Mike Shinoda von Linkin Park auf die Bühne holt zum &#8220;Medal of Honor&#8221; spielen. Da wir die PK genau eine Minute vor deren Ende verlassen, sind wir am Buffet die Ersten. Das Abendessen besteht mehr oder weniger nur aus Fleisch, das extrem lecker schmeckt. Dazu noch mehr Heineken. Dass es langsam genug damit ist, merke ich beim Spielen eines Box-Games. Mit diesen Move-Teilen in den Händen und einer 3D-Brille auf der Nase kommt man sich schon latent dämlich vor, aber es macht Spaß. Und ist schweißtreibend. Genug für heute, Heimweg.</p>
<p>Wäre da nicht vor der Tür noch so viel Gelegenheit gewesen, sich festzusaufen. Gut, so wird ein viertelstündiges Gespräch draus und nun kenne ich Menschen, die Menschen kennen, die Scooter gemanagt haben, nun weiß ich, dass die Atzen gar nicht so atzig sind wie ihr Image, sondern stattdessen hart arbeitende Musiker, denen es vor allem um die Kohle geht (was ich nicht nur außerordentlich ehrlich, sondern geradezu ehrenhaft finde, besser in jedem Fall als die ganzen verlogenen Indie-Bands). Sowas passiert halt wirklich nur auf Sony-Feiern, soviel ist sicher. Goodie-Bag abgegriffen und dann aber wirklich heim. Absacker in der Lobby, gute Nacht.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_01.jpg" alt="gamescom_01" title="gamescom_01" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2096" /></div>
<p><em><br />
Mittwochmorgen, Hotel.</em></p>
<p>Frühstück taugt. Bacon, Eier, Früchte, Brötchen, Joghurt, Kaffee, O-Saft, schließlich wird für weitere Mahlzeiten den Tag über nicht allzu viel Zeit bleiben. Richtung Messe, wo gegen neun schon die ersten Termine warten. Bei Sony, wo leider scheinbar einige Menschen zu viel hin wollen. Gut, da ich ohnehin vom Vorabend weiß, worum es sich bei dem &#8220;geheimen tba-Titel&#8221; handelt (neues &#8220;Ratchet &amp; Clank&#8221;), kann ich das stecken. Und mich samt Kollegen in die Halle 8 bewegen, wo Astragon die erste PK der Firmengeschichte gibt (sämtliche eher lächerlich wirkenden Dialoge der Marke &#8220;Chef: &#8220;Und was hältst du so davon?&#8221; - Produktmanager &#8220;Ja, ich finde das ganz toll!&#8221;" inklusive) und dort natürlich auch den neuen &#8220;Landwirtschafts-Simulator&#8221; vorstellt. Muss mich das interessieren? Ja, muss es, denn das Teil hat sich in Deutschland mehr als eine halbe Million Mal verkauft, verstehe das wer will - aber genau damit wird es zu einer Nachricht, genau das gibt ihm einen Wert und drum muss man halt auch mal anschauen, was man sonst nichtmal mit der Kneifzange anfasst.</p>
<p>Und dann zu Jowood, das neue &#8220;Gothic&#8221; gucken. Sieht ok aus, ist soweit aber auch nicht grade die Neuerfindung des Rades. Man mag hoffen, dass sie es ohne Bugs rausbringen und damit endlich diese Scheisse loswerden, die der Serie nun schon viel zu lange anhaftet. Dann zu Warner, &#8220;F.E.A.R. 3&#8243;. Und die Frage aus dem Publikum, ob man das so wirklich in Deutschland veröffentlichen wolle. Will man. Sauber, das gibt eine tiefrote 18, ist für meinen Geschmack aber zuviel Action statt Horror. Der Koop-Part wirkt interessant, aber ansonsten im Westen nicht derart viel Neues.</p>
<p>Halbe Stunde Pause. So oder so ähnlich, denn der Fussmarsch ins nahegelegene Radisson steht an, wo Sony mit &#8220;Infamous 2&#8243; wartet. Das macht einen deutlich niceren Eindruck als das, was die Stunden davor so zu sehen war und ich frage mich mal wieder, warum ich keine PS3 habe. Sollte das vermutlich ändern oder drüber nachdenken, das zu ändern. Dann nochmal zu Warner und &#8220;Lego Universe&#8221; anschauen, das wirklich Eindruck macht. Eigene Kreationen basteln, dazu eigene Figuren bauen und diese auch noch animieren - definitiv kein Kinderspiel. Sondern genau das, was wir früher auch ohne Bildschirm hinbekommen haben und daher sei die Frage gestattet, warum ich das Game brauche, wenn ich auch einfach die Kiste mit den Bausteinen irgendwo auf dem Dachboden finde. Aber gut, Online-Rollenspiele sind Trend und während sie bislang im großen und ganzen alle an &#8220;WoW&#8221; gescheitert sind, hat das hier halt wirklich Potenzial. Lego sei Dank.</p>
<p>EA geht mir definitiv auf den Sack. Nicht wegen der Games, sondern der Frau am Schalter. Das ist hier so ein Problem, das den ganzen Tag schon fett nervt: Da liegt eigentlich nur eine Liste, auf der muss sie nur den Namen raussuchen, die Zeit und die Games und fertig. Irgendwie scheint man dazu aber nicht so recht in der Lage, und das bei anderen Publishern genauso. Woran liegt&#8217;s? Vermutlich der Optik und der Garderobe der Einlass Begehrenden. Denn kämen wir im Anzug an, wäre sicher alles lässig, das hier ist schließlich das Business-Center und sie sind alle da: die &#8220;ich bin wichtig, ich darf mich hier vordrängeln&#8221;-Spackos, die iPhone-Spazierenträger (wer richtig was zeigen will, hat übrigens ein iPad, alles andere ist mittlerweile so Mainstream wie Mando Diao), die Blackberry-Fraktion, die Business-Kasper, die vom Spielemarkt soviel Ahnung haben wie ich von Quantenmechanik, aber dennoch einen auf dickste Hose machen. Hach, hab ich das vermisst. Not.</p>
<p>Gut, an der EA-Frau vorbei ist dann doch nicht so heikel. Man bleibt ja freundlich, egal wie dummdreist man angemacht wird. Immer freundlich bleiben, das trifft sie am härtesten. Zieht immer, trifft immer, prima. Bei EA fix &#8220;Dead Space 2&#8243; angeschaut und dann wieder raus.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_05.jpg" alt="gamescom_05" title="gamescom_05" width="400" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2101" /></div>
<p>Nintendo ist das genau Gegenteil: Freundliche Menschen überall, die Ahnung haben und genau das tun, was einen guten Termin ausmacht: Nicht zu viel labern, stattdessen selbst spielen lassen. Das tun wir dann auch 60 Minuten lang. Fazit: Der 3DS fasziniert und steht auf der Weihnachtsgeschenke-Wunschliste nun weit oben, die neuen Wii-Games machen teilweise verdammt viel Spaß, sind oft aber auch nur Abklatsch von Bekanntem. Egal, denn hier hat&#8217;s echt Spaß gemacht, vermutlich auch, weil der Gesprächspartner Ahnung von der Materie hatte und nicht gefragt hat, wann man denn mit Reviews rechnen könne, ob man vielleicht noch Lust auf ein Gewinnspiel hätte und ähnliche Hurerei-Angebote. Nichts davon hier, stattdessen nur Games. Und darum geht es, darum sollte es gehen und alles andere ist einfach scheisse nochmal nicht meins, das sollen andere mal machen, ich mag dann damit doch nix zu tun haben. Nicht meine Tasse Tee. Stattdessen besitze ich nun eine Nintendo-Tasche, die aus einem Nintendo-Werbeplakat gefertigt wurde und damit ein Unikat ist, was sogar noch in Form eines Zertifikats beiliegt. 400 Stück davon gibt es und damit wird das Ding einiges an Kohle bei eBay bringen. Verkaufen ist in meinem Fall leider ausgeschlossen, das Teil wird wie immer verschenkt an denjenigen, den ich für am geeignetesten erachte.</p>
<p>Gamescom Fachbesuchertag zu Ende.</p>
<p>Abends verliere ich bei einer Wette zehn Euro, denn die Kollegin schafft eben doch ein 280g Steak samt Kartoffeln, Vorspeise und Garnelenspiess, auch wenn ich ihr das nicht zugetraut hätte. Was mich die erwähnten zehn Euro kostet. Der Rest des Abends ist superwitzig, durchzogen von derbsten Sprüchen, einigen Bieren und einem Absacker, mit dem dann um halb eins aber auch wirklich gut is. Sollte man meinen. Ich dagegen wälze mich im Bett hin und her, Probleme mit dem Magen. Nein, nicht vom Alk, sondern irgendwelcher Säure, die sich merkbar den Weg nach oben bahnt. Es brennt wie Sau, Wasser trinken hilft nicht und so wird getan, was getan werden muss. Schön, dass ich so aufgrund reiner Willenskraft kotzen kann, das dann tue und schlussendlich gegen drei Uhr einschlafe. Vier Stunden Schlaf, here we go.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_02.jpg" alt="gamescom_02" title="gamescom_02" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2097" /></div>
<p><em>Donnerstag morgen, Hotel.</em></p>
<p>Heute kein oppulentes Frühstück. Und kein Kaffee. Der Magen ist noch nicht so ganz wieder da. Also Schwarztee und Früchte. Wird schon gehen. Der erste Termin ist um neun und wieder einer der guten Sorte. &#8220;F1 2010&#8243; ist ein prima Rennspiel, steht sofort auf der &#8220;Kaufen&#8221;-Liste und &#8220;Nail&#8217;d&#8221; mag zwar böse an &#8220;Baja&#8221; und Konsorten erinnern, macht dank Numetal-Soundtrack und Krawall-Gameplay aber irgendwie doch Spaß. Der Tag fängt gut an. Selbst der Weg durch die Menge (es ist der erste Besuchertag) ist nicht so wild und so latsche ich schon wieder zum Radisson. Dieses Mal wartet &#8220;Little Big Planet 2&#8243; und das fasziniert derart, dass ich extrem gut gelaunt zurück laufe. Und prompt Stress mit einem Security habe, der mich nicht durch den Seiteneingang reinlassen will, da ich keinen Ausstellerausweis habe. Stimmt nicht, ich habe einen entsprechenden Stempel. Das rafft der nicht und so kommt es zum längst überfällen Gefühlsausbruch dem vielfach einfach nur bescheuerten Personal gegenüber. Ich sage ihm einiges und ich glaube, er war als ich ihm den Rücken zudrehte und wegging sogar bereit, mich reinzulassen. Irgendwas in der Richtung brüllt er zumindest nach, als er noch nicht so recht glaubt, dass ich ihm grade den Mittelfinger entgegenstrecke und ihn stehen lasse. Verdammter Wichser, mehr gibt es da einfach nicht zu sagen.</p>
<p>Meine Wut hat glücklicherweise nur ne kurze Halbwertszeit und ich ohnehin nicht die Muße, mich dem lange zu widmen. Atari steht an, also &#8220;Majin&#8221; und &#8220;Inversion&#8221;. Hier ist das Personal äußerst freundlich, kompetent und die &#8220;Inversion&#8221;-Entwickler mal derbe Säue, was reden und präsentieren angeht. Das Game ist zwar der schlimmste &#8220;Gears of War&#8221;-Klon, den man sich vorstellen kann, aber es scheint Spaß zu machen. &#8220;Majin&#8221; ist leicht &#8220;Ico&#8221;-inspiriert, was ausdrücklich als Pluspunkt zu verstehen ist. Und ich habe danach sogar noch Zeit, bei THQ vorbeizuschauen, &#8220;Homefront&#8221; zu sehen und mit dem Kollegen, der mit mir unterwegs ist, zwei Wrestling-Games zu zocken. Plus das Wacom-ähnliche Zeichenbrett für die Wii. Das ist alles ganz lässig heute und der Magen ist mittlerweile auch wieder willens, Nahrung aufzunehmen.</p>
<p>14 Uhr, dtp. Wir reden schon über Games, aber nicht nur. Das macht den Termin eigentlich zum angenehmsten der Messe. Und wie das so ist mit genießen: Man schweigt drüber.</p>
<p>Es bleibt ein Gespräch mit dem Macher von &#8220;Plants Vs. Zombies&#8221;, das so extrem gut war, dass ich mich schon jetzt auf das noch anstehende Transkript freue. Es ging viel um Raubkopien, DRM, Unterschiede zwischen Casual und Hardcore, was Games ausmacht und und und. Und die Antworten waren einfach nur gut. Ein prima Abschluss des ersten Besuchertages. Bleibt die Branchenparty, aber da gibt es nicht viel zu erzählen außer dass sie war, dass das Essen gut war, das Kölsch auch und die Taxifahrt zurück zum Hotel ziemlich lustig. Der Abend endet gar nicht mal so spät an der Bar und ich freue mich auf den darauf folgenden, denn dann geht es nach Hause.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_03.jpg" alt="gamescom_03" title="gamescom_03" width="400" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2098" /></div>
<p><em>Freitagmorgen, Hotel.</em></p>
<p>Das Frühstück ist wieder ähnlich oppulent wie Mittwoch, Nahrungsaufnahme funktioniert blendend. Drei Abende lang ordentlich getrunken, drei Morgen danach keinen Kater gehabt - yes we can. Und gepackt, wie immer mit der Feststellung, dass der Koffer deutlich schwerer ist als zum Anreisezeitpunkt. Mit Sack und Pack Richtung Messe um neun. Termin bei Astragon, der allerdings eher aus reden denn aus spielen besteht. Passt. Heute wirds überhaupt ruhiger werden. Microsoft stellt Kinect vor, wir finden das dazugehörige Partygame lustig und gleichzeitig ist es blöd, dass man &#8220;Gears of War&#8221; nicht zeigen will, mit einer Veröffentlichung hierzulande ist ja nicht zu rechnen und so. Schon klar. Nochmal Microsoft, dieses mal mit dem neuen Xbox Live-Interface, dass sich dank Bewegungssteuerung in etwa so bedienen lässt wie iPhone, iPod touch und iPad. Kennt man also. Bleibt &#8220;Halo: Reach&#8221; und ja, auch das hat man so oder so ähnlich schon mehrfach gesehen. Aber es ist &#8220;Halo&#8221;, es wird sich verkaufen, es ist unglaublich komplex, durchdacht bis ins letzte Spielelement und natürlich perfekt ausbalanciert. Zwar nicht mein Game, aber mehrere Millionen Menschen werden das in einigen Wochen anders sehen.</p>
<p>Was mein Game ist: &#8220;Fallout New Vegas&#8221;. Das spielt sich wie &#8220;Fallout 3&#8243;, packt genauso schnell und lässt noch schneller nicht los. Wäre ich nach der halben Stunde im dank Klimaanlage eklig kühlen Raum nicht aufgebrochen, hätte ich den Rest der Tages dort verbracht. Ging mir aber mit dem Vorgänger nicht anders. Einziger Unterschied: Dieses Mal wird gleich zur Importversion gegriffen, keine Lust auf Cuts ohne Ende. Kommt noch &#8220;Deus Ex&#8221; dazu, das nächste, große Messe-Highlight. Die Möglichkeiten, die das Spiel bietet, fesseln sofort. Entweder Stealth in die Polizeistation einbrechen oder den Weg brachial freiballern oder einfach reden und schauen, wie weit man damit kommt - das funktioniert, das sieht komplex aus, das verspricht einiges.</p>
<p>&#8220;L.A. Noire&#8221; von Rockstar ebenso. Aber das ist gar nicht vor Ort und wir nur beim Entwickler, weil man mal reden will. Das sind die schönen Momente dieser Messe, wo man einfach mal Zeit für ein Gespräch hat. Und es wird ein sehr gutes, etwa über das Image der Firma als enfant terrible, über Medien und deren Macher, die oftmals nicht die nötige Professionalität haben. Eben die Kids, die man hier überall sieht. Ich hatte das eingangs erwähnt und es fällt heftig auf. Viele von ihnen haben vermutlich noch nicht mal das Abi fertig. Aber schon eine Kamera, Diktiergerät, Foto und Notizbuch in der Hand. Einerseits finde ich das schön, es ist Grassroots, das ist wichtig, da steckt viel Liebe zum Sujet drin, echte Hingabe. Andererseits geht es um meinen Job. Den ich studiert habe, gelernt. Den ich mit Gedanken daran ausübe, welche Worte ich wähle, welchen Einstieg und welche Darstellungsform. Das ist der Unterschied. Und natürlich ist das nicht mehr derart gefragt, stattdessen sind schnelle Infos wichtiger, stattdessen will man Videos, Bilder, First-Hand-Stuff, all das. Wie wird es weitergehen? Die Spielebranche ist schon von der Thematik her am besten dazu geeignet, Citizen-Journalism und wie man all das nennen mag, stärker als andere Medienbranchen anzuziehen. Man stelle sich nur mal 17-Jährige in einer Wirtschaftsredaktion vor, das würde nicht gehen. Bei Games ist es anders. Und wird es andere Auswirkungen haben. Einerseits spannend, andererseits bedrohend und oftmals nur nervig.</p>
<p>Innerhalb der Branche nimmt man das ähnlich wahr. Gut, wir haben derweil ein tolles Gespräch, eben eines jener, dass Journalisten bekommen und die Kids nicht, denn denen gewährt man nicht grundlos keinen Zugang zu manchen Bereichen und Informationen. Dafür überlässt man ihnen andere Teilbereiche gerne und dankend. Ich denke, wir werden künftig prima miteinander können, sollten mit einem gegeneinander aber besser gar nicht erst anfangen - da können beide Seiten nur verlieren.</p>
<div align="center"><img src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/gamescom_04.jpg" alt="gamescom_04" title="gamescom_04" width="400" height="215" class="alignnone size-full wp-image-2100" /></div>
<p>Ich derweil nenne nach dem Gespräch einiges zum Thema &#8220;Red Dead Redemption&#8221; mein Eigen. Da wäre ein Shirt, dass tatsächlich in Größe S vorhanden war (allein dafür gehört Rockstar geadelt), ein ziemlich gut aufgemachtes Poker-Deck zum Spiel, Würfel mit Rockstar-Logo in einem Leder-Etui, ein Notizbuch, der Soundtrack zum Spiel und noch ein Stück Seife (wer den Titel kennt, versteht die Anspielung). Was ich damit tun werde? Das Shirt trage ich gerade, sitzt gut. Der Rest wird neue Besitzer finden. Menschen glücklich machen ist immer noch das Beste, das man nach einer Spielemesse tun kann. </p>
<p>Und selbige ist fast vorbei. Es bleibt noch genau ein Spiel. Und das soll sich als absolutes Highlight entpuppen.</p>
<p>&#8220;Bioshock: Infinite&#8221; wird in einem Raum präsentiert, der übelst auf 20er-Style getrimmt ist. Tabakfarbene Chesterfield-Couches die so bequem sind, dass ich fast darin einschlafe, dazu gefakte Propaganda-Plakate der neuen Spielumgebung &#8220;Columbia&#8221;, eine Stadt in den Wolken, nicht wie in den beiden Vorgängern unter Wasser. Dazu dezente Sounds, die schwerst nach Schellack klingen. Wunderbar. Und das Spiel - einfach nur über jeden Zweifel erhaben. Ich will das Teil zocken, jetzt, hier, unbedingt, überhaupt, scheisse sieht das gut aus, scheisse sind die Kämpfe packend, damn kann man da abgehen und immer wieder diese unglaubliche Optik! Want! Aber gut, bis zum Release werden noch einige Monate vergehen.</p>
<p>Nicht mehr viel Zeit bleibt dagegen, bis mein Zug fährt. Also Sachen packen, Kollegen verabschieden und raus.</p>
<p>Die Rückfahrt ist nicht wirklich spektakulär. Es ist heiß draußen, ich führe das eine oder andere Telefonat und beschließe, nicht zu arbeiten. Es gäbe genug zu tun, ein halbes Dutzend Previews müssen getippt werden, mehrere hundert Megabyte an Daten verarbeitet, mehrere Dutzend Videos geladen, ein Interview abgetippt und bearbeitet werden und und und. Nichts dergleichen heute.</p>
<p>Im ICE ist es wunderbar kühl. Ich höre Musik, die neue &#8220;Against me!&#8221;, eine Joe Cocker Best-of und K.I.Z. </p>
<p>Dann bin ich in Mainz. Dort läuft mir mein Ex-Mitbewohner aus der ersten WG über den Weg. Wir fahren zusammen nach Darmstadt und reden ein wenig.</p>
<p>Wieder zu Hause. Höchste Zeit für geregeltes Nichtstun. Und die Gamescom 2010 abhaken. Das war es und es wird als &#8220;schön&#8221; in Erinnerung bleiben, einfach weil ich mich sehr oft sehr wohl gefühlt habe mit dem was ich tue, mit den Menschen, die mich umgeben und mit denen ich zu tun hatte und mit der Branche, in der ich tätig bin und der Art, wie sie sich entwickelt. Klar, es gab Schattenseiten, einige davon haben Eingang in diesen Beitrag gefunden, andere werden im Hinterkopf unter der Ablage &#8220;Arschloch&#8221; gespeichert (die noch nie die leerste war), wieder andere wandern direkt in &#8220;Red dich über solche Nichtskönner einfach nicht auf, Alter&#8221;. Aber die schlechten Erlebnisse wiegen die guten nicht auf. Nicht dieses Mal. Und das ist ein verdammt schönes Gefühl.</p>



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		<title>&#038; gone</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 06:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ist noch der Beitrag über&#8217;s Open Flair, der fast fertig ist und demnächst im Magazin zu finden. Wird nachher im Zug geschrieben, zumindest wenn ich es schaffen sollte, &#8220;Kill your friends&#8221; auszulesen. Ist allerdings schon zu großen Teilen fertig. Vorab: War sehr nice, trotz Regen am Sonntag. Der Distelmeyer war für mich persönlich die Überraschung, ansonsten viel routiniert Gutes (NoFX, No use for a name, Broilers, Papa Roach), die eine oder andere Überraschung (Blumentopf, Ska-P, Against me!) und natürlich auch eher Enttäuschendes (Jan Delay, Gaslight Anthem). Als Bad Religion gespielt haben, war ich schon auf der Autobahn, aber die Brauch ich für irgendwelche Punkrock-Kredibilitäts-Geschichten ohnehin nicht mehr. Ach ja: <a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsp?key=standard_teaser_39591681&#038;rubrik=59451&#038;jm=0&#038;jmpage=0&#038;gallery=1&#038;mMediaKey=mediathek_39591659&#038;b=8#pt">Spot the B</a>.</p>
<p>Ansonsten werde ich heute einige Stunden aus dem Zugfenster schauen oder die etwas mehr als 25 Termine, die da in den kommenden Tagen warten, gedanklich vorbereiten. Der iPod ist geladen und damit das wichtigste Reisezubehör einsatzbereit, die zweieinhalb Stunden bis Köln werden ganz locker. Dann Taxi, dann Microsoft, dann Hotel, dann Sony, dann Bahn, dann Bier, dann gute Nacht. So der Dienstag. Was die beiden letzten Punkte betrifft, werden auch Mittwoch und Donnerstag so laufen, da stehen noch einige Gründe für Kaltgetränke an. Nein, nicht solche &#8220;Hi, ich bin der Hoschi x von Firma y aus der Medienstadt z, lass uns networken!&#8221;-Businesswichser-wichst-Businesswichser-an-Veranstaltungen, da halte ich mich auch 2010 fern. Aber ich kenne in Köln noch Leute, deren Gesellschaft alleinschon mangels Zugehörigkeit zu dieser Branche, die mich einerseits weiterhin fasziniert und andererseits nicht mal mehr abzufucken in der Lage ist, sehr erwünscht ist. Gamescom, letse go.</p>



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		<title>give &#8216;em the boot</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 19:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Moshpit]]></category>

		<category><![CDATA[Tunes]]></category>

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		<description><![CDATA[Kein Grund zur Eile, am ersten Tag gibt&#8217;s wirklich nichts, das ich unbedingt sehen müsste. Mr. Irish Bastard waren noch nie meins, Sondaschule ebensowenig und Grossstadtgeflüster treiben mir auf zu peinliche Weise im Fahrwassser von Mediengruppe Telekommander und Konsorten, als dass ich deshalb unbedingt schon Donnerstag hin müsste um mir deren pseudogesellschaftskritischen Kram zu geben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Grund zur Eile, am ersten Tag gibt&#8217;s wirklich nichts, das ich unbedingt sehen müsste. Mr. Irish Bastard waren noch nie meins, Sondaschule ebensowenig und Grossstadtgeflüster treiben mir auf zu peinliche Weise im Fahrwassser von Mediengruppe Telekommander und Konsorten, als dass ich deshalb unbedingt schon Donnerstag hin müsste um mir deren pseudogesellschaftskritischen Kram zu geben. Werde ich aber dennoch, einfach der nachmittäglichen Fahrt willen und dem Gefühl, allein über die Autobahn zu brettern und mittelprächtige Kassetten zu hören.</p>
<p>Freitag sieht das alles schon anders aus. No use for a name spielen für meinen Geschmack deutlich zu früh, gleiches gilt für Lagwagon. Aber gut, das ist immer noch kein must-see, denn das erste davon gibt&#8217;s erst gegen 16 Uhr mit Therapy?. Also schön viel Zeit, sich das alles gut anzutrinken. Gegen 18 Uhr dann Blumentopf und erst mal wieder Pause. Bleiben NOFX gegen 20 Uhr und damit war es das dann schon. Jan Delay konnte ich schon zu Beginner-Zeiten nicht ab, seither hat sich wenig dran geändert. Vielleicht doch bleiben, einiges mehr trinken und dann noch Götz Widmann und Mad Caddies mitnehmen. Wird man sehen, was der Abend bringt.</p>
<p>Samstag wird lässig. Broilers in jedem Fall, allein schon in Erwartung von Sachen wie &#8220;An all den Schmutz&#8221; oder &#8220;Anti Anti Anti&#8221;, meinetwegen auch die eher tanzbaren Stücke der &#8220;Vanitas&#8221;. Against me! genauso, egal wie airplaytauglich das letzte Album geworden ist, das ist immer noch Punk und die &#8220;New Wave&#8221; kann man gerne rauf und runter spielen, das macht sie nicht schlechter. Turbostaat genauso. Bleiben Gaslight Anthem und die Frage, ob&#8217;s der Distelmeyer dann sein soll oder nicht (vermutlich wird die Entscheidung zugunsten einigen Alkohols auf mehrere Jahre vertagt). Ska-P ohne Frage. Und dann Pause bis Dendemann (&#038; Vorfreude auf &#8220;Es geht bergab&#8221;), den aber auf jeden Fall. The Hives bitte nicht, die können andere besser abfeiern.</p>
<p>Sonntag dann Papa Roach, irgendwie die Band, auf die ich mich vielleicht am meisten freue (eher die unbekannteren Tracks wie &#8220;Dead Cell&#8221;, &#8220;M-80&#8243;, &#8220;Done with you&#8221;, &#8220;Be free&#8221;, also generell älteres Zeugs). Vielleicht, weil man da gut beweisen kann, dass auch 55kg Gewicht einem gewalttätigen Arschlochverhalten im Moshpit nicht entgegenstehen müssen, sondern Entschlossenheit gepaart mit suizidaler Selbsthingabe so einiges anzurichten vermögen. Muss mir dessen vermutlich mal wieder gewahr werden. Und bei Bela B dann in aller Ruhe irgendwo sitzen und grinsen. Bleiben Bad Religion, die hoffentlich nur die besseren Stücke von &#8220;New Maps of Hell&#8221; spielen (also &#8220;Heroes &#038; Martyrs&#8221;, &#8220;New Dark Ages&#8221; und &#8220;Honest Goodbye&#8221;). Fehlt noch was? Ach ja, Wir sind Helden und Fettes Brot. Weiß ich noch nicht, ob ich eine davon wirklich brauche, um volle Zufriedenheit zu erlangen. Vermutlich bin ich dann schon auf der Autobahn, neben mir eine Tüte McDonald&#8217;s-Fraß und gehöriges Piepen auf beiden Ohren.</p>
<p>Archaischer Festival-Bullshit, here we go.</p>
<p>Ach ja: Meinen Outlook-Abwesenheits-Assistenten hab ich sogar ganz versöhnlich gestaltet: &#8220;Ihre Mails werden nicht bearbeitet&#8221; statt &#8220;Ok du Businesskasper, pass mal auf: Dir hat man vielleicht mal gesagt, dass man auch im Urlaub erreichbar zu sein hat und du fühlst dich komisch, wenn du nicht mindestens täglich mal Outlook checkst, obwohl du im Himalaya, der Serengeti, dem Südpolarmeer oder dem Ost-Ural bist. Aber ich sage dir: Fuck that! Urlaub = Urlaub = nicht arbeiten = bewusst nicht erreichbar sein wollen = wichtig für Seelebaumelei = wichtig dafür, dass du auch morgen noch fleissig arbeiten kannst. Und Arbeitgeber, die dir anderes erzählen sind a) dumm, da sie dich langfristig verheizen und b) bemittleidenswerte Schweine. Also: Du verstehst schon, dass ich auf diese Mail sicher nicht antworten werde, richtig? Danke, bist&#8217;n Smarter. Cheers, gebt ihnen den Stiefel!&#8221;</p>
<p>So, und damit dann off bis Sonntag. Garantiert.</p>



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		<title>von Eichen und Schweinen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 18:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Volker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Games]]></category>

		<category><![CDATA[Media Whore]]></category>

		<category><![CDATA[Thought about]]></category>

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&#8220;We released the game DRM free which means it doesn’t include any anti-piracy protection, therefore the game doesn’t bother players with any serial codes or online authentication, but it’s also very easy to copy it. Our estimate from the feedback is that only 5-15% of Machinarium players actually paid for the game. If you decide [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><img class="alignnone size-full wp-image-2081" title="machinarium" src="http://www.volker-bonacker.de/wp-content/uploads/2010/08/machinarium.jpg" alt="machinarium" width="400" height="228" /></div>
<p><a href="http://machinarium.net/blog/2010/08/05/machinarium-pirate-amnesty/">&#8220;We released the game DRM free which means it doesn’t include any anti-piracy protection, therefore the game doesn’t bother players with any serial codes or online authentication, but it’s also very easy to copy it. Our estimate from the feedback is that only 5-15% of Machinarium players actually paid for the game. If you decide to buy the game, you can be sure you’ll support directly the developers, not any big publisher or distributor.&#8221;</a></p>
<p>Das mit den fünf bis 15 Prozent zahlenden Kunden ist natürlich eine äußerst optimistische Schätzung. Aber: Man kann auf zweierlei Arten darauf reagieren, dass es Raubkopien gibt. Man kann hingehen und schreien &#8220;Die bösen Schweine, alle verknacken!&#8221; und absolut nichts ausrichten. Man kann DRM-Maßnahmen entwickeln, die ehrliche Käufer gängeln und dem Image von sowohl Firma als auch Produkt langfristig schaden (auch wenn kurzfristige Gewinne drin sind). Was bringt es? Gar nichts. Raubkopierer lachen sich schlapp, umgehen jede DRM-Maßnahme und zocken schon, während sich Käufer, die bezahlt haben, drüber ärgern, dass sie zum spielen permanent online sein müssen und der Dienst des Publishers ihren Registrier-Code nicht fressen will. Sehen wir es also ein: Es ist und bleibt schlecht für den Kunden. Und: Es wird Raubkopien geben, keine Maßnahme hat das bislang verhindert. Damit kommen wir also zu Möglichkeit zwei: Leben wir mit Raubkopien und ziehen wir unsere Lehren draus. Das hier wird ein Beitrag genau darüber.</p>
<p>Was der Entwickler von &#8220;Machinarium&#8221; im eingangs zitierten Blogbeitrag sagt, ist nicht gerade unverschachtelt. Zunächst ist da die Rede von &#8220;doesn&#8217;t bother players&#8221; - sprich: Es nervt nicht mit dem, was Ubisoft, EA und Co. abziehen. Man weiß sehr wohl um die Gültigkeit von &#8220;DRM is bad for the customer&#8221;. Richtiger Schritt. Konsequenz: Man kann es kopieren - &#8220;very easy&#8221;. Heißt: Andere Games kann man genauso kopieren, nur nicht so leicht. Konsequenz: Kopiert werden kann alles, wird über kurz oder lang alles und zu glauben, man könne dem zuvorkommen, man könne Mechanismen entwickeln, die diese Entwicklung unterbrechen, ist schlicht und ergreifend nur dumm. Davon abgesehen, dass das derart investierte Geld letztlich genau dann sinnlos wird, wenn der Erste das Programm geknackt hat.</p>
<p>Am meisten beeindruckt hat mich der letzte Satz: Das Geld geht an die Entwickler und unterstützt diese, es geht nicht an einen Publisher. Einen Publisher etwa, der Geld für sinnlose DRM-Maßnahmen herauswirft. Oder Werbekampagnen, deren Erfolg äußerst zweifelhaft sind. Oder Social-Media-Strategien, die von Leuten entwickelt werden, die nichts können außer ihr Nichtskönnen gut zu verkaufen. Alles schon viel zu oft selbst mitbekommen. Die Parallelen zur Musikindustrie könnten größer nicht sein, denn auch in der Spielebranche werden Flops sehr wohl einkalkuliert, auch hier setzt man lieber auf Massenkompatibliltät (und damit erhoffte, sichere Umsätze) und Gefälligkeit statt auf kreative Produktionen. Statt Geld in letztere zu stecken und sich damit bei einer erwachsen gewordenen Spielergemeinde einiges an Kredibilität zu holen - die sie übrigens liebend gerne jedem zuschreibt, der ein entsprechendes Produkt abliefert! - setzt man auf Jahresupdates zum Vollpreis. Und wundert sich, wenn sich Kunden verarscht fühlen, wenn mangelnde Innovation kritisiert wird. Oder Spiele raubkopiert, denn auch das sind illegale Kopien oftmals (selbstreded nicht ausschließlich): Ein durchgestreckter Mittelfinger für eine Industrie, der nichts Neues mehr einfällt.</p>
<p>Stattdessen sucht man als Spieler, der sich nicht nur erwachsen fühlt, sondern auch als erwachsen wahrgenommen werden will, nach Alternativen, etwa im Independent-Bereich. Genau dort kommt &#8220;Machinarium&#8221; her. Und es ist verdammt logisch, dass man wenn man ein Indie-Game abliefert auch auf etablierte Vertriebsstrategien scheisst. Wie die Alternativen aussehen? Ganz simpel: Über das Netz. In dem man einer mündigen Spielergemeinde ein gutes Produkt vorsetzt und nicht einen halbgaren Blockbuster mit Multimillionen-Budget. Klingt nach Wunschdenke? Gut, dann zeichnen wir doch einfach mal meinen Kauf von &#8220;Machinarium&#8221; nach:</p>
<p>16:00 Uhr: Ich lese <a href="http://www.4players.de/4players.php/spielinfonews/PC-CDROM/9523/2025728/Machinarium|Amnestie_fuer_Piraten.html">diese News</a> und lache. Ich klicke auf den Blogbeitrag dahinter. Und ohne ihn zu lesen (schließlich weiß ich aus der 4P-News ja schon, was drin steht), klicke ich auf den Kauflink.</p>
<p>16:02: Etwas mehr als vier Euro will man dort von mir, für die Vollversion (die für PC, Mac und Linux bereit steht) und den Soundtrack. Kein Geld, denke ich. Und sehe, dass ich mich für den Kauf nicht mal irgendwo registrieren muss.</p>
<p>16:03: Kreditkartendaten eingegeben, Download gestartet.</p>
<p>16:20: Alles da. Kauf abgeschlossen.</p>
<p>Was ich zuvor schon wusste: &#8220;Machinarium&#8221; ist ein schönes Spiel (<a href="http://machinarium.net/demo/" target="_blank">die Demo dazu kann man auch online zocken</a>).</p>
<p>Was wir von 16:00 Uhr lernen: Gute Produkte brauchen keine fette PR. Nicht, wenn man das Netz zu nutzen versteht. Dann nämlich entstehen solche News über Aktionen, die von Menschen gelesen werden und bei diesen eine Reaktion hervorrufen. Letztere ist wichtig, denn darauf folgt - im Idealfall - der Kauf. Und ich will kaufen, ich kann kaufen. Und es gibt viele Menschen in meinem Alter, denen es genauso geht, allerdings an Reizen mangelt. Und im Ernst: DRMs sind nun wirklich nicht attraktiv, es sei denn man steht drauf, für einen Tritt in die Hoden auch noch zu bezahlen.</p>
<p>Was wir von 16:02 Uhr und 16:03 Uhr lernen: Der Preis ist wichtig. Spiele dürfen nicht umsonst sein, aber ein erwachsener, einigermaßen smarter Kunde weiß, warum er für manche Produkte nicht 50 oder mehr Euro bezahlt, etwa wenn er im Vorjahr den gleichen Scheiss schonmal vorgesetzt bekam (hallo an &#8220;Modern Warfare&#8221; und &#8220;Fifa&#8221;). Das mit dem Preis wissen wir seit iTunes: Kunden kaufen kein ganzes Album für 15 Euro, sehr wohl aber einzelne Songs für 99 Cent. Und dieses Kleinvieh macht in der Masse verdammt viel Mist. Und noch etwas: Es gibt ein Extra, nämlich den Soundtrack. Macht zwei Kaufreize. Zuletzt am Wichtigsten: Kein umfangreicher Kaufprozess. Daten eingeben, laden, fertig. Mehr darf es nicht sein, sonst laufen die Leute weg. Denn genau das ist es, was Rapidshare und Co. allen Verkaufsplattformen voraushaben: Die Zugänglichkeit und vor allem Geschwindigkeit ihrer Server ist immer und überall garantiert. Ich weiß: Ein Klick, die File lädt mit Highspeed. Und nicht mehr. Denn mehr will ich nicht, ich bin als typischer, moderner Kunde schon schnellebig genug. Heißt: Du hast etwa 30 bis 60 Sekunden (SEHR optimistisch geschätzt!) meiner Aufmerksamkeit - also überzeuge mich besser schnell.</p>
<p>Was nun?</p>
<p>Ich werde einige Zeit mit &#8220;Machinarium&#8221; verbringen. Während ich das hier tippe, läuft der Soundtrack, den ich sehr gut finde.</p>
<p>Ich habe diesen Blogbeitrag geschrieben und damit eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen (einfach oben auf den Link klicken und direkt zuschlagen). Damit mache ich kostenlos Werbung für den Entwickler. Warum ich das tue? Weil ich von seinem Produkt überzeugt bin. Was uns das über das Web 2.0 sagt? Gib den Leuten nicht irgendetwas, sondern gib ihnen etwas Gutes. Und sie werden dafür sorgen, dass es sich verbreitet. Stichworte: Authentizität, Herzblut, Innovation. Wenn das hier nur zehn Leute lesen und von diesen zehn nur zwei das Spiel kaufen, sind bereits zehn Dollar Umsatz gemacht. Potenzieren wird das, nehmen wir noch Weiterverbreitung über Twitter und Facebook, Digg und Co. hinzu - und wir haben eine Menge Geld, die sich verdienen lässt. Sofern das Produkt überzeugt - und nur darauf kommt es an. Beweise für diese Theorie? 23.000 Leute haben die Webseite zum Spiel auf ihrer Pinnwand bei Facebook gepostet, mehr als 540 bei Google Buzz. Das sind unverfälschte, direkt messbare Erfolge, keine gefakten oder geschönten Presseclippings, keine Click-Through-Raten oder Ad-Impressions. Und noch obendrauf: Schauen wir einfach mal, wie die <a href="http://search.twitter.com/search?q=machinarium">Rabatt-Aktion etwa bei Twitter</a> ankam - und sehen alles andere als einen Misserfolg.</p>
<p>Was noch?</p>
<p>Raubkopien gab es schon, bevor die Debatte auftauchte. Es wurden Videos, Disketten, CD-Roms und ganz früher sogar Bücher kopiert. Wir können diesen Prozess nicht aufhalten. Verfielfältigung war nie so einfach wie heute, da das Produkt nicht mehr haptisch ist und damit der Wert vielfach auch abhanden gekommen. Auch der Prozess der Produkt-Aquise ist nicht mehr derart komplex: Die Dinge sind zugänglich, liegen quasi auf der Straße. Das jedoch nicht nur für Raubkopierer, sondern auch für jene, die Geld verdienen wollen. Etwa, in dem sie Raubkopierer nicht verteufeln, sondern einen Blogbeitrag wie den anfangs zitierten verfassen, der letztlich augenzwinkernd sagt &#8220;Hey, ihr habt&#8217;s geklaut, wir wissen&#8217;s doch auch. Aber hier habt ihr es für kleines Geld, also kauft&#8217;s doch einfach und es sei euch vergeben.&#8221; Kein Herangehen wie ein prügelnder Vater, der den Sohn nach dem Diebstahl im Tante-Emma-Laden windelweich schlägt, sondern mehr ein aufeinander zugehen. Nochmal: Wir können Raubkopien nicht verhindern. Aber funktionierende Alternativen schaffen. Die schon bei iTunes funktioniert haben. Und bei &#8220;Machinarium&#8221;. Oder zig anderen Independent-Produktionen aus dem Spiele-, Film- oder Musik-Bereich. Die Liste der Erfolgsmodelle, deren Modell letztlich nur das Netz gepaart mit Kreativität sind, wird länger. Und sie zeigt uns: Wir brauchen keine fetten Budgets, kein DRM. Wir brauchen gute Produkte, gute Preise, Verfügbarkeit, kurze Zeiträume von Kaufentscheidung bis Kaufabschluss. Und schon ergibt sich alles weitere ganz von selbst.</p>
<p>Es wird lange dauern, bis das so in den Köpfen angekommen ist. Ich sehe sehr viel Borniertheit, faschistoide Argumente, Dummheit, Angst. Sehr viel alte Denke, sehr wenig Mut. Aber gut, die Geschichte lehrt uns, dass solche Konstellationen auch früher schon vorhanden waren. Es braucht Zeit. Etwa, um ein Umdenken zu erreichen oder um zu warten, bis die entsprechenden Personen entweder in Rente sind oder sich anderen Geschäftsfeldern (man hört, mit Abmahnungen lassen sich prozentual mehr Euros verdienen als mit CD-Verkäufen) zuwenden. Denn sie haben letztlich in der Medienbranche nichts verloren, sie schaden nur, letztlich ihren Arbeitgebern oder Produkten. Es werden Leute nachrücken, die Dinge werden sich ändern. In einigen Jahren werden wir diese Debatten auf anderen Ebenen führen, mit mehr Wissen hoffentlich.</p>
<p>Bis dahin habe ich mir einige Minuten Zeit genommen, um über etwas zu schreiben, das nun schon einige Wochen und Monate heraus wollte und überfällig war. Ich freue mich auf die Zeit in einigen Jahren. Und kann bis dahin warten, getreu der Maxime, dass es die Eiche nicht kümmern muss, wenn sich das Schwein an ihr kratzt.</p>



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